Sportgericht lässt Barca aufatmen: CSD bestätigt Olmos Lizenz

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Einem Bericht von La Liga zufolge soll der FC Barcelona angekündigte finanzielle Zusagen, durch die die Registrierung von Dani Olmo im Januar erst möglich gemacht wurde, nicht eingehalten haben. Nun ließ ein Urteil des obersten Sportgerichts die Katalanen aufatmen.

 Pau Victor und Dani Olmo (re.).

Standen bei Barca in Sachen Registrierung erneut im Fokus: Pau Victor und Dani Olmo (re.). IMAGO/RHR-Foto

Sind die Diskussionen rund um die Registrierung des früheren Leipzigers Dani Olmo beim FC Barcelona nun am Ende? Noch am Mittwoch hatte La Liga eine Erklärung veröffentlicht, in der den Katalanen vorgeworfen wurde, die finanziellen Zusagen, die der Klub der Liga im Zuge der Registrierung Dani Olmos und seines Mitspielers Pau Victor im Januar gemacht hatte, nicht eingehalten zu haben. Ohne jene Zusagen wäre eine Spielerlaubnis für die beiden demnach gar nicht erst ausgestellt worden.

Hielt Barca Zusagen nicht ein?

So hatte Barca der Liga, um die Spieler registrieren zu können, einen Deal vorgelegt, durch den der Klub mit der Vergabe von VIP-Plätzen auf lange Sicht dreistellige Millionengewinne erwirtschaften wollte. Mithilfe dieser Einnahmen hätte ein ausreichend großer Überschuss generiert werden können, um die auf dieser Basis festgelegte Gehaltsobergrenze des Kaders weiter anzuheben - sodass auch die beiden Sommerneuzugänge unter die Grenze "gepasst" hätten.

Von den angekündigten Einnahmen durch die Vereinbarung mit den VIP-Plätzen sei in einer neuen Rechnung aber keine Rede mehr gewesen, wodurch der Klub nicht mehr über die nötigen Einnahmen verfüge, um Dani Olmo und Pau Victor zu registrieren. Deshalb werde La Liga bei der zuständigen Behörde (ICAC) eine Beschwerde einreichen.

Laporta teilt gegen Liga aus

Barca-Präsident Joan Laporta antwortete gegenüber spanischen Medien in Bezug auf die Vorwürfe unwirsch: "La Liga hat die Verpflichtung von Pau Victor und Dani Olmo genehmigt - jetzt haben sie ihre Meinung geändert. Warum? Haben sie von Anfang an schlechte Arbeit geleistet, als sie die Verträge genehmigt haben?"

Besonders der Zeitpunkt stieß Laporta sauer auf, stand am Mittwochabend doch das wichtige Rückspiel im Halbfinale der Copa del Rey bei Atletico Madrid an: "Ich habe das Gefühl, dass das kein Zufall ist", so Laporta. "Es ist ein weiterer Versuch, unser Team zu destabilisieren, und manchmal habe ich das Gefühl, dass sie das, was sie auf dem Spielfeld nicht gewinnen können, in den Büros gewinnen wollen", wütete der Präsident vor dem Pokalspiel, das Dani Olmo verletzungsbedingt verpasste, weiter.

So oder so, destabilisiert wirkte die Flick-Elf keineswegs: Barca erkämpfte sich einen 1:0-Sieg und zog ins Pokalfinale ein.

CSD gibt Barca Recht

Eine offizielle Erklärung wollte der Verein zunächst nicht abgeben und stattdessen auf die Entscheidung des obersten Sportgerichts Spaniens warten. Diese erfolgte nun am Donnerstagnachmittag: Das CSD bestätigte dabei die Lizenz Olmos und auch die seines Landsmanns Pau Victor bei den Katalanen. Die Richter argumentierten, dass der aus dem gemeinsamen Koordinierungsvertrag zwischen RFEF und La Liga hervorgegangene Überwachungsausschuss nicht befugt sei, die Spielerlizenzen zu verweigern.

Das Tauziehen zwischen dem FC Barcelona, La Liga und dem RFEF hat somit ein Ende - zumindest vorläufig. Denn die Liga erklärte zwar, dass die beiden Akteure nun bis zum Saisonende spielberechtigt seien, kündigte jedoch an, in Berufung gegen das Urteil gehen zu wollen, da sie die CSD-Entscheidung für "nicht rechtskonform" hält.

amw, lpe, DPA

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