Skibergsteigen: Verband stellt Sportdirektor Hermann Gruber nach heftigen Vorwürfen frei

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Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat nach heftigen Vorwürfen deutscher Skibergsteiger rund um mögliche Missstände bei medizinischen Tests den Sportlichen Leiter Hermann Gruber freigestellt. Er ist einer der beiden Beschuldigten in der Causa, die während der Olympischen Winterspiele in Italien öffentlich geworden war und für Aufsehen gesorgt hatte.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein leitete unterdessen gegen zwei Personen ein Ermittlungsverfahren ein.

Wie ein Sprecher der Strafverfolger in Oberbayern mitteilte, sei eine entsprechende Anzeige geprüft worden. Es gebe einen Anfangsverdacht, »dass die Beschuldigten eine verfolgbare Straftat begangen haben«, sagte der Sprecher.

Körperverletzung, Beihilfe, Nötigung

Laut DAV bat Gruber – der zuletzt noch bei der Olympia-Premiere in Bormio dabei war – selbst um die Freistellung. »Diese Freistellung erfolgt im Interesse einer transparenten und ungestörten Aufklärung durch die Staatsanwaltschaft Traunstein sowie im Sinne der Athletinnen und Athleten«, hieß es.

In einem Bericht der ARD hatten die Skibergsteiger Felix Gramelsberger und Sophia Weßling die Anzeigen gegen Gruber und den ehemaligen Bundestrainer Maximilian Wittwer öffentlich gemacht. Laut Staatsanwaltschaft erstattete noch ein weiteres Ex-Mitglied des Nationalteams Skibergsteigen Strafanzeige.

Es gehe um die Tatvorwürfe gefährliche Körperverletzung, Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung, Nötigung und fahrlässige Körperverletzung. Für die Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen werden mehrere Wochen dauern, hieß es aus Traunstein.

Der Verband räumte ein, dass es nach dem Test Beanstandungen gegeben habe. Es seien nach Rückmeldungen von Athleten »Abläufe überprüft und organisatorisch weiterentwickelt« worden, hieß es.

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