Drei Tage nach der Tötung eines russischen Exilkünstlers auf offener Straße hat die polnische Polizei einen Mann festgenommen. Er soll mit der Tat in Verbindung stehen.
Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, lgi 18. Juni 2026, 12:44 Uhr
Die Polizei in Polen hat im Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen auf den russischen Exilkünstler Semyon Skrepetsky einen Mann festgenommen. Das teilte Ministerpräsident Donald Tusk auf X mit. Der Mann werde verdächtigt, an der Tötung beteiligt gewesen zu sein, schrieb Tusk. Er habe einen »georgischen Pass benutzt«. Die Sicherheitsbehörden würden daran arbeiten, den Drahtzieher zu finden.
Skrepetsky, mit bürgerlichem Namen Robert Kusowkow, galt als großer Kritiker des russischen Staatschefs Wladimir Putin. Bekannt wurde er für seine mitunter provokativen Karikaturen, mit denen er bekannte russische Politiker aufs Korn nahm, darunter auch den früheren sowjetischen Diktator Josef Stalin. Skrepetsky war 2021 nach Polen gezogen und wollte dadurch nach eigenen Worten der politischen Verfolgung in seiner Heimat entgehen.
Am Montag waren nach Angaben der polnischen Behörden zahlreiche Schüsse auf den 44-Jährigen in der Stadt Biała Podlaska im Osten Polens abgegeben worden. Tusk hatte daraufhin von einem »politischen Mord« gesprochen und vermutet, die Tat sei womöglich von Russland in Auftrag gegeben worden. Die Bezirksstaatsanwaltschaft Lublin hatte zunächst zwei belarussische Staatsangehörige festgenommen, die inzwischen aber wieder freigekommen sind.
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