"Schreit nach Einsatzzeit": Struber kündigt Pauli-Comeback an

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Am Samstagabend empfängt der 1. FC Köln im Müngersdorfer Stadion Hertha BSC. Für Trainer Gerhard Struber entspannt sich die Personallage dann wieder, obwohl der Kapitän weiterhin fehlt.

 FC-Youngster Julian Pauli.

Darf auf Spielzeit hoffen: FC-Youngster Julian Pauli. IMAGO/Jan Huebner

Der Tabellenführer ignoriert die Tabelle. "Rechnen tun andere", sagt Gerhard Struber, der mit dem 1. FC Köln in der 2. Liga auf Platz 1 steht. Davon will sich am Geißbockheim aber niemand beeinflussen lassen, auch wenn die Richtung vor dem Heimspiel am Samstagabend gegen Hertha BSC natürlich stimmt.

"Wir sind konzentriert in unserem täglichen Tun und fokussieren uns nicht auf mathematische Meisterleistungen", sagt Struber zu Rechnereien über mögliche Aufstiegszeitpunkte. Er mahnt: "Die Spielereien drumherum: Das wäre gefährlich, wenn wir uns darauf einlassen würden."

Zwei Verteidiger fehlen

Im Aufstiegsrennen also herrscht höchste Konzentration bei den Kölnern. Noch sind schließlich 21 Punkte zu vergeben - und zum gleichen Zeitpunkt in der Hinrunde fuhr Strubers Team davon tatsächlich 19 ein. Auch das sorgt aber für keinerlei Hochmut, schließlich habe sich ja jede Mannschaft inzwischen weiterentwickelt, sagt der FC-Coach. Gemeint ist damit auch sein eigenes Team.

Spielerisch allerdings tat sich Köln zuletzt oft schwer, mit leicht steigender Tendenz. "Wir gehen Schritt für Schritt unseren Weg", sagt Struber und fügt hinzu: "Wir sind selbstkritisch, gleichzeitig wissen wir, dass nach einer gewissen Zeit unser Spiel wieder besser werden wird."

Kapitän Hübers muss passen

Diesen Prozess erschwerten zuletzt diverse Ausfälle, inzwischen ist das Team aber wieder zu einem großen Teil zusammen. Lediglich die Innenverteidiger Timo Hübers und Youngster Neo Telle werden gegen Berlin krankheitsbedingt ausfallen, außerdem die Langzeitverletzten Jusuf Gazibegovic und Linton Maina (beide Sprunggelenkverletzung) sowie Jacob Christensen, der nach seinem Kreuzbandriss in der Reha arbeitet.

Downs muss noch warten

Dominique Heintz, emotionaler Anführer in der Abwehr, ist dagegen wieder "verfügbar" und hat mit dem Team trainiert. Mark Uth ist "stabil" und auch bei Luca Waldschmidt dürfte es fürs Wochenende reichen. Für Damion Downs, zuletzt an der Hand operiert, kommt Hertha dagegen "einen Zacken zu früh": Der 20-Jährige soll am Montag wieder voll ins Training einsteigen.

Und dann ist da ja auch noch Julian Pauli, der seit Anfang Dezember wegen einer Gehirnerschütterung ausfiel. "Er macht sehr gute Fortschritte", sagt Struber über den 19-Jährigen und kündigt eine Rückkehr auf den Rasen an: "Es schaut gut aus, was die Verfügbarkeit für Samstag angeht. Das schreit nach Einsatzzeit."

jim

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