Ein Verbündeter weniger, dafür aber mehr Geld in der Kasse: Russland zählt zu den wirtschaftlichen Profiteuren des Irankriegs. Freude kommt in Moskau aber nicht auf.
11. März 2026, 19:32 Uhr
Als der Öltanker Norelia Ende Januar im russischen Hafen Primorsk am Finnischen Meerbusen seine Reise beginnt, sieht die Welt noch ganz anders aus. Der Iran und die USA wollen erst einmal verhandeln. Rohöl ist weltweit im Überfluss vorhanden. An den internationalen Börsen wird der Rohstoff gerade so günstig gehandelt wie seit der Coronapandemie nicht mehr. Und die russischen Öleinnahmen brechen dermaßen ein, dass die Regierenden in Moskau langsam nervös werden.
Etwa ein Fünftel des russischen Tagesexports an Rohöl hat der Kapitän der Norelia am 24. Januar in den Rumpf seines Schiffes pumpen lassen, rund 750.000 Barrel. Ob sich dafür ein Käufer finden wird, ist aber ungewiss. Die Norelia steht als Schattenflottentanker auf den Sanktionslisten der EU und Großbritanniens. Das schreckt Kunden ab. Selbst Indien, einer der wichtigsten Abnehmer Russlands, will wegen Druck aus den USA weniger russisches Öl kaufen.

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