Eine knifflige Entscheidung über die Besetzung der Torwartposition hatte Eintracht-Trainer Dino Toppmöller bevorgestanden. Die wurde ihm nun aber unfreiwillig abgenommen.

Das Schienbein bereitet Probleme: Kevin Trapp steht daher nicht im Frankfurter Kader gegen Werder. IMAGO/osnapix
Kaua Santos oder Kevin Trapp? Auf die Frage hatte Dino Toppmöller nur gewartet. Doch anstatt Argumente pro und contra darzulegen, war der Cheftrainer von Eintracht Frankfurt am Donnerstag dazu gezwungen, die Entscheidung zu verkünden, die er gar nicht wirklich selbst getroffen hatte.
"Am Dienstag hat Trappo im Kleinfeld die Dinge mitmachen können", berichtete Toppmöller: "Gestern allerdings im Großfeld, gerade dann bei langen Bällen, merkt er noch, dass das Schienbein ihm Probleme macht." Die Konsequenz: Trapp fehlt im Kader auswärts gegen Werder Bremen (Samstag, 18.30 Uhr, LIVE! bei kicker), Kaua Santos steht im Tor.
Damit bleibt der zuletzt überzeugende Brasilianer also wie schon in der Europa League gegen Ajax Amsterdam (kicker-Note 2,5) sowie in den beiden zurückliegenden Bundesliga-Spielen beim VfL Bochum (Note 1) und gegen den VfB Stuttgart (Note 3) erste Wahl. Ob das bis Saisonende gilt, wollte Toppmöller aber nicht final sagen.
Auch Uzun fehlt in Bremen
Wie es bei Trapp weitergehe, "haben wir heute Morgen mit den Medizinern intensiv diskutiert". Es sei "unfassbar schwer, das zu greifen", sagte Toppmöller. "Für uns ergibt es nur Sinn, wenn er bei 100 Prozent ist. Und er kann mir diese 100 Prozent im Moment nicht geben." Er müsse seinen langjährigen Stammkeeper sinnvoll wieder aufbauen und werde schauen, wie sich die kommenden Wochen entwickeln.
Außer Trapp fällt auch der erkrankte Can Uzun an der Weser aus. Immerhin bei Ansgar Knauff, der mit seinem verdrehten Knie Glück im Unglück hatte, gebe es gute Signale, wenn auch noch nicht für dieses Wochenende.
Drei Varianten, um Knauff zu ersetzen
Wie Toppmöller den Rechtsaußen ersetzen will, wollte er noch nicht öffentlich verraten. Eine Option: Nnamdi Collins bekleidet die für ihn etwas ungewohnt offensive Rolle. Aber auch zwei andere Varianten riss der Cheftrainer an. Mario Götze könne nach rechts rücken, während Hugo Ekitiké auf der Zehn agiere. Oder aber Linksverteidiger Nathaniel Brown könnte eine Position nach vorn rücken, sodass Jean-Matteo Bahoya vom rechten auf den linken Flügel wechselt.
Den Gegner aus Bremen lobte Toppmöller: Ole Werner stelle seine Mannschaft "immer gut" ein, was das Offensivspiel betreffe: "Sie haben super Abläufe, sind eine der Top-Mannschaften in der Bundesliga, was die Offensivstruktur betrifft, wie sie nach vorne spielen, wie sie sich nach vorne kombinieren." Dazu kämen "sehr gute Ideen bei Einwürfen".
pab