Die Huthi-Miliz will in Saudi-Arabien Einrichtungen von Aramco getroffen haben. Eine Bestätigung gibt es bisher nicht. Irans Außenminister ruft zum Dialog auf.
Quelle: DIE ZEIT, AP, dpa, jsp Aktualisiert am 25. Juli 2026, 15:22 Uhr
Die jemenitische Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben Saudi-Arabien mit Raketen und Drohnen beschossen. Es seien Einrichtungen des weltgrößten Ölkonzerns Aramco angegriffen worden, teilte ein Huthi-Sprecher mit.
Der Beschuss sei eine Reaktion auf saudische Luftangriffe auf die am Roten Meer gelegene Stadt Hudaida und die Insel Kamaran. Beide Orte werden im jemenitischen Bürgerkrieg von der Miliz kontrolliert. Saudi-Arabien kommentierte den Bericht bisher nicht.
Die Huthis sind abhängig von der Unterstützung des Iran. Dessen Außenminister Abbas Araghtschi rief angesichts der Eskalation zwischen der Miliz und Saudi-Arabien zum Dialog auf. Es gebe keine militärische Lösung in dem Konflikt, sagte Araghtschi der staatlichen Tageszeitung Iran. Auf die eigene militärische Beteiligung ging er nicht ein und behauptete, die Probleme im Jemen seien auf alte regionale Konflikte zurückzuführen.
Auf beiden Seiten der arabischen Halbinsel werden Öltanker beschossen
Die Huthi hatten diese Woche eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt. Diese bezieht sich auf die Meerenge Bab al-Mandab (deutsch: Tor der Tränen) vor der Westküste des Jemen; sie bildet den südlichen Zugang zum Roten Meer. Während die Straße von Hormus im Osten der Arabischen Halbinsel liegt, wo es im Irankrieg wiederholt zu Angriffen auf Öltanker und andere Handelsschiffe kommt, liegt Bab al-Mandab im Westen der Halbinsel.
Am Donnerstag reklamierten die Huthis Angriffe auf zwei saudische Öltanker für sich. Auch am Freitag gab es einen Angriff auf ein unter saudischer Flagge fahrendes Schiff. Die gegenseitigen Angriffe zwischen der Miliz und Saudi-Arabien schüren international die Sorge vor einer weiteren Ausweitung der Kriege im Nahen Osten und der Golfregion.

vor 12 Stunden
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