Wegen Vergehen der eigenen Fans hat der DFB Aufsteiger FC St. Pauli zur Kasse gebeten. Über die Verwendung eines Teils der Strafe, die im mittleren fünfstelligen Bereich liegt, darf der Verein selbst entscheiden.

Wegen Vergehen der Fans muss der FC St. Pauli fast 50.000 Euro Strafe zahlen. IMAGO/HMB-Media
In der Bundesliga kämpft St. Pauli um den Klassenerhalt. Lediglich drei Zähler trennen den Tabellen-15. vor dem Duell mit Borussia Mönchengladbach am Sonntag (17.30 Uhr, LIVE! bei kicker) vom Relegationsplatz. Für den Aufsteiger kommt es somit auf jeden Punkt an - und auch auf die Unterstützung seiner Fans, die gerade in Heimspielen beim Team von Trainer Alexander Blessin zusätzliche Kräfte freisetzen.
Anpfiff verzögert
Doch weil ein Teil der Anhänger in mehreren Partien am Millerntor Pyrotechnik zündete, ist der Klub vom DFB nun zu einer Geldstrafe im mittleren fünfstelligen Bereich verurteilt worden. Wie aus zwei Urteilen des Sportgerichts des Verbands hervorgeht, betrifft dies die beiden Heimspiele gegen den VfL Wolfsburg (0:0) im Oktober des vergangenen Jahres sowie das Aufeinandertreffen mit Holstein Kiel etwa einen Monat darauf, das die Hamburger mit 3:1 für sich entschieden.
Laut Mitteilung des Sportgerichts verzögerte sich aufgrund der entstandenen Rauchschwaden der Wiederanpfiff zur 2. Halbzeit gegen Wolfsburg "um 3,5 Minuten". Bis zu 15.800 Euro der insgesamt 47.700 Euro Strafe kann der Verein "für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen" verwenden.
kon