Nach Jörg Haider war Kärnten ein Sanierungsfall: pleite, die politischen Sitten verroht. Der Sozialdemokrat Peter Kaiser verpasste dem Land eine Generalüberholung. Zu seinem Abschied eine kritische Würdigung von Antonia Gössinger, die ihn lange kennt.
Artikelzusammenfassung
Peter Kaiser, der langjährige Landeshauptmann von Kärnten, tritt nach erfolgreicher Amtszeit zurück. Sein politisches Erbe umfasst die Bewältigung der Hypo-Alpe-Adria-Krise und die Stabilisierung des Bundeslandes. Trotz Lob für seine Leistungen gibt es auch Kritik an seiner Personalpolitik und Verwaltungsführung. Kaiser wird als sachlicher Politiker gewürdigt, der ohne populistische Töne auskam und Kärnten zu neuem Ansehen verholfen hat. Sein Rücktritt wirft die Frage auf, welchen Weg die Politik in Kärnten und Österreich nun einschlagen wird.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Es ist der Donnerstag voriger Woche, als Peter Kaiser an das Pult im Kärntner Landtag tritt. Ein besonderer Moment, ist es doch das letzte Mal, dass der SPÖ-Mann als Landeshauptmann hier spricht. Kaiser ist für seine geschliffenen Reden bekannt. Aber diesmal ist es gar nicht so wichtig, was er sagt. Oder wie. Sondern das, was danach passiert. Nachdem sich die Abgeordneten aller Fraktionen erhoben haben, um zu applaudieren, schreitet Erwin Angerer ans Rednerpult.
Als FPÖ-Chef ansonsten oft die lauteste Stimme der Opposition in Kärnten, wendet er sich persönlich an Kaiser. Freunde seien sie zwar nie geworden, sagt Angerer, "dafür kennen wir uns noch zu wenig". Aber: "Du hast mir immer das Gefühl gegeben, dass das mit dir möglich wäre."