Demnach hatten Mitarbeiter von Hegseth nach einem Briefing Anfang März zu Kollegen gesagt, ihnen gefalle das Aussehen des Ministers auf den veröffentlichten Fotos nicht. Seine Berater hätten daraufhin beschlossen, Fotografen von den zwei folgenden Terminen, unter anderem am vergangenen Dienstag, auszuschließen. Die Fotos waren zuvor in zahlreichen internationalen Medien erschienen.
Strenge Regeln für Akkreditierung
Die Pressesprecherin des Pentagon, Kingsley Wilson, sagte, man werde abseits des festen Pools von Journalisten nur einen Vertreter pro Nachrichtenagentur zulassen. Das bedeutet, dass Reporter und Fotografen nicht gemeinsam teilnehmen können. Laut »Washington Post« hatten nur noch Fotografen Zutritt, die beim Ministerium angestellt sind.
»Fotos von den Pressekonferenzen werden sofort online veröffentlicht, damit die Öffentlichkeit und die Presse sie nutzen können«, teilte Wilson weiter mit. »Wenn dies das Geschäftsmodell bestimmter Nachrichtenagenturen beeinträchtigt, sollten sie in Betracht ziehen, eine Presseakkreditierung für das Pentagon zu beantragen.«
Für eine solche Akkreditierung gibt es beim US-Verteidigungsministerium strenge Vorgaben. Sie sehen etwa vor, dass Reporterinnen und Reporter keine Informationen ohne Genehmigung des Ministeriums veröffentlichen dürfen.
Vertreter nahezu aller großen US-Medienhäuser hatten sich im Herbst geweigert, den Regelkatalog zu unterschreiben. Daraufhin hatte das Pentagon ein neues Pressecorps vorgestellt, unter anderem mit mehr als 60 Personen aus sogenannten Neuen Medien. An dem Briefing Anfang März, bei dem die umstrittenen Fotos entstanden, durften wegen einer Ausnahmeregelung auch andere Journalisten teilnehmen.
Hegseth, früher selbst Moderator beim Sender Fox News, hat sich in seiner Amtszeit wiederholt mit der Presse angelegt. So beschimpfte er Journalisten bei einem Kinder-Osterfest am Weißen Haus als »Schwindler«. Ein Video sehen Sie hier.

vor 2 Stunden
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