Paralympics 2026: Kathrin Marchand verpasst Bronze wegen Schwächeanfall

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Für Langläuferin Kathrin Marchand ist bei den Paralympischen Winterspielen der Traum von einer Medaille auf bittere Art und Weise geplatzt. Die frühere Ruderin lag im Rennen der stehenden Klasse über die zehn Kilometer Mitteldistanz lange Zeit auf Kurs Bronze, hatte nach fünf Kilometern bereits 23,3 Sekunden Vorsprung auf die Viertplatzierte. Doch dann erlitt sie nach ersten Informationen einen Schwächeanfall, musste sich an den Streckenrand setzen und gab das Rennen schließlich auf.

Schwindel zwingt zur Aufgabe

Auf den TV-Bildern war zu sehen, wie die deutsche Athletin – gestützt von jeweils einem italienischen und einem deutschen Betreuer – sichtlich wankend von der Loipe weggebracht wurde. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) gab kurze Zeit später leichte Entwarnung. »Es ist nichts Ernstes, der Mannschaftsarzt ist bei ihr«, sagte Sprecher Benjamin Schieler der ARD: »Sie hatte einen Schwächeanfall, hatte leichten Schwindel und musste sich hinsetzen.«

Marchand hatte vor fünf Jahren einen Schlaganfall erlitten, erst im Vorwinter stand sie erstmals auf Langlaufskiern. Mit einigen Podestplätzen im Weltcup qualifizierte sie sich im Eiltempo für die Spiele, wo sie bei ihrer Premiere im Sprint am Dienstag als Vierte um 1,9 Sekunden die Bronzemedaille verpasst hatte.

Die 35-Jährige war als Ruderin bereits zweimal bei Olympischen Spielen und einmal bei den Sommer-Paralympics am Start gewesen. Mit ihrer Teilnahme in Norditalien schrieb sie nun Geschichte und startete als erste Athletin auch noch bei Paralympischen Winterspielen. »Es ist schon schön, wenn man die erste Person ist, die das geschafft und einen solchen Rekord hat«, hatte die Leverkusenerin dem SID vor den Spielen gesagt. Bei den Sommer-Paralympics 2024 hatten bei ihrem vierten Platz im Mixed-Vierer im Rudern lediglich sechs Hundertstel zu Edelmetall gefehlt.

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