Oxfam-Bericht vor Davos 2026: Die Reichen der Welt werden immer reicher

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Es gibt immer mehr Milliardäre auf der Welt – und ihr Vermögen wächst und wächst. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam zum Start des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos veröffentlicht hat.

Demnach besaßen die rund 3000 Milliardärinnen und Milliardäre weltweit im vergangenen Jahr ein Vermögen von 18,3 Billionen US-Dollar (umgerechnet etwa 15,75 Billionen Euro) – so viel wie nie zuvor. Seit März 2020 wurden sie inflationsbereinigt um mehr als 80 Prozent reicher. Gleichzeitig lebe fast die Hälfte der Menschheit in Armut, so Oxfam.

Im vergangenen Jahr sei das Vermögen der Milliardäre um 2,5 Billionen Dollar oder rund 16 Prozent gewachsen – und damit dreimal schneller als im Durchschnitt der Vorjahre, erklärt Oxfam. Die zwölf Reichsten hätten nun mehr Geld als die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung, das sind mehr als vier Milliarden Menschen.

Der reichste Mann der Welt, Elon Musk, verdient nach Rechnung von Oxfam in vier Sekunden so viel wie ein Durchschnittsmensch in einem Jahr. Er müsste pro Sekunde mehr als 4500 Dollar verschenken, damit sein Vermögen schrumpfte.

»Wir befinden uns in der Ära der Milliardärinnen und Milliardäre – und das ist keine gute Nachricht für die Welt«, sagte Charlotte Becker, die Vorständin von Oxfam Deutschland. Der Reichtum an der Spitze konzentriere sich in nie dagewesenem Tempo.

In Deutschland leben laut Oxfam 172 Milliardäre

Laut Oxfam ist auch in Deutschland die Zahl der Milliardärinnen und Milliardäre im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, und zwar um ein Drittel auf nun 172. Damit habe Deutschland die viertmeisten Milliardäre weltweit. Ihr Gesamtvermögen habe inflationsbereinigt ebenfalls um rund 30 Prozent auf 840,2 Milliarden US-Dollar zugenommen.

Insgesamt, so rechnet Oxfam, verdiene ein deutscher Milliardär in weniger als anderthalb Stunden das durchschnittliche Jahreseinkommen in Deutschland. Die Entwicklungsorganisation warnt, die große Lücke zwischen Arm und Reich sei auch hier »ein idealer Nährboden für antidemokratische Kräfte«. Dem müsse die Bundesregierung mit höheren Steuern für die Reichsten entgegensteuern, forderte Oxfam. Zuletzt hatte die SPD eine höhere Steuer auf Erbschaften in Millionenhöhe vorgeschlagen, die Union lehnt das aber ab (mehr zu dem SPD-Plan hier ).

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