Österreich: Früherer Verfassungsschützer wegen Spionage für Russland verurteilt

vor 3 Stunden 1

BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen

Ein österreichischer Ex-Geheimdienstmitarbeiter muss wegen Spionage für Russland in Haft. Sein Auftraggeber soll auch der flüchtige Wirecard-Chef Marsalek gewesen sein.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, 20. Mai 2026, 22:37 Uhr

 Das Wiener Landesgericht sah es als erwiesen an, dass Egisto Ott jahrelang geheime Informationen an Russland verraten hat.
Das Wiener Landesgericht sah es als erwiesen an, dass Egisto Ott jahrelang geheime Informationen an Russland verraten hat. © picture alliance/​dpa/​APA | Helmut Fohringer

Ein ehemaliger österreichischer Verfassungsschützer ist wegen Spionage für Russland zu vier Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Die Geschworenen am Landesgericht Wien sahen es als erwiesen an, dass der 63-jährige Egisto Ott zwischen 2015 und 2022 geheime Informationen weitergeleitet hat. Er soll insbesondere im Auftrag des geflüchteten ehemaligen Wirecard-Managers Jan Marsalek tätig gewesen sein. Ott wurde unter anderem auch wegen Amtsmissbrauchs und Bestechlichkeit schuldig gesprochen.

Ott hat die Vorwürfe vor Gericht bestritten. Er habe nicht für Russland gearbeitet, sondern in Zusammenarbeit mit einem westlichen Dienst eine geheime Operation durchgeführt, sagte er. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.

Gesamten Artikel lesen