Óscar Arias: USA entziehen Friedensnobelpreisträger das Visum

vor 2 Tage 1

Die US-Regierung hat dem Friedensnobelpreisträger Óscar Arias das Visum entzogen. Das teilte der 1987 ausgezeichnete ehemalige Präsident Costa Ricas selbst mit. Man habe ihm die Entscheidung knapp und ohne Angabe von Gründen per E-Mail mitgeteilt, so der 84-Jährige. »Man könnte Vermutungen anstellen.«

Arias spielt damit auf einen mutmaßlichen politischen Vergeltungsakt an, er hatte US-Präsident Donald Trump im Februar mit einem »römischen Kaiser« verglichen und bezog sich damit auf dessen Praxis, kleine Länder in Lateinamerika unter Druck zu setzen. »Es war noch nie einfach für ein kleines Land, mit der US-Regierung nicht einverstanden zu sein, und noch weniger, wenn der Präsident sich wie ein römischer Kaiser verhält und dem Rest der Welt sagt, was zu tun ist«, schrieb Arias damals.

Arias äußert neue Kritik an Trump

Die Entscheidung, ihm das Visum zu entziehen, habe ihn überrascht, sagte Arias nun. Er wisse nicht, ob es sich tatsächlich um eine Vergeltungsaktion handele.

Seine Kritik bekräftigte er jedoch. Die USA unter Trump wiesen Merkmale einer Autokratie auf, sagte Arias. Wenn ihn jemand mit dem Schritt zum Schweigen bringen wolle, werde das nicht gelingen.

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