Olympia-News im Live-Ticker: Skispringer Philipp Raimund gewinnt überraschend Gold von der Normalschanze

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Sven Scharf

Das sind die Highlights an Tag vier der Winterspiele

Einen kompletten Medaillensatz haben gestern die deutschen Athletinnen und Athleten geholt. Gold, Silber und Bronze sind bereits auf der Habenseite. Heute dürfte es mit weiteren Medaillen schwer werden. Das sind die Entscheidungen des Tages.

Im Slopestyle-Wettbewerb der Ski-Freestylerinnen hat Mathilde Gremaud (Schweiz) ihren Titel von Peking verteidigt. Silber ging an Eileen Gu (China) vor Megan Oldham (Kanada).

In der alpinen Team-Kombination der Männer siegten Franjo von Allmen/Tanguy Nef (Schweiz) vor den zeitgleichen Teams Marco Odermatt/Loic Meillard (Schweiz) und Vincent Kriechmayr/Manuel Feller (Österreich).

Im Eisschnelllauf über 1000 Meter gab es einen Doppelsieg für Oranje. Jutta Leerdam gewann vor Femke Kok, dritte wurde die Japanerin Miho Takagi.

  • 19.00 Uhr: Skispringen, Normalschanze (Männer)
  • 19.30 Uhr: Snowboard, Big-Air (Frauen) 

Cedric Voigt

Jetzt gilt es. Philipp Raimund sitzt oben. Der Vorsprung war nicht riesig, die Vorgabe von Tomasiak aber schon. Es muss ein Topsprung werden, und eine Toplandung.

Sven Scharf

Genau, er landet auf Platz vier.

Sven Scharf

Oh, das wird wohl eher nichts mit einer Medaille für ihn. 

Sven Scharf

Hält Valentin Foubert aus Frankreich dem Druck stand?

Cedric Voigt

Wahnsinnig gute Noten für Tomasiak, der nach 107 Meter landet. Kristoffer Erik Sundal aus Norwegen schafft es nicht, 105 Meter, verwackelte Landung! Er ist raus aus den Medaillenrängen, Tomasiak hat Bronze sicher! Nur noch Foubert und Raimund oben.

Sven Scharf

Kacper Tomasiak aus Polen springt auch weit. Was für eine Schlussphase hier! Er ist nun Erster und damit sicher Vierter!

Cedric Voigt

Nikaidō greift hier in jedem Fall eine Medaille an. Vielleicht sogar Gold? Aber auch Gregor Deschwanden kann bei eingeschlafenem Wind dagegenhalten, 107 Meter für den Schweizer! Damit sind beide punktgleich vorn!

Sven Scharf

Der dritte und letzte Japaner, Ren Nikaidō, springt 106,5 Meter. Das ist ein Sprung, der ihn noch auf eine Medaille katapultieren kann. Es folgen noch fünf Springer.

Cedric Voigt

Auch Ryōyū Kobayashi zaubert einen sauberen Satz in den Schnee, 104 Meter. Der Japaner ist zufrieden, aber es ist alles so eng: Nur Dritter!

Sven Scharf

Toller Sprung auf 105 Meter für den Favoriten, der Slowene übernimmt die Führung! Geht da noch was Richtung Medaille?

Sven Scharf

Und nun kommt Domen Prevc, der sich für heute sicher eine Medaille vorgenommen hatte.  

Cedric Voigt

Marius Lindvik ist einiges zuzutrauen. Aber auch er verwackelt die Landung nach 104,5 Metern, und deswegen reicht es nur zu Platz vier. Diese Haltungsnoten sind auf der Normalschanze so wichtig.

Sven Scharf

Nakamura landet nicht optimal, er wird nur Sechster. Jetzt kommen noch neun.

Sven Scharf

Wir kommen zu den besten Zehn. Naoki Nakamura muss nun sehr weit springen, wenn er noch in die Medaillenvergabe eingreifen will. 

Cedric Voigt

Auch Daniel Tschofenig beißt sich die Zähne aus an Embachers Marke. 101,5 Meter, grundsolide, aber nur Platz sechs für den Österreicher.

Sven Scharf

Johann André Forfang aus Norwegen springt ordentlich. Es reicht vorerst für Platz zwei. 

Cedric Voigt

Jan Hörl war nach dem ersten Durchgang punktgleich mit Hoffmann. Das dürfte diesmal anders aussehen: Der Österreicher kommt auf 104 Meter. Reicht das, um Landsmann Embacher zu verdrängen? Nein. Hörl ist vorerst Dritter.

Sven Scharf

Der zweitbeste Deutsche des ersten Durchgangs, Felix Hoffmann, springt 102,5 Meter und reiht sich auf Position zwei ein. 

Cedric Voigt

Italiens Aushängeschild Giovanni Bresadola macht es ordentlich, kommt 102 Meter weit. Ganz wird er seinen Platz nicht halten können, aber Italien ist auch keine Skisprungnation. Für den Moment ist Bresadola Fünfter.

Sven Scharf

Timi Zajc aus Slowenien könnte sich seinen Platz im Mixed morgen mit 101,5 Metern soeben gesichert haben. Er ist aktuell Sechster. 

Cedric Voigt

Pius Paschke landet nach 101,5 Metern, das ärgert ihn. Nur Siebter, er könnte hier aus den Top 20 fallen.

Sven Scharf

Ein ordentlicher Sprung von Wellinger, er ist vorerst Dritter. 

Sven Scharf

Und nun kommt Andreas Wellinger als 18. des ersten Durchgangs zu seinem zweiten Sprung an den Bakken. 

Cedric Voigt

Stephan Embacher springt enorm weit, 105,5 Meter. Der Österreicher könnte sich nun ein paar Plätze nach vorn schieben.

Sven Scharf

Wir kommen zu den letzten 20 Springern. So ganz langsam wird es spannend. Sandro Hauswirth reiht sich auf Platz neun ein, er verliert also ordentlich.

Cedric Voigt

Der Finne Vilho Palosaari löst Trunz ab, springt 103 Meter weit. Ein starker Wettkampf des Nonames, aber noch bewegen wir uns innerhalb derjenigen Springer, die mit dem Ausgang dieses Wettbewerbs nichts zu tun haben werden.

Cedric Voigt

Der Schweizer Felix Trunz übernimmt vorerst die Spitze. Der 19-Jährige war Altmeister Simon Ammann vorgezogen worden – und rechtfertigt das mit Leistung.

Cedric Voigt

Was ist mit Anže Lanišek los? Der slowenische Mitfavorit hatte schon im ersten Durchgang enttäuscht, nun landet er nach 97,5 Metern. Das ist schon ein kratertiefes Formloch, zumindest von der Normalschanze.

Cedric Voigt

Der zweite Durchgang startet

Die Platzierungen der übrigen Deutschen vor dem zweiten Durchgang: Andreas Wellinger ist 18., Pius Paschke 17., Felix Hoffmann 13. – und nun geht es weiter, mit dem US-Amerikaner Tate Frantz, der nach 101,5 Metern landet.

Sven Scharf

Wir kommen zum Curling, genauer gesagt zum Mixed-Double. Dort steht die Partie um Gold nun fest. Die USA mit Corey Thiesse und Korey Dropkin haben sich soeben 9:8 gegen Italien durchgesetzt und treffen im Spiel um Gold nun morgen auf die Geschwister aus Schweden, Isabella und Rasmus Wrana. Die beiden haben heute souverän 9:3 gegen Großbritannien gewonnen. 

In Predazzo reiben sich tatsächlich viele Zuschauer die Augen. Domen Prevc liegt nur auf dem achten Platz, direkt hinter dem Führenden Philipp Raimund liegt mit Valentin Foubert ein unbeschriebenes Blatt in Lauerstellung. Woran liegt das denn? 

Das sind die Eigenarten kleiner Schanzen im Allgemeinen und dieser Schanze hier im Speziellen. Die Skispringer sind es im Weltcup überwiegend gewohnt, von den großen Schanzen zu springen. Es ist weniger Fluggefühl nötig, dafür ist der Absprung viel wichtiger. Zudem herrscht hier Rückenwind, nicht allzu stark, aber auch das ist ein Faktor. Und noch ein Satz zu Foubert: Der Franzose gilt als Riesentalent, er will in vier Jahren bei den Spielen in seiner Heimat glänzen. An guten Tagen mit den richtigen Bedingungen reicht es aber auch schon in der Gegenwart für weit vorne. Aber kann er dies im zweiten Durchgang bestätigen? Da habe ich Zweifel. Anders als bei Raimund.

Sven Scharf

Vor einer Woche hat wohl dennoch kaum jemand damit gerechnet, dass Raimund hier die große Chance auf eine Medaille, vielleicht sogar auf die goldene – haben wird. 

Cedric Voigt

Zur Erinnerung: Schon gestern lag Raimund in zwei von drei Probedurchgängen vorne. Es handelt sich also keinesfalls um einen Ausrutscher – die starke, rückenwindresistente Abspringer Raimund kommt vielmehr konstant gut mit dieser Anlage in Predazzo zurecht.

Cedric Voigt

Raimund führt nach dem ersten Durchgang!

Ryoyu Kobayashi hat an seiner Form getüftelt, aber sie nicht vollends gefunden. 100,5 Meter, Siebter, das ist okay für den erfolgsverwöhnten Japaner. Nun kommt nur noch Domen Prevc – und der Weltcupführende landet früh! 100 Meter, Achter. Philipp Raimund liegt zur Halbzeit auf Goldkurs! Dahinter folgen überraschend Valentin Foubert und Kristoffer Erik Sundal, es haben aber locker noch ein Dutzend Springer Medaillenchancen.

Cedric Voigt

Ren Nikaido zeigt die Faust! Der Japaner ist glücklich mit einem blitzsauberen Sprung auf 101 Meter. »Nur« Sechster für den Moment, aber so gering, wie die Abstände sind, ist da alles drin.

Cedric Voigt

Anže Lanišek aus Slowenien wollte ebenfalls eine Medaille, doch sein Sprung misslingt völlig. 97,5 Meter, 25. Platz, er rettet sich gerade so in den zweiten Durchgang.

Cedric Voigt

Jan Hörl landet bei 101,5 Meter, am Ende ist er punktgleich mit Hoffmann. Und nun Philipp Raimund oben. Ein langes »Ziiieh!«, ein ordentlicher Sprung, vor allem: Eine gute Landung. 102 Meter, Haltungsnoten top. Das reicht für die Führung! Einen Punkt vor dem Franzosen, der die Favoriten so lange hatte auf Distanz halten können.

Cedric Voigt

Hoffmann segelt auf 100 Meter, auch er verwackelt die Landung. Achter für den Moment. Ganz glücklich wird er nach seinem starken ersten Trainingstag damit nicht sein.

Cedric Voigt

Auch Stephan Embacher kann Foubert nicht attackieren – nicht nur landet er zu früh, er verwackelt auch die Landung. Zwölfter. Und nun der nächste Deutsche: Felix Hoffmann sitzt oben.

Cedric Voigt

Österreichs Stefan Kraft ist einer der größten Namen im Feld, aber heute eher kein Medaillenkandidat. Bei nun stärkerem Rückenwind springt Kraft nur 98 Meter weit. Platz 16, das ist eine Enttäuschung.

Cedric Voigt

Der 19 Jahre alte Pole Kacper Tomasiak ist neuer Zweiter hinter Foubert. Das ist der Mann, den Marcus vorhin als Geheimfavoriten identifiziert hatte.

Cedric Voigt

Nun wird die grüne Führungslinie quasi minütlich attackiert. Valentin Foubert (Frankreich) schafft es an Deschwanden vorbei, Naoki Nakamura (Japan), Johann Andre Forfang und Marius Lindvik (Norwegen) reihen sich dahinter ein. Lindvik hätte man durchaus noch mehr zugetraut, ihm liegt diese Schanze eigentlich.

Cedric Voigt

Das Zielspringen hat ein Ende: Gregor Deschwanden landet bei 106 Metern! Mit Abstand die beste Weite für den Schweizer, der dazu auch gute Noten bekommt. Die Jury reagiert, ehe gleich Pius Paschke in die Spur geht: Eine Luke nach unten, also kürzerer Anlauf und Kompensationspunkte. Paschke hat auf den ersten Blick ein paar Schwierigkeiten, landet bei 101 Metern – aber aufgrund der Bonuspunkte ist er trotzdem Dritter.

Cedric Voigt

Es geht wahnsinnig eng zu beim Skispringen von der Normalschanze. Bresadola führt mit 126,8 Punkten, ein Meter entspricht zwei Punkten – und der Zehntplatzierte, Song Qiwu, ist nur 3,9 Punkte zurück. Heißt: Die Top Ten bewegen sich umgerechnet innerhalb von zwei Weitenmetern.

Und auch Rodlerin Julia Taubitz ist natürlich zufrieden, sie führt ja. Ein »super geiler« zweiter Lauf sei ihr geglückt. 
Jetzt gebe es »Pizza oder Pasta, um die Speicher aufzufüllen«. Und morgen will sie dann nach Gold greifen. 

Cedric Voigt

Wellinger ist dran! Im Training konnte der Olympiasieger von Pyeongchang überzeugen, diesmal schließt er sich ein wenig dem Zielspringen der letzten Starter an, die mehrheitlich knapp über 100 Meter gekommen waren. 102,5 Meter, Platz zwei hinter Bresadola. Kein Durchbruch, aber angesichts der schwierigen Saison bislang in Ordnung.

Nochmal zum Rennrodeln: Merle Fräbel verlor ihre Führung aus dem ersten Lauf im zweiten an Teamkollegin Julia Taubitz. »Ich hatte einige Rutschphasen«, ärgert sie sich.
Aber: »Es ist für morgen alles drin, wir sind eng zusammen und nach hinten ist Platz.« Sie sieht sich gerüstet fürs innerdeutsche Duell. 

Cedric Voigt

Mit Kevin Bickner aus den USA ist nun auch der 22. Starter im Tal. Heißt: Andreas Wellinger wird in wenigen Minuten den Auftakt für das deutsche Team machen.

Sven Scharf

Deutschland hat sich in der Overtime dann doch noch den Sieg geholt. Katarina Jobst-Smith traf zum Sieg. Das DEB-Team liegt damit aktuell auf Platz drei in der Gruppe B, genau die Position, die für das Erreichen des Viertelfinales reichen würde. 

Cedric Voigt

Die Führung wechselt: Der Slowake Hektor Kapustík, Startnummer 15, kommt 102 Meter weit. Lange darf er sich aber nicht Spitzenreiter nennen, denn direkt danach freut sich der Italiener Giovanni Bresadola: 102,5 Meter, noch einmal weiter vorne. 

Cedric Voigt

Möglich auch, dass Palosaari einfach ungewöhnlich gut mit der Schanze zurechtkommt: Die übrigen Außenseiter zeigen mehrheitlich auch Außenseiter-Weiten. Den Rumänen Mihnea Spulber, Startnummer acht, zieht es etwa schon nach 87,5 Metern zu Boden. Dann aber wieder ein Ausreißer nach oben: Song Qiwu aus China schafft 101 Meter, ist aufgrund der Punkte aus Haltungsnoten und Windbonifikation allerdings erst einmal »nur« Dritter.

Cedric Voigt

Erstes kleines Bauchgefühl von der Skisprung-Konkurrenz: Hier könnte irgendwann der Anlauf verkürzt werden. Mit den frühen Startnummern kommen normalerweise die leistungsschwächeren Springer, aber schon der Finne Vilho Palosaari, der als Zweiter von der Schanze geht, landet bei bemerkenswerten 100,5 Metern.

Cedric Voigt

Führungswechsel beim Rodeln! Im zweiten Durchgang ist Julia Taubitz eine Winzigkeit schneller als Merle Fräbel, die nicht ganz an ihre erste Fahrt herankommt, und legt nun 0,061 Sekunden zwischen sich und die zweite deutsche Gold-Kandidatin. Das wird morgen ganz eng im Kampf um den Olympiasieg. Der dritte Lauf startet dann um 17 Uhr, der zweite um 18.34 Uhr. 

Cedric Voigt

Neues vom Eishockey: Frankreich hat mittlerweile ausgeglichen, im letzten Drittel sind aber noch mehr als sechs Minuten auf der Uhr.

Cedric Voigt

Die Startnummern der deutschen Skispringer: 27 (Andreas Wellinger), 32 (Pius Paschke), 43 (Felix Hoffmann) und 45 (Philipp Raimund). Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm (der sich hoffentlich innerhalb des Windkorridors bewegt) bleibt den DSV-Adlern also noch.

Probedurchgänge im Skispringen sollte man nicht überbewerten, aber wir können das Ergebnis trotzdem auf uns wirken lassen. Es ist Usus, dass die Springer eine Stunde vor dem Start des eigentlichen Wettkampfs noch mal vom Bakken gehen und aus deutscher Sicht bleibt Philipp Raimund der große Hoffnungsträger. Er springt 104 Meter weit und belegt den zweiten Platz. Der Norweger Marius Lindvik kommt auf die gleiche Weite und liegt nach Punkten knapp vor Raimund. Vierschanzentourneesieger Domen Prevc landet bei 101,5 Metern und belegt den elften Platz. Um 19 Uhr startet der erste Durchgang in Predazzo.

Florian Haupt

Reporter in Mailand

Florian Haupt

Es wurde dann schnell still in der Halle, alle mussten das Geschehen wohl erst auf sich wirken lassen. Jutta Leerdam ist langsam ihre Ehrenrunde gelaufen, hat sich immer mal wieder an der Bande abgestützt und nach bekannten Gesichtern Ausschau gehalten. Erster Gratulant auf dem Eis ist der Trainer, er reckt ihren Arm in die Höhe und fordert die Zuschauer zu Applaus auf. Eine große Ovation kommt dann, als Kok und Leerdam sich umarmen. 

Cedric Voigt

Für Anna Ostlender reicht es im Feld der 32 Starterinnen zum 21. Platz.

Es fließen Tränen bei der Olympiasiegerin! 

Und Jutta Leerdam gewinnt Gold!

Bronze hat Kok also sicher. Jetzt kommen die letzten beiden Läuferinnen, Miho Takagi und Koks Landsfrau und Superstar Jutta Leerdam.

Cedric Voigt

Vorübergehend auf dem Bronze-Rang kommt Kanadas Béatrice Lamarche ein, die sich gegen Japans Rio Yamada durchsetzt. Aber damit es wirklich zu einer Medaille reicht, müsste bei den noch folgenden Mitfavoritinnen schon etwas schiefgehen.

Florian Haupt

Reporter in Mailand

Florian Haupt

Eine Eisschnelllaufstrecke ist bekanntlich ein Oval. Und wo immer eine (niederländische) Löuferin gerade vorbeiläuft, brandet der Jubel auf. Die Kurven und Geraden kommunizieren quasi miteinander. Das macht die Akustik so faszinierend. 

Florian Haupt

Reporter in Mailand

Florian Haupt

Femke Kok ist auch ein niederländischer Eisschnelllaufstar. Und Topfavoritin über 500 Meter. 1000 Meter kann sie aber auch – und setzt sich mit neuem olympischen Rekord an die Spitze. Der Klangteppich dazu: Fantastisch. 

Cedric Voigt

Sehr unterschiedliche Angänge im nächsten Paar: Lee Na-hyun aus Südkorea geht es schnell an, die Britin Ellia Smeding kommt erst gegen Ende richtig auf. Für Lee geht es auf Platz drei, ihre Kontrahentin sortiert sich als Fünfte ein.

Sven Scharf

Wir kommen zu den letzten zehn Läuferinnen. Die Amerikanerin Erin Jackson setzt sich mit 1:15:00 an die Spitze, Min-sun Kim aus Korea landet vorerst auf Platz zehn.

Sven Scharf

Deutschland führt beim Eishockey übrigens auch nach dem zweiten Drittel weiterhin 1:0 gegen Frankreich. Ein Sieg wäre immens wichtig für das DEB-Team, um die Chancen auf ein Weiterkommen hochzuhalten.

Florian Haupt

Reporter in Mailand

Florian Haupt

Leider, lieber Cedric, führt allerdings weder Madame Laliberté-Roy noch die Deutsche Anna Ostlender. Die klare Bestzeit kommt zur Freude der niederländischen Fans bisher von Suzanne Schulting, einer der besten Läuferinnen der Welt – im Shorttrack. Dort wurde sie 2018 Olympiasiegerin und ist in den folgenden Tagen natürlich auch wieder am Start.

Sven Scharf

Die deutsche Starterin Anna Ostlender läuft die vorerst viertschnellste Zeit. Damit hat sie zumindest schon mal acht Läuferinnen hinter sich gelassen. 

Cedric Voigt

Auch, wenn die Favoritinnen noch nicht laufen: Ich möchte die kanadische Starterin Rose Laliberté-Roy für einen absolut herausragenden Namen loben.

Cedric Voigt

Den Bronzerang hat vorerst Italiens Verena Hofer inne, 0,271 Sekunden hinter der Spitze.

Cedric Voigt

Anna Berreiter kann mit ihren deutschen Teamkolleginnen erst einmal nicht mithalten und ist zwischenzeitlich Sechste. Gerade unten in der Bahn verliert sie einiges an Zeit, aber Bronze ist noch nicht ewig weit entfernt.

Cedric Voigt

Noch einmal ein kurzer Schwenk zum Eishockey: Hier ist Deutschland gegen Frankreich in Führung gegangen, Laura Kluge traf zum 1:0.

Cedric Voigt

Mit Hannah Prock enttäuscht auch die nächste Hoffnung der mitfavorisierten Österreicherinnen. Merle Fräbel ist nun als zweite Deutsche in der Spur – und legt noch einen drauf! 0,048 Sekunden vor Taubitz. Das geht hier wirklich super los.

Cedric Voigt

Julia Taubitz stürzt sich erstmals den Eiskanal hinab. Am Ende steht eine Zeit von 52.638 Sekunden. Wie viel das wert ist, muss sich zeigen – Österreichs Lisa Schulte verliert jedenfalls schon einmal drei Zehntel im ersten von vier Läufen.

Cedric Voigt

Beim Eishockey dominiert das deutsche Team die Anfangsphase gegen Frankreich. Ein Treffer will bislang noch nicht gelingen, nach Abschlussversuchen aber steht es schon sieben zu eins. Das kann eigentlich nur eine Frage der Zeit sein.

Überwindet Taubitz ihr Olympia-Trauma? 

Max Langenhan hat gestern vorgelegt und das erste Gold für die erfolgsverwöhnten deutschen Rodler eingefahren. Das nimmt jedoch kaum Druck von den Rodlerinnen – seit 1998 kam die Olympiasiegerin im Einsitzer stets aus Deutschland. Die Rodlerinnen starten am Montag um 17 Uhr in den ersten von vier Läufen, die Entscheidung fällt morgen.
In diesem Jahr gilt Julia Taubitz als Mitfavoritin. Die Weltmeisterin liegt im Gesamtweltcup auf Rang zwei und möchte ihr Trauma von 2022 hinter sich lassen. Damals stürzte sie als Favoritin im zweiten Lauf und vergab damit alle Siegchancen. Das Aus damals traf Taubitz hart, mittlerweile habe sie es aber mit einem Mentaltrainer aufgearbeitet, sagt sie. 

Auch Peking-Silbermedaillengewinnerin Anna Berreiter überzeugte im Training aus deutscher Sicht, während Shootingstar Merle Fräbel mit Problemen zu kämpfen hatte und ihre starke Form offenbar nicht nach Cortina retten konnte.
Ein deutscher Sieg ist dennoch kein Selbstläufer – die internationale Konkurrenz hat aufgeholt. Vor allem die Österreicherin Lisa Schulte, derzeit Führende im Gesamtweltcup, gilt als größte Konkurrentin von Taubitz. 

Cedric Voigt

Bei der Slopestyle-Siegerehrung nahm die Schweizerin Mathilde Gremaud soeben ihre Goldmedaille in Empfang. Für die Eidgenossen laufen die Spiele bislang herausragend gut: Schon dreimal gab es Gold, im Medaillenspiegel ist derzeit nur Norwegen voraus.

Der Dominator auf der Normalschanze

Um 19 Uhr beginnt in Predazzo der zweite Wettkampf im Skispringen. Viele Wochen sah es so aus, als könne die deutsche Mannschaft im Einzel nicht um die Medaillen mitspringen, doch das hat sich geändert. Die schon zu Saisonbeginn so starken Philipp Raimund und Felix Hoffmann haben ihr Zwischentief überwunden und konnten im Training zumindest zeitweise überzeugen.

Vor allem Raimund könnte auf der kleinen Schanze gute Chancen haben. Er mag Rückenwind, der hier in Predazzo häufig vorkommt. Auf der Normalschanze hat zudem ein explosiver Absprung eine größere Bedeutung als das Fluggefühl, auch das spricht für Raimund. Beim Fluggefühl denkt man sofort an Domen Prevc, den Dominator dieser Saison aus Slowenien. Der Olympiasieg auf der Großschanze wird ihm nur schwer zu nehmen sein, aber heute kann die Konkurrenz hoffen. Zumal Prev auf drei Trainingssprünge verzichtet hat und später angereist ist.

Ein wenig pikant ist die gute Trainingsform von Marius Lindvik. Der Norweger gewann vor einem Jahr auf der Normalschanze Gold bei der Nordischen Ski-WM, kurz bevor der Anzugskandal publik wurde. Lindvik wies im Anschluss alle Schuld von sich, was nicht nur Andreas Wellinger sauer aufstieß. »Wenn man sich hinstellt und sagt: ›Wir haben davon nichts gewusst, wir haben es nicht mit Absicht gemacht‹, dann finde ich, wird das der Tragweite nicht gerecht«, sagte Wellinger in einem SPIEGEL-Interview unmittelbar vor Olympia. Nun könnte Lindvik wieder um Gold springen, bei Wellinger ist das trotz Formanstiegs eher unwahrscheinlich.

Außerdem habe ich noch einen Außenseiter-Tipp: Achten Sie mal auf den jungen Polen Kacper Tomasiak. Dem 19-Jährigen scheint die Schanze in Predazzo zu liegen. 

Cedric Voigt

So geht's weiter

Moin von meiner Seite! Zur Stunde gönnt sich das große olympische Drama eine kleine Pause, aktuell berieselt das Eishockey-Duell zwischen Italienerinnen und Japanerinnen den Newsroom. Aber auch Sven und ich haben noch einige Highlights zu verköstigen: Ab 16.40 Uhr spielen Deutschlands Eishockey-Frauen gegen Frankreich, um 17 Uhr beginnt der erste Lauf der Rodlerinnen um Gold-Hoffnung Julia Taubitz (Entscheidung morgen), und die größte Hoffnung auf eine deutsche Montags-Medaille wird beim Skispringen der Männer von der Normalschanze verhandelt (19 Uhr).

Sven Scharf

Kanadische Eiskunstläuferin bekommt Fristverlängerung für Uni-Arbeit  

Die kanadische Eiskunstläuferin Madeline Schizas kann sich nun voll auf ihren weiteren Wettkampf konzentrieren. Sie hatte eigenen Angaben wegen der Olympiateilnahme eine Abgabefrist an ihrer Universität verpasst, nun offenbar eine Fristverlängerung bekommen. »Wow! Was für ein besonderer Moment. Ja, unter diesen Umständen ist eine Fristverlängerung völlig in Ordnung«, schrieb ihr Professor in einer auf den sozialen Kanälen veröffentlichten Mail an Schizas.

Die 22-Jährige belegte im Teamwettbewerb am Sonntag mit Kanada den fünften Platz. »Konzentriere dich auf deinen Wettbewerb und reiche mir die Arbeit ein, wenn sie fertig ist«, schrieb der Professor und motivierte Schizas für die Winterspiele: »Viel Glück – das ganze Land drückt dir und deinen Teamkollegen die Daumen.«

Schizas wird in Mailand auch noch in der Einzelkonkurrenz der Frauen antreten. Das Kurzprogramm findet am 17. Februar statt, die Kür zwei Tage später. Bis dahin dürfte sie die Wochenreflexion eingereicht haben. 

Miriam Khan

An dieser Stelle ist der Olympia-Tag für Marco Fuchs und mich schon wieder vorbei. Wir übergeben wie gewohnt an Sven Scharf und Cedric Voigt, die Sie zusammen mit unseren Reporterinnen und Reportern vor Ort durch die restlichen Wettkämpfe begleiten.

Miriam Khan

Dieser Slalom war wirklich furios! Tanguy Nef fährt unwiderstehlich über die Piste und kommt am Ende mit fast einer Sekunde Vorsprung auf Platz zwei ins Ziel. Dort wartet bereits von Allmen auf ihn, die beiden feiern gemeinsam ihre Goldmedaille in der Team-Kombi.

Marco Fuchs

Bereits bei der ersten Zwischenzeit liegt er hinten. Vinatzer kommt nicht ins Rollen und verspielt alles. Nur der siebte Platz für die Lokalmatadoren!

Marco Fuchs

Alex Vinatzer geht mit 0,42 Sekunden Vorsprung auf die Piste, aber ich kann mir fast nicht vorstellen, dass er die gegen den überragenden Nef ins Ziel rettet. 

Marco Fuchs

Daniel Yule geht mit 0,25 Sekunden Vorsprung auf den überragenden Nef auf die Strecke. Greift er an? Mitnichten! Auch er hat bereits früh mehr als eine halbe Sekunde verloren. Selbst Bronze ist früh weg. Das war nichts – Platz zwölf. Jetzt die Entscheidung! Gewinnen Franzoni/Vinatzer Gold für Italien?

Marco Fuchs

Das zweite Schweizer Paar heißt Marco Odermatt/Loic Meillard. 0,14 Sekunden Vorsprung hatten sie nach der Abfahrt. Was machen die Topfavoriten? Meillard schwächelt und verliert und verliert. Im Ziel landet er zeitgleich mit den Österreichern auf Rang zwei. Von Allmen/Nef haben eine Medaille bereits sicher. Es stehen noch zwei Läufer oben. 

Marco Fuchs

Tanguy Nef ist der Slalompartner von Abfahrtsweltmeister Franjo von Allmen. »Geschmeidig unterwegs!«, lobt ARD-Experte Felix Neureuther. Mit Bestzeit setzt er sein Team zunächst einmal auf den ersten Rang. Knapp eine Sekunde Vorsprung bringt er ins Ziel. Es stehen zwar noch drei Teams oben, aber mit dieser Leistung hat er die restlichen Starter brutal unter Druck gesetzt. 

Marco Fuchs

Tommaso Sala startet zurückhaltend, kämpft aber verbissen. Auch wieder 0,13 Sekunden Rückstand! Ist das knapp. Die Top-vier-Teams liegen binnen 0,13 Sekunden – und Kriechmayr/Feller sind weiterhin in Führung. Nur noch vier Teams stehen oben. 

Marco Fuchs

Clement Noel (Frankreich) geht mit 0,34 Sekunden Vorsprung ins Rennen. Aber er verliert und kommt mit 0,13 Sekunden Rückstand nur als Dritter ins Ziel. Es stehen noch fünf Teams oben: Italien, dreimal Schweiz und wieder Italien

Marco Fuchs

Während Marco Schwarz nicht zurechtkommt, zeigt Michael Matt eine saubere Fahrt. Mit der bislang besten Slalomzeit bringt er sein Team in Führung. Was zeigt Manuel Feller als vierter und letzter Athlet des österreichischen Pakets? 0,03 Sekunden Vorsprung rettet er trotz zweier grober Fehler ins Ziel. Sechs Teams stehen noch oben. 

Marco Fuchs

Jetzt kommen die zehn besten Teams nach der Abfahrt, zunächst vier österreichische Duos. Fabio Grstein setzt sich zunächst an die Spitze. Dann kommen Marco Schwarz, Michael Matt und Manuel Feller, die Druck auf die Führenden aufbauen wollen. 

Das war oben sehr beherzt, aber das flache Gelände unten liegt Straßer nicht besonders. Da verlor er überraschend viel. Das wird nichts mit der Aufholjagd – und lässt auch nicht wirklich hoffen, was den Spezialslalom angeht.

Marco Fuchs

Linus Straßer riskiert alles – und verliert im unteren Abschnitt zu viel. Sechsbeste Laufzeit bislang, Rang zwei mit 0,08 Sekunden Rückstand auf Finnland

Marco Fuchs

Saccardi bricht auf halber Strecke der linke Stock ab, aber er rettet Platz drei. Jetzt kommt Linus Straßer und die Devise: Angriff. 

Marco Fuchs

Eduard Hallberg bringt Finnland an die Spitze. Aber auch da war noch viel Luft nach oben. Es folgt Tommaso Saccardi für Italien und dann kommt Linus Straßer

Marco Fuchs

Atle Lie McGrath bringt das norwegische Team in Führung. Seine Zeit war aber nicht dergestalt, dass sie einen großen Sprung im Klassement erwarten lässt. 

Marco Fuchs

15 Fahrer stehen noch oben. Linus Straßer muss noch vier Starter abwarten. Die bislang beste Slalomzeit hat Paco Rassat gezeigt. Dank ihm liegt Frankreich auf Rang eins – allerdings nicht mehr lange. 

Was gegen viele Ausfälle (und damit auch ein wenig gegen eine Straßer-Aufholjagd) spricht: Der Hang ist flach, und Brunner hat sehr einfach gesetzt. Große Problemstellen sehe ich nicht. 

Marco Fuchs

Der Norweger Timon Haugan setzt mit 52,18 Sekunden eine erste Marke. Die Teams jetzt liegen bereits »nur« 2,5 Sekunden hinter den Führenden. Das ist schon sehr viel, aber es kommen noch zahlreiche Starter, die »Alles oder nichts« geben werden. In solchen Situationen haben wir auch schon regelrechte Ausfall-Festivals gesehen.

Gesteckt hat den Slalomkurs übrigens Deutschlands Trainer Bernd Brunner. Das sollte für Straßer schonmal kein Nachteil sein.

Miriam Khan

Teil zwei der Team-Kombi gestartet

Nach der Abfahrt sind nun die Slalom-Spezialisten dran: Der Wettkampf ist gestartet. Los geht es mit dem Tschechen Marek Muller.

Miriam Khan

Oh, das lässt mich aufhorchen! Jonas hat nämlich gestern bereits den Olympiasieg in der Frauenabfahrt für Breezy Johnson korrekt vorausgesagt.

Aus deutscher Sicht hat Simon Jocher in der Abfahrt herausgeholt, was für ihn möglich ist, und das Team auf Platz elf geführt. Nun kommt Linus Straßer, von dem ich mir einiges erwarte. Er hat vor der Saison seinen Skihersteller gewechselt und lange Probleme mit dem neuen Materialgehabt. Aber jetzt kommt er in Form, in Kitzbühel wurde er Dritter, in Schladming schied er nach einer starken Fahrt kurz vor dem Ziel aus.

Klar, er muss aufholen. Aber das ist möglich, es gibt keinen Slalomfahrer, den er an einem guten Tag nicht besiegen kann. Ich prognostiziere: Straßer fährt das deutsche Team noch auf Rang drei vor.

Um 14 Uhr geht es bei den Alpinen in der Team-Kombination weiter. Dabei fährt erst ein Sportler die Abfahrt, dann einer den Slalom, am Ende werden die Zeiten addiert. Gleich beginnt der zweite Teil des Wettkampfs. Die Organisatoren in Bormio haben über Mittag fix einen Slalomkurs auf der Stelvio aufgebaut. Linus Straßer vom TSV 1860 München wird versuchen, für das deutsche Team noch einen Platz auf dem Siegertreppchen raus zu fahren. Würde mich interessieren, was unser Experte Jonas Kraus zu den Medaillen-Chancen des Duos Straßer/Simon Jocher sagt?

Marco Fuchs

Die Entscheidung um Gold fällt jetzt: Eileen Gu muss attackieren. Aber sie stürzt direkt am ersten Rail! Damit hat Mathilde Gremaud Platz eins sicher und sie lässt sich eine Triumphfahrt mit der Schweizer Flagge in der Hand nicht entgehen!

Marco Fuchs

Jetzt fällt die Entscheidung um die Medaillen: Kann die Britin Kirsty Muir noch einmal angreifen? Ein starker Lauf! Ist das Bronze? 76,46 Punkte von Megan Oldham sind zu schlagen. Nein, sie bleibt 0,41 Punkte hinter der Kanadierin!

Marco Fuchs

Megan Oldham steigert sich noch einmal auf 76,46 Punkte und sichert Platz drei mit einer noch höheren Wertung ab. Bronze kann ihr nach menschlichem Ermessen nur noch die Britin Kirsty Muir streitig machen. 

Marco Fuchs

Giulia Tanno lag nach zwei Läufen auf Rang fünf und kann unbeschwert angreifen. Aber die Schweizerin bleibt ein wenig zu harmlos in ihrer Darbietung und kann Oldham nicht gefährlich werden. 

Marco Fuchs

Liu Mengting lag bislang auf Rang vier, aber es reicht nicht für den Sprung auf den Bronzerang. Den hat weiterhin Megan Oldham inne. 

Marco Fuchs

Der dritte Lauf im Slopestyle ist gestartet. Mindestens einer Handvoll Athletinnen ist noch zuzutrauen, in den Kampf um die Medaillen einzugreifen. 

Marco Fuchs

Auch der zweite Lauf im Slopestyle ist beendet. Mathilde Gremaud (Schweiz, 86,96 Punkte) hat mit einer fantastischen Leistung die Führung übernommen und liegt vor Eileen Gu (China, 86,58 Punkte) und Megan Oldham (Kanada, 69,76 Punkte), die im zweiten Durchgang nach einer bis dahin beeindruckenden Performance stürzte. Aber wie erwähnt: Es zählt nur der beste der drei Durchgänge! Im abschließenden Durchgang kann sich das Klassement – theoretisch – noch ordentlich verändern.

Marco Fuchs

Jetzt die Topfavoritinnen: Eileen Gu setzt sich mit 86,58 Punkten an die Spitze. Was macht Mathilde Gremaud? Die Titelverteidigerin kontert mit einem Riesenlauf! Genügt das zur Führung? Nein! 83,60 Punkte für Gremaud. Das Publikum murrt etwas. Aber das war schon ein toller erster Lauf. Zwei kommen noch. 

Marco Fuchs

Die Britin Kirsty Muir beginnt sehr stark und baut kurz vor dem Ende ihres Laufes noch einen Patzer ein. Das führt zu einer schwachen Punktewertung, aber sie hat gezeigt, dass mit ihr zu rechnen sein wird, wenn sie das Paket in Gänze den Hang runterbringt. 

Miriam Khan

Svindal: »Gestern war ein harter Tag auf dem Berg«

Der schwere Sturz von Ski-Ikone Lindsey Vonn bewegt die Menschen weiter. »Lindsey. Du bist unglaublich mutig. Du inspirierst Menschen, die deiner Reise folgen, und uns, die jeden Tag eng mit dir zusammenarbeiten«, schrieb nun ihr Trainer und Ex-Profi Axel Lund Svindal auf Instagram. »Gestern war ein harter Tag auf dem Berg. Für alle, aber vor allem für dich.«

Noch im Abtransport habe Vonn darauf bestanden, dass man der späteren Olympiasiegerin und Teamkollegin Breezy Johnson Glückwünsche bestelle. »Das sagt, glaube ich, alles«, kommentierte Svindal dazu. »Ein echter Charakter taucht in den harten Momenten auf.«

Marco Fuchs

Einige der ersten Starterinnen haben bei der Ausführung bereits ordentlich gepatzt, was in dieser Disziplin allerdings nicht so viel ausmacht. Am Ende zählt nur der beste der drei Läufe. Derzeit führt die Kanadierin Megan Oldham mit 69,76 Punkten. 

Marco Fuchs

Drei Läufe bestreiten die zwölf Finalistinnen. Eine deutsche Athletin ist im Endkampf nicht dabei. Gu und Gremaud gehen wie dramaturgisch schön durchkomponiert als die beiden Letzten an den Start. 

Marco Fuchs

Erste Medaillenentscheidung des Tages im Freestyle-Slopestyle der Frauen

Eileen Gu oder Mathilde Gremaud? Das ist die große Frage beim Slopestyle der Ski-Freestylerinnen. Vor vier Jahren verhinderte Gremaud in dieser Disziplin die dritte Gu-Goldmedaille bei den Spielen in Peking und auch in der Qualifikation hier in Italien lag die Schweizerin vor der für China startenden Gu. 

Miriam Khan

Es sind die Spiele der weiten Wege – dennoch sind die Organisatoren in Italien bislang zufrieden mit der Zuschauerbilanz in den Wettkampfstätten. Wie Andrea Francisi, Chief Games Operations Officer der Stiftung Milano Cortina 2026 heute mitteilte, seien die Spiele ein »großer Erfolg« – besonders hinsichtlich der Ticketnachfrage: »In den ersten drei Wettkampftagen wurden 127.000 Tickets verkauft«, erklärte er auf einer Pressekonferenz. Insgesamt seien »in den meisten Fällen« die Stätten ausverkauft gewesen.

Langenhan kritisiert olympische TV-Übertragung 

Rodel-Olympiasieger Max Langenhan hat kritisiert, wie seine Sportart bei Olympia im TV-Bild gezeigt wird. Er bezeichnete die Übertragung als »richtig schlecht«. »Wenn mehrere Kurven nicht gezeigt werden, die für uns Schlüsselstellen sind, ist das schon doof«, sagte er in einer Pressekonferenz. Dadurch werde der Charakter der Bahn nicht transportiert. »Jedes Weltcup-Bild ist eigentlich besser«, so Langenhan weiter.

Für die TV-Bilder sind die »Olympic Broadcasting Services« (OBS) verantwortlich, ein Tochterunternehmen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Die OBS arbeitet bei diesen Spielen mit vielen Drohnen, die im Fernsehen und Stream oft deutlich zu hören sind. Die Drohnen liefern spektakuläre Bilder. Auch Langenhan lobt sie, die surrenden Geräusche störten ihn nicht. »Sie müssen aber näher ran«, sagte er. 

Miriam Khan

Wie geht es Lindsey Vonn nach ihrem schweren Sturz? Italienischen Medien zufolge wollen ihre behandelnden Ärzte um 12 Uhr ein Update zu ihrem Gesundheitszustand geben.

Miriam Khan

Ob es für das deutsche Duo zur Medaille reicht, erfahren wir ab 14 Uhr. Dann geht es in der Team-Kombi weiter.

Marco Fuchs

Italien führt in der Team-Kombination, Deutschland hat Bronze noch im Blick 

Aktuell liegt Deutschland 1,05 Sekunden hinter Platz drei. Eine schwere Aufgabe für Linus Straßer, aber auch nicht komplett unmöglich. Straßer müsste sich dafür an Spitzenfahrern wie Clement Noel und Manuel Feller vorbeischieben. Es ist auf jeden Fall spannender, als es viele vor diesem Wettbewerb erwartet hätten. Die Grundlage dafür hat Simon Jocher mit einer unerwartet guten Leistung gelegt. Zur Halbzeit liegt Team Deutschland auf Platz elf.

Bei der Abfahrt am Samstag hatte Jocher noch fast 2,5 Sekunden auf die Besten verloren, heute sind es nur 1,33 Sekunden auf den Führenden Giovanni Franzoni. In der Team-Kombination treten zwei Sportler pro Team an, einer in der Abfahrt, einer im Slalom. Die Zeiten werden am Ende addiert. 

Marco Fuchs

Der Österreicher Stefan Babinsky schiebt sich noch knapp vor die Deutschen, die damit auf Rang zehn zurückfallen. Sein Teamkollege Raphael Haaser kommt sogar noch vor ihm ins Ziel. Jocher ist damit jetzt Elfter. 

Marco Fuchs

Der Abfahrtsolympiasieger Franjo von Allmen gibt gnadenlos Druck, findet aber wie so viele vor ihm nicht die Ideallinie auf dieser schwierigen Strecke. Zur Hälfte liegt er gleichauf mit Franzoni, verliert im unteren Teil jedoch deutlich. 0,42 Sekunden liegt er hinter dem Italiener, nur Rang vier derzeit für den Schweizer. 

Marco Fuchs

Auch Dominik Paris (Italien) und Alexis Monney (Schweiz) fahren vorn rein. Bedeutet aber auch gleichzeitig: Für Linus Straßer und das deutsche Team werden es immer mehr Konkurrenten, die man auf dem Weg zu einer Überraschung überholen muss. 

Marco Fuchs

Nils Allegre hält die Franzosen im Medaillenrennen. Er gibt seinem Kollegen Clement Noel nur 0,91 Sekunden Rückstand auf die Italiener um Franzoni mit. 

Marco Fuchs

Vincent Kriechmayr verliert im unteren Teil ordentlich. 1,25 Sekunden sind es im Ziel. Das wird schwer für seinen österreichischen Slalomkollegen Manuel Fellner

Marco Fuchs

Es folgt ein weiterer Italiener: Der Abfahrtszweite Giovanni Franzoni geht auf die Strecke. Er nimmt Odermatt 0,28 Sekunden ab und setzt sich vorläufig an die Spitze. 

Miriam Khan

Schieders Anzug hat in der Tat gelitten: Am rechten, hinteren Oberschenkel ist ein großes Loch gerissen – und das so tief, dass sogar die Haut zu sehen ist. Er selbst sieht allerdings fit aus, kann die Strecke aufrecht auf Skiern verlassen.

Marco Fuchs

Sturz des Italieners Florian Schieder! Kurz nach dem Start kommt der 17. der Spezialabfahrt zu Fall. Er kann aber wieder aufstehen und sieht auf den ersten Blick unverletzt aus. Seinen Rennanzug hat es allerdings erwischt, da sind Risse zu erkennen.

Marco Fuchs

In der Spezialabfahrt hat Marco Odermatt überraschend eine Medaille verpasst. Hier in der Team-Kombination setzt er sich zunächst an die Spitze. Hemetsberger und Jocher nimmt er eine Sekunde ab. Was das wert ist, werden wir gleich erfahren, wenn die Medaillengewinner vom Samstag auf die Strecke gehen. 

Marco Fuchs

Daniel Hemetsberger schiebt sich knapp vor Jocher. 0,06 Sekunden sichern ihm Platz eins. Jetzt kommt Odermatt – und die Frage, mit wie viel Rückstand Linus Straßer später in den Slalom starten muss. 

Marco Fuchs

Jetzt kommen die Spitzenfahrer. Erst Hemetsberger. Odermatt, Franzoni, von Allmen folgen später

Marco Fuchs

Maxence Muzaton geht für das erste französische Team auf die Strecke und bleibt 1,18 Sekunden hinter der Zeit von Jocher zurück. 

Ja, starker Lauf von Simon Jocher in Bormio. Aber jetzt kommen gleich die Spitzenabfahrer.

Miriam Khan

Jocher ist im Ziel fix und fertig, er pumpt, das Gesicht tomatenrot. Aber sein Einsatz hat sich gelohnt, das deutsche Team führt das Klassement derzeit an.

Marco Fuchs

Simon Jocher geht für das deutsche Team auf die Abfahrtsstrecke. Der Schweizer Rogentin ist eine gute Orientierung – und Jocher macht 0,51 Sekunden auf ihn gut. Das ist eine starke Leistung! Jocher jubelt im Ziel. Geht hier etwa doch was für die Deutschen?

Marco Fuchs

Die Schweiz hat gleich vier Teams in der alpinen Kombination am Start. Stefan Rogentin setzt mit 1:53,64 Minuten die erste Marke.

Um Ihnen noch einmal das Prozedere näherzubringen: Die Ergebnisse eines Teams in Abfahrt und Slalom (ab 14 Uhr) werden addiert. Die Gesamtzeit entscheidet dann über die Reihenfolge. 

Marco Fuchs

Ski alpin: Team-Kombination der Männer gestartet 

Wir kommen zum ersten Wettbewerb des Tages. In der Team-Kombination der Männer gehen gleich die Abfahrer auf die Strecke. Jedes Team besteht aus zwei Skiläufern, die Slalomfahrer sorgen dann ab 14 Uhr für die Entscheidung.

Auch ein deutsches Duo ist dabei. Simon Jocher (Abfahrt) und Linus Straßer (Slalom) dürften bei normalem Rennverlauf allerdings nichts mit den Medaillen zu tun haben. Ganz anders sieht es beim Schweizer Paar Marco Odermatt (Abfahrt) und Loic Meillard (Slalom) aus – die beiden gehen als Topfavoriten unter den 21 Teams in den Wettkampf. 

Hallo aus Bormio, von der Team-Kombination der Männer. Auch hier ist der Sturz von Lindsey Vonn immer noch Thema. Auf die beiden Starter aus den USA, erzählen hier gerade zwei US-Team-Betreuer, hätte der Unfall aber keine Auswirkungen gehabt. »Die beiden kommen wie Lindsey aus Colorado«. Kyle Negomir und River Radamus seien aber »ready to rock«. Das große Olympiarad dreht sich also weiter.

Marco Fuchs

Nach Bronze: Biathlet Strelow nicht im Olympia-Einzel dabei 

Zwei Tage nach Bronze mit der deutschen Mixed-Staffel bekommt Biathlet Philipp Nawrath, 32, gleich die nächste Medaillenchance. Im Gegensatz zu Justus Strelow, 29, startet Nawrath am Dienstag (13.30 Uhr/ZDF und Eurosport) gemeinsam mit Philipp Horn, 31, David Zobel, 29, und Lucas Fratzscher, 31, in Antholz auch im schweren Einzel über 20 Kilometer.

Nach dem überraschenden Bronze-Coup mit fehlerfreien Schießleistungen von Nawrath und Strelow am Sonntag gehören die Deutschen im Klassiker auf 1600 Meter Höhe maximal zum erweiterten Favoritenkreis. Die aussichtsreichsten Anwärter auf Medaillen sind der französische Gesamtweltcupführende Eric Perrot, der Italiener Tommaso Giacomel und der Norweger Johan-Olav Botn

Miriam Khan

Zwischenstand: So sieht der Medaillenspiegel derzeit aus

Norwegen vor den USA und Gastgeber Italien: Das sind die aktuell führenden Nationen im Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele. Deutschland rangiert mit einer Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille nach dem ersten Wettkampfwochenende auf Rang 6.

Den kompletten Überblick aller Länder finden Sie hier auf SPIEGEL.de.

Miriam Khan

Silber-Star Aicher: »Mein Handy ist etwas überfordert«

Nach ihrer Silbermedaille in der Abfahrt von Cortina hat sich Emma Aicher im Deutschen Haus feiern lassen. »Mein Handy ist etwas überfordert«, sagte die 22-Jährige über die vielen Gratulationen zu ihrem Coup. Ihre schwedische Mutter Viktoria Lindstrand Munkby gehörte zu denen, die ihre Glückwünsche sogar persönlich überbringen konnten. »Ich war so nervös. Es war als Mutter schwierig anzuschauen«, sagte sie. Ihre Tochter dagegen sei immer so »cool und ruhig«, meinte sie weiter. »Ich bin sehr stolz.« 

Lindstrand Munkby wohnt nach wie vor in Aichers Geburtsort, dem schwedischen Sundsvall. Aicher, die einen deutschen Vater hat, wohnt mittlerweile in Salzburg. Natürlich sei das manchmal »schwierig, weil sie so weit weg ist«, sagte Lindstrand Munkby. Sie wolle sie als Mutter schließlich unterstützen. Der Wechsel zum Deutschen Skiverband (DSV) vor mehreren Jahren sei für Aicher aber eine »riesige Gelegenheit« gewesen. 

Marco Fuchs

Es ist ihr Körper, ihre Entscheidung

Lindsey Vonn hat viel riskiert und sich eine schwere Verletzung zugezogen. Nun wird sie wegen einer fehlenden Vorbildfunktion kritisiert. Das reiht sich ein in eine typisch frauenfeindliche Betrachtung von Sportlerinnen, kommentiert unser Reporter bei den Winterspielen, Marcus Krämer

Miriam Khan

Langenhan widmet Rodelgold seinem verstorbenen Trainer  

Es ist der größte Erfolg seiner Karriere: Rodler Max Langenhan raste gestern im Eiskanal zu Gold. Die Medaille widmete er seinem einstigen Trainer: »Uwe, der freut sich einfach an einer anderen Stelle. Uwe Lehmann, das war mein erster Sportgymnasium-Trainer. Er ist leider beim Klettern viel zu früh verstorben«, sagte der Olympiasieger mit tränenerstickter Stimme.

Der 26 Jahre alte Thüringer hatte mit steifem Hals und viermal Bahnrekord im Einsitzer triumphiert. Er habe immer noch »ganz schön Nackenprobleme«, sagte er hinterher. »Die Medaille hängt ein bisschen schwer.« Im Ziel traf er ehemalige Weggefährten, Nachwuchstrainer und Freunde: »Ich bin dankbar für jede Person, die ich auf dem Weg kennenlernen durfte. Die haben das gemacht. Am Ende darf ich mir die Medaille umhängen, aber eigentlich müssten 300 Leute so eine Medaille bekommen, weil die alle Teil des großen Ganzen sind.«

Marco Fuchs

Guten Morgen und herzlich willkommen zu Tag vier der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina. Meine Kollegin Miriam Khan und ich übernehmen den ersten Teil des Tages, bis unser goldenes Spätduo Sven Scharf und Cedric Voigt als Ablösung antritt. 

Mit Material der Agenturen

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