Nvidia hat die dynamische Frame Generation als Beta-Feature in der Nvidia-App veröffentlicht. Nutzer können darin nun einerseits die Bildrate bis zu sechsfach statt wie bisher vierfach erhöhen. Interessant ist aber vor allem die Möglichkeit, den Faktor der Frame Generation dynamisch einzustellen, um eine anvisierte Bildrate zu halten. Dynamische Frame Generation ist Teil von Nvidias KI-Suite DLSS 4.5. Voraussetzung ist eine RTX-50-Grafikkarte von Nvidia.
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Bei DLSS Frame Generation legt eine Nvidia-Grafikkarte mithilfe von Bewegungsvektoren künstlich generierte Bilder zwischen normal gerenderte Frames. Dadurch sieht das Spiel flüssiger aus. Das Verfahren hat aber auch einige Nachteile: Die Eingabeverzögerung steigt, zudem können interpolierte Frames Artefakte aufweisen. Deswegen ergibt Frame Generation vor allem dann Sinn, wenn die Ausgangsbildrate oberhalb von 50 FPS liegt – das sorgt für eine spielbare Eingabeverzögerung und macht Artefakte weniger sichtbar.
Faktor wird automatisch richtig eingestellt
Nvidia-Nutzer tun gut daran, den Faktor der Frame Generation mit Bedacht einzustellen. Dabei sind Ausgangsbildrate und die Bildwiederholfrequenz des Monitors die entscheidenden Maßstäbe: Bekommt man bei einem Spiel in der Regel 60 FPS und spielt auf einem 120-Hz-Monitor, sollte man nur zweifache Frame Generation einstellen. Dynamische Frame Generation nimmt Nutzern diese Abwägungen ab und sichert sie zusätzlich gegen Schwankungen der Bildrate ab. Sinkt die Ausgangsbildrate deutlich unter 60, kann dynamische Frame Generation in diesem Fall etwa automatisch vom Faktor 2 auf 3 umstellen.
In der Nvidia-App kann man nun dynamische Frame Generation einstellen. Voraussetzung ist eine RTX-50-Grafikkarte – und Support für das jeweilige Spiel.
(Bild: heise medien)
Um dynamische Frame Generation zu nutzen, muss man die aktuelle Version der Nvidia-App herunterladen und die Beta-Features aktivieren. Anschließend kann man dynamische Frame Generation in den Grafik-Einstellungen der App entweder global oder für individuelle Spiele einschalten. Dazu wählt man im DLSS Override – Frame Generation „dynamisch“ aus. Dort kann man auf Wunsch auch eine anvisierte Bildrate einstellen, standardmäßig geht das System von der maximalen Bildwiederholfrequenz des Monitors aus.
DLSS 5 funktioniert anders
DLSS 4.5 hat abseits des Namens nichts mit DLSS 5 zu tun, das zuletzt hohe Wellen schlug: DLSS 4.5 nutzt Frame Generation und Upscaling, um die Bildrate von Spielen bei möglichst geringem Qualitätsverlust zu verbessern. DLSS 5 ist dagegen eine Technik, bei der ein KI-Modell aus Farben und Bewegungsvektoren annähernd fotorealistische Grafik mit KI-Touch baut und damit die Optik eines Spiels grundlegend verändert. DLSS 5 kostet Leistung, während vorherige DLSS-Versionen Leistung einsparen sollen.
Das Update der Nvidia-App bringt zudem eine Vorschau von Auto Shader Compilation: ein System, das die Shader bei DirectX-12-Spielen nach Treiber-Updates automatisch neu anlegen soll, damit die Kompilierung beim nächsten Spielstart bereits erledigt ist. Diese Funktion testet Nvidia noch und ist standardmäßig deaktiviert.
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