Nuklearwaffen: Woran scheitern die Großmächte?

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© Ralf Hirschberger/​AFP/​Getty Images

Aus der Serie: Fünf vor acht

Atommächte wie die USA und Russland gelten als unbesiegbar. Doch der Ukraine- und der Irankrieg zeigen, dass man auch mit einem Nukleararsenal verlieren kann.

18. Mai 2026, 5:30 Uhr

 Eine RS-24-Jars-Interkontinentalrakete in der russischen Altai-Region, April 2024
Eine RS-24-Jars-Interkontinentalrakete in der russischen Altai-Region, April 2024 © RDM/​TASS/​dpa

Wenn es für die Russen in der Ukraine nicht so gut läuft, stellt Wladimir Putin gern mal eine neue Rakete vor. Die Nuklearrakete Sarmat sei erfolgreich getestet worden und bis Ende des Jahres einsatzfähig, versprach Putin vor wenigen Tagen. Mit solchen Nachrichten will er die Europäer erschrecken. Doch auf dem Schlachtfeld in der Ukraine haben solche Drohungen keine greifbare Wirkung mehr – wenn sie denn je so eine hatten.

Die Kriege unserer Zeit lassen ein Muster erkennen: Eine globale Atommacht greift ein viel kleineres, viel schwächeres Land an. Geplant ist ein militärischer »Ausflug« mit viel Feuerwerk und Luftangriffen, eine »Spezialoperation«, die rasch zum Erfolg führen soll. Dann tritt ein, was Helmuth von Moltke schon vor über 100 Jahren wusste: »Kein Plan reicht mit Sicherheit über den ersten Zusammenstoß mit dem Feind hinaus.« Es kommt zu empfindlichen Rückschlägen für die Atommacht, das viel kleinere Land behauptet sich auf staunenswerte Weise, beide Seiten kämpfen sich in eine Pattsituation hinein, der Krieg dauert an und findet kein Ende.

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