New York Knicks: Viraler Mülleimer-Klau könnte Frau den Bankjob kosten

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Es ist der größte Tag für New Yorks Basketballfans seit mehr als fünf Jahrzehnten: Am 18. Juni 2026 feiern die New York Knicks ihren ersten NBA-Titel, Zehntausende drängen sich durch Manhattan. In dem Gewühl entsteht ein Video, das sich rasch im Netz verbreitet.

Bald kursiert der Name der Frau im Netz: Angie Báez, 40. Den Mülleimer gab sie nach Angaben der Stadtreinigung DSNY am Mittwochmorgen zurück. Behördensprecher Vincent Gragnani zufolge wurde sie mit 175 Dollar Bußgeld belegt – wegen Vermüllung und der Behinderung des Reinigungsbetriebs. Die New Yorker Polizei ermittelt nach eigenen Angaben nicht weiter gegen Báez.

Doch das Bußgeld war für Báez wohl nicht die einzige Folge des Mülleimerklaus. Báez, bis vor Kurzem »Executive Director for Community and Industry Engagement« bei der Großbank JPMorgan Chase, sei nicht mehr im Unternehmen, teilte eine Sprecherin der Bank mit. Báez selbst reagierte nach Angaben der »New York Times« nicht auf Anfragen.

Bis dahin hatte ihr Fall längst die Boulevard- und konservativen Medien erreicht – häufig mit Betonung ihrer früheren Arbeit in Diversitätsprogrammen, begleitet von gehässigen Kommentaren in den sozialen Netzwerken. Diese Zuspitzung verzerrt die Faktenlage: Báez’ jüngste Funktion bei JPMorgan lag nach Darstellung der »New York Times« nicht im Diversitätsbereich, sondern im Bereich Community- und Branchenkontakte. Die »New York Post«, die den Fall zuerst ausführlich aufgriff, hatte Báez als »DEI-Managerin« bezeichnet und berichtet, sie sei wegen des Vorfalls entlassen worden – beides geht über die bestätigten Angaben hinaus. Ob das Video der Auslöser für das Ende ihrer Beschäftigung war, ist offen.

Bemerkenswert mild fällt die Bilanz auch beim Streitwert aus. Die Stadtreinigung hatte entlang der Paradenstrecke rund ein halbes Dutzend der orange-blauen Eimer aufgestellt; schon vorab hatten Fans im Netz gemutmaßt, die begehrten Stücke würden rasch verschwinden. Von weiteren Diebstählen wisse man jedoch nichts, sagte Sprecher Gragnani. Nach der Rückgabe postete die Behörde ein Foto des Eimers mit den Worten »Welcome Back!« und »We Missed You!« – mehr als 25.000-mal wurde der Beitrag mit »Gefällt mir« markiert.

Für 168 Dollar im Onlineshop

Wer den Mülleimer haben will, muss ihn nicht stehlen: Eine kleinere Version verkauft OnlyNY für 168 Dollar, eine Mini-Ausführung für 58 Dollar. Man habe die Saison »auf authentische Weise« feiern und die Arbeit der Müllwerker würdigen wollen, sagte OnlyNY-Managerin Meaghan Chillianis. Mit den viralen Videos habe der Verkauf der Eimer nichts zu tun.

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