Nahost: Netanjahu: Viele Zeichen, dass Chamenei nicht mehr lebt

vor 3 Stunden 1

Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

Israel: Luftwaffe hat bislang größten Angriff ihrer Geschichte ausgeführt

Roter Halbmond: Mehr als 200 Tote nach Angriffen in Iran

Merz verurteilt Iran, aber nicht Israel und die USA

Große Probleme für die Schifffahrt in der Straße von Hormus

Auch Chameneis Amtssitz bombardiert

Philipp Saul

Netanjahu: Viele Zeichen, dass Chamenei nicht mehr lebt

Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei ist womöglich bei den israelischen und amerikanischen Angriffen auf Iran getötet worden. Es gebe viele Zeichen, dass Chamenei nicht mehr lebe, sagte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in einer Videoansprache, über die israelische Medien berichten. Das Anwesen Chameneis sei zerstört worden. 

Netanjahu wandte sich direkt an die iranische Bevölkerung: „Verpasst diese Gelegenheit nicht. Bleibt nicht tatenlos. Eure Zeit, auf die Straße zu gehen, wird bald kommen.“ Er fügte hinzu: „Hilfe ist da.“ Israel werde die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich das iranische Volk „von den Fesseln der Diktatur befreien“ könne. Die Operation in Iran werde „so lange wie nötig“ fortgesetzt. Israel werde „in den kommenden Tagen“ Tausende Ziele angreifen.

Philipp Saul

Israel: Luftwaffe hat bislang größten Angriff ihrer Geschichte ausgeführt

Israels Luftwaffe hat Armeeangaben zufolge in Iran den bisher größten Einsatz ihrer Geschichte ausgeführt. Rund 200 Kampfflugzeuge hätten etwa 500 Ziele angegriffen, teilte das israelische Militär mit. Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und Iran wurden nach israelischen Angaben auch am Abend fortgesetzt. „In diesem Moment greifen israelische Luftwaffenpiloten unter erheblichem persönlichem Risiko und in Abstimmung mit US-amerikanischen Angriffen Hunderte Ziele in Iran an“, sagte Israels Generalstabschef Ejal Zamir einer Mitteilung zufolge.

Luftverteidigungssysteme und die Marine seien im Einsatz, um Israels Luftraum und Küsten vor Raketenangriffen und Bedrohungen aus der Luft und vom Meer zu schützen, teilte Zamir weiter mit. „Unsere Bodentruppen sind entlang der Grenzen positioniert, um jeden Versuch, in israelisches Gebiet einzudringen, zu vereiteln und abzuwehren.“

Gleichzeitig warnte er die Bürger vor Leichtsinn und einem vorzeitigen Verlassen der Schutzräume bei Raketenalarm. „Wir dürfen die Fähigkeit des Feindes, uns Schaden zuzufügen, nicht unterschätzen“, betonte er. Das Verteidigungssystem sei nicht undurchlässig. In Israel wurde auch am frühen Abend wiederholt Raketenalarm ausgelöst.

Philipp Saul

Roter Halbmond: Mehr als 200 Tote nach Angriffen in Iran

Bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen auf Iran sind nach Angaben eines Sprechers des Roten Halbmonds mehr als 200 Menschen getötet worden. Laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden zudem etwa 750 weitere Menschen verletzt. Diese Angaben können derzeit nicht unabhängig überprüft werden.

Dem Sprecher zufolge wurden Ziele in 24 der 31 Provinzen des Landes angegriffen. Er rief die Bevölkerung auf, Massenansammlungen an den Einschlagsorten zu vermeiden und einen Abstand von 100 Metern vom Ereignisort einzuhalten.

Philipp Saul

„Freiheit für Iran“: Demonstrationen in mehreren deutschen Städten

Nach den Angriffen Israels und der USA auf Iran haben zahlreiche Menschen in mehreren deutschen Städten gegen die Führung in Teheran demonstriert.

In Frankfurt am Main versammelten sich die Demonstranten zunächst zu einer Kundgebung auf dem Goetheplatz in der Innenstadt – dann zogen sie zum Römerberg. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen auf etwa 2000. Das Motto der bereits vor den Angriffen geplanten Demonstration war „Freiheit und Demokratie in Iran“. Eine Rednerin bedankte sich unter dem Applaus der Zuhörer und Zuhörerinnen für die Intervention der USA.

In Berlin nahmen nach Angaben der Polizei etwa 1600 Menschen an einer Demonstration teil. Allerdings laufe die Kundgebung noch, sagte eine Polizeisprecherin am späten Nachmittag. Bislang sei die Versammlung friedlich und störungsfrei verlaufen. Ursprünglich waren 3000 Teilnehmer zur Demonstration für „Freiheit für Iran“ angemeldet. Die Kundgebung startete am Nachmittag am Potsdamer Platz und sollte am Brandenburger Tor enden. „Angesichts der aktuellen Entwicklung im Nahen Osten beobachten wir die Lage sehr genau und stehen in engem Austausch mit den zuständigen Sicherheitsbehörden“, hatte eine Polizeisprecherin am Vormittag gesagt. Auf der Plattform X teilte die Polizei mit, dass sie mit rund 450 Polizisten in Berlin-Mitte im Einsatz sei.

In München demonstrierten nach Angaben der Polizei etwa 500 Menschen an dem Protest unter dem Motto „Nein zur Islamischen Republik Iran!“.

Philipp Saul

Merz verurteilt Iran, aber nicht Israel und die USA

Angesichts der Eskalation im Nahen Osten wählt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) klare Worte in Richtung Iran, hält sich in Bezug auf die israelischen und US-amerikanischen Angreifer aber deutlich zurück. In einer Erklärung verurteilte Merz das Verhalten der iranischen Führung in der Region und im eigenen Land. „Die Bundesregierung ruft Iran nachdrücklich dazu auf, sofort die militärischen Schläge gegen Israel und unsere anderen Partner in der Region einzustellen“, erklärte Merz. „Iran muss auch andere destabilisierende Aktivitäten in der Region und darüber hinaus unterlassen.“ Die Führung in Teheran müsse außerdem die Gewalt gegen die eigene Bevölkerung beenden.

Israel und die USA hatten mit breit angelegten Militärschlägen einen neuen Krieg gegen Iran gestartet. Merz kritisierte das in seiner Erklärung nicht, sondern betonte lediglich, dass Deutschland daran nicht beteiligt gewesen sei. Die Islamische Republik reagierte auf die Schläge mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in mehreren Golfstaaten.

Merz sagte, die Bundesregierung spreche sich dafür aus, Bemühungen um eine Verhandlungslösung mit Iran wieder aufzunehmen. Das sei auch ein Beitrag, um Risiken für die regionale Stabilität zu vermindern. Die USA hätten über Wochen eine solche Lösung gesucht. Die iranische Seite habe jedoch keiner umfassenden, verlässlichen und überprüfbaren Vereinbarung zur Beendigung des militärischen Nuklearprogramms zugestimmt. 

Philipp Saul

Große Probleme für die Schifffahrt in der Straße von Hormus

Von dem Krieg gegen Iran ist auch die internationale Schifffahrt betroffen. „Die aktuelle Eskalation trifft das Herz globaler Seehandelsrouten und auch die Schiffe deutscher Reedereien, vor allem aber die Menschen an Bord, unmittelbar“, sagte Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR). Rund um Iran liegt die Straße von Hormus. Die Meerenge ist die weltweit wichtigste Route für den Ölexport. Momentan aber geht dort offenbar kaum etwas voran. 

Nach aktuellen Lageeinschätzungen sei die Passage derzeit erheblich eingeschränkt bis gar nicht nutzbar, so Kröger. Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben der ihnen nahe stehenden Nachrichtenagentur Tasnim den Schiffsverkehr in Straße von Hormus eingeschränkt. Demnach erhielten Schiffe wiederholt Funkmeldungen, in denen ihnen die Durchfahrt untersagt werde. Die Besatzungen würden aufgefordert, die Maschinen zu stoppen und sich auf ein mögliches Entern vorzubereiten.

Westlich der Straße von Hormus, so erklärt es der VDR, verliefen zwischen Israel, der arabischen Halbinsel und Nordostafrika die stark frequentierten Seewege durch das Rote Meer mit der Meerenge Bab al-Mandab und dem Suezkanal. Diese Verbindung zählt zu den wichtigsten Handelsachsen zwischen Europa und Asien. In vielen Unternehmen liefen Krisensitzungen. Schiffe würden – wo immer möglich – aus Gefahrenzonen herausgeführt, umgeleitet oder warteten außerhalb der Risikogebiete auf neue Anweisungen.

Philipp Saul

Hisbollah in Libanon verspricht Solidarität mit Iran

Die Hisbollah-Miliz in Libanon hat den Verbündeten in Teheran ihre Solidarität zugesagt. Die USA und Israel würden von der Konfrontation „nichts außer Versagen ernten“, teilte das Medienbüro der schiitischen Organisation mit. Die Folgen der „verräterischen Gewalt“ der USA und Israels würden sich auf die gesamte Region auswirken.

Die Hisbollah wird vom Iran unterstützt und gilt als einer der stärksten nicht staatlichen Akteure weltweit. Auch nach dem jüngsten Krieg mit Israel, in dem die Miliz stark geschwächt wurde, soll sie noch über Zehntausende Kämpfer und große militärische Fähigkeiten verfügen. Seit Monaten gibt es einen Konflikt über die Frage, ob und wie die Hisbollah ihre Waffen abgeben soll.

Auch die Huthi-Miliz in Jemen, die ebenfalls von Iran unterstützt wird, versprach die „volle und unerschütterliche Solidarität“ mit Teheran. Die Miliz, die wiederholt vor allem Handelsschiffe im Roten Meer und auch Israel angegriffen hat, drohte aber nicht direkt mit neuen Angriffen dieser Art.

Seit dem Terror der Hamas am 7. Oktober und den israelischen Gegenschlägen ist von der „Achse des Widerstands“, die Iran aufgebaut hat, nicht mehr viel übrig. Geschlagen ist sie aber nicht. Welche Gefahr geht jetzt von ihr aus?

Annette Reuther

Raketen über Dubai – Brand an Luxushotel  

Dubai ist ein beliebtes Reiseziel im Winter – nun erschüttert die Eskalation in Nahost auch diese Glitzerwelt. In der Metropole seien alle paar Stunden Explosionen zu hören, berichteten Anwohner. Viele Menschen seien verunsichert, ob sie zu Hause bleiben oder das Stadtzentrum verlassen sollten. „Es ist überall“, sagte eine Anwohnerin nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur.

An einem Luxushotel auf der künstlichen Insel Palm Dschumaira brach ein Feuer aus. Videos von Augenzeugen zeigten einen Brand an der Einfahrt des Hotels. Über dem Gebäude stiegen schwarze Rauchwolken auf. Es ist unklar, ob an dem Hotel eine mutmaßlich iranische Rakete einschlug oder ob etwa Trümmerteile nach dem Abschuss einer Rakete niedergingen und diese einen Brand auslöste. Der Zivilschutz teilte mit, das Feuer sei unter Kontrolle. Vier Menschen seien verletzt worden. 

Das emiratische Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe eine neue Welle iranischer Raketen und Drohnen abgefangen. Es habe „keinen bedeutenden Schaden“ gegeben. 

Philipp Saul

IAEA: Keine Anzeichen auf radioaktive Auswirkungen im Iran

Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gibt es nach den jüngsten Angriffen auf Iran bislang keine Hinweise auf „radioaktive Auswirkungen“. Das teilte die Organisation in Wien auf X mit. Die IAEA mahnte zur Zurückhaltung, „um jegliche nukleare Sicherheitsrisiken für die Bevölkerung der Region zu vermeiden“. Die Organisation beobachte die Lage genau und stehe in ständigem Kontakt mit Staaten der Region.

Iran fordert eine Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde. Aus einem auf X veröffentlichten Schreiben ging nicht hervor, ob bei den jüngsten Militärschlägen so wie im Vorjahr erneut iranische Atomanlagen getroffen wurden. Die iranische Vertretung bei den Vereinten Nationen sprach aber von einer „Bedrohung“ der nuklearen Einrichtungen, die in dem IAEA-Gremium besprochen werden müsse. Am Montag sollte ohnehin die reguläre Frühjahrssitzung des IAEA-Gouverneursrates in Wien beginnen.

Newsdesk

Auswirkungen auf Reisen in der gesamten Region

Wer sich derzeit im Nahen Osten aufhält oder vorhatte, dorthin zu reisen, sollte sich unbedingt beim Auswärtigen Amt informieren. Deutsche Staatsangehörige in Iran, in Israel und der weiteren Region sind aufgerufen, sich in der Krisenvorsorgeliste „Elefand“ zu registrieren. Dort kann man Kontaktdaten angeben, um Informationen und Unterstützung zu erhalten.

Die Reise- und Sicherheitshinweise wurden am Nachmittag für den gesamten Nahen Osten verschärft. Reisewarnungen gelten nun für Bahrain, Irak (bisher Teilreisewarnung), Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. ​Für Libanon sei zusätzlich eine Ausreiseaufforderung ausgesprochen worden, für Iran gilt bereits seit Herbst 2022 eine Reisewarnung mit Ausreiseaufforderung.

Wie aus dem Auswärtigen Amt zu hören war, ist in Iran derzeit eine mittlere dreistellige Zahl deutscher Staatsbürger in der Krisenliste registriert. In Israel sei es eine mittlere vierstellige und in den palästinensischen Gebieten eine mittlere dreistellige Zahl Bundesbürgerinnen und Bundesbürger.

Der Luftverkehr in der Region ist weiträumig betroffen, zu den betroffenen Gesellschaften gehören Lufthansa, Air France und KLM, die IAG-Tochter Iberia sowie Wizz Air, Qatar Airways, Oman Air, flydubai und Virgin Atlantic. Das Medienbüro Dubais teilte mit, der Betrieb an den beiden großen Flughäfen der emiratischen Metropole, ein internationales Drehkreuz, sei vorerst unterbrochen.  

Die Lufthansa etwa streicht alle Flüge zu mehreren Zielen im Nahen Osten. Die Städte Tel Aviv (Israel), Beirut (Libanon), Amman (Jordanien), Erbil (Irak) und Teheran (Iran) würden bis einschließlich 7. März nicht angeflogen. Ebenfalls bis einschließlich 7. März würden folgenden Lufträume nicht genutzt: Israel, Libanon, Jordanien, Irak und Iran. Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi fänden heute und morgen nicht statt, sagte der Sprecher. 

Annette Reuther

UN-Sicherheitsrat kommt zur Dringlichkeitssitzung zusammen 

Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen soll sich am Samstag um 16 Uhr New Yorker Ortszeit (22 Uhr MEZ) treffen. Frankreich und Bahrain hätten die Sitzung angefragt, teilte die israelische Botschaft bei den Vereinten Nationen mit. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Eskalation unterdessen scharf: „Ich fordere einen sofortigen Stopp der Kampfhandlungen und eine Deeskalation“, teilte der UN-Chef mit. Alle Parteien sollten unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückkehren.

Irene Helmes

Auch Chameneis Amtssitz bombardiert

Die israelisch-amerikanischen Luftangriffe in Teheran haben Berichten zufolge auch den Amtssitz von Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Chamenei getroffen. Ein vom iranischen Nachrichtenkanal Sabrin-News veröffentlichtes Satellitenfoto zeigte das vollständig zerstörte Areal des als „Beit“ bekannten Hochsicherheitsbereichs. Auch Bewohner der Stadt berichteten Medien davon.

Ob sich Chamenei zum Zeitpunkt der Attacke dort aufhielt, ist unklar, nach Worten seines Außenministers vom Nachmittag ist er jedoch am Leben. Er hatte sich in den vergangenen Wochen selten in der Öffentlichkeit gezeigt. Chamenei steht an der politischen und religiösen Spitze des Landes und ist zugleich Oberbefehlshaber der Streitkräfte. 

Annette Reuther

Saudi-Arabien bestätigt iranische Angriffe auf sein Territorium 

Die Angriffe hätten sich gegen die Hauptstadt Riad und die Ostprovinz des Königreichs gerichtet, meldet die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Auf die Angriffe sei reagiert worden, heißt es ​weiter, ohne dass Details genannt wurden. 

Irene Helmes

Irans Außenminister: Chamenei lebt „soweit ich weiß“ 

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat in einem Interview mit dem Sender NBC News den Angriff der USA und Israels als illegal bezeichnet. Dabei sei seine Regierung aber kaum getroffen worden, auch nicht Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Dieser sei am Leben, „soweit ich weiß“, so Araghtschi. Und weiter: „Wir haben vielleicht ein paar Kommandeure verloren, aber das ist kein so großes Problem.“ 

Die Reaktion Teherans auf die Angriffe sei legitime Selbstverteidigung. Man benötige keine Hilfe von außen. Das Ziel, die Regierung zu stürzen, sei eine „Mission Impossible“. Man sei aber an einer Deeskalation interessiert. Voraussetzung für neue Verhandlungen sei ein Ende der Angriffe: „Wenn die USA reden wollen, wissen sie, wie sie uns erreichen können.“ Ein Abkommen zur Garantie eines friedlichen Atomprogramms halte er weiterhin für möglich, Teheran werde jedoch nicht auf seine Rechte verzichten, einschließlich der Uran-Anreicherung. 

Newsdesk

Iran: Viele Tote nach Angriff auf Mädchen-Grundschule

Bei dem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 70 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichteten Staatsmedien. Etwa 90 weitere Schülerinnen seien verletzt worden.
„Diese Schule war ein direktes Ziel dieses Angriffs“, hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Die Trümmerbeseitigung sowie die Rettungsmaßnahmen seien im Gange. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf. Rund 170 Mädchen sollen sich in der Schule zum Zeitpunkt des Raketenangriffs aufgehalten haben.

In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte. Israel und die USA hatten am Samstagmorgen mit Angriffen auf Iran begonnen. Zu dem in Iran gemeldeten Angriff auf die Mädchenschule gab es von den Ländern zunächst keine Angaben.

Das iranische Außenministerium veröffentlichte ein Foto, das die in Trümmern liegende Schule zeigen soll. „Dies ist ein offenkundiges Verbrechen. Die Welt muss sich dieser großen Ungerechtigkeit entgegenstellen“, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai laut einer Mitteilung seines Ministeriums. 

Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen, da es in Iran keine freie Presse und kaum unabhängige Beobachter gibt.

In Israel wiederum wurde ein Mann bei einem iranischen Raketenangriff verletzt. Er sei durch eine Druckwelle nach einem Einschlag leicht verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Zudem hätten sich auch Menschen auf dem Weg in Schutzräume verletzt. Den Angaben zufolge wurden auch Personen wegen Angstzuständen behandelt. 

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