Nahost: Bundestagspräsidentin Julia Klöckner besucht Gazastreifen

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Als erste deutsche Politikerin seit dem Hamas-Überfall ist Julia Klöckner nach Gaza gereist. Von Israel forderte sie weitere Schritte zur Umsetzung des Friedensplans.

12. Februar 2026, 10:22 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, ,

 Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (r.) im Gespräch mit israelischen Soldatinnen vor ihrem Besuch im Gazastreifen
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (r.) im Gespräch mit israelischen Soldatinnen vor ihrem Besuch im Gazastreifen © Ulrich Steinkohl/​dpa

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat als erste deutsche Politikerin seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 den Gazastreifen besucht. Nach Angaben des Bundestags blieb sie ungefähr eine Stunde in dem von israelischen Streitkräften kontrollierten Teil des Gazastreifens, um sich dort einen eigenen Eindruck zu verschaffen. 

Klöckner sagte, sie begrüße es, dass Israel erstmal einer parlamentarischen Beobachterin Zugang zu der Gegend ermöglicht habe. Sie appellierte an die israelische Regierung, diesen Weg der Öffnung weiterzugehen. Der Zugang für internationale, unabhängige Beobachterinnen und Beobachter sei wichtig. Dies gelte perspektivisch auch für einen Zeitplan für weitere Schritte zur Umsetzung des Friedensplans für Gaza, fügte Klöckner hinzu. Die Klöckner begleitenden Journalisten konnten nicht mit in den Gazastreifen kommen.

Klöckner auf Einladung der Knesset in Israel

Ihrem Besuch im Gazastreifen waren langwierige Verhandlungen vorausgegangen. Noch am Vorabend war unklar gewesen, ob Israel die Genehmigung dafür erteilen würde. 

Der Besuch war wegen der instabilen Sicherheitslage heikel. Trotz der Waffenruhe kommt es entlang der im Friedensplan festgelegten gelben Linie immer wieder zu Zwischenfällen. Das israelische Militär tötete eigenen Angaben zufolge erst Ende Januar mehrere Palästinenser, weil sie die gelbe Linie überschritten und eine Sprengladung angebracht hatten. 

Die Linie grenzt das von Israel kontrollierte Gebiet ab. Klöckner sagte, dass dies keine feste Grenze sei, sondern nur eine temporäre Demarkationslinie. "Sie darf nicht zu einer dauerhaften Barriere werden."

Klöckner befindet sich derzeit auf einer dreitägigen Reise in Israel. Sie folgte einer Einladung der Knesset. 

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