Nachwahl bei Manchester: Das ist nicht irgendeine Regierungsschlappe

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Ein Wahldebakel für Labour in Manchester zeigt, dass Großbritannien in einer tiefen Repräsentationskrise steckt. Es stellen sich fundamentale Fragen.

27. Februar 2026, 14:21 Uhr

 Die siegreiche Kandidatin der Grünen, Hannah Spencer, und Grünen-Parteichef Zack Polanski
Die siegreiche Kandidatin der Grünen, Hannah Spencer, und Grünen-Parteichef Zack Polanski © Paul Ellis/​AFP/​Getty Images

Die regierende britische Labour-Partei hat gestern krachend einen Wahlkreis verloren, der fast hundert Jahre lang fest in ihrer Hand lag. In Gorton and Denton, einem Arbeiter- und Einwandererbezirk im Süden Manchesters, der als einer der sichersten Wahlkreise Labours überhaupt galt, ist die Partei des Premierministers Keir Starmer auf 25 Prozent abgerutscht. Der Kandidat von Reform UK kam auf 29 Prozent und die Gewinnerin, die Kandidatin der Grünen, auf 41 Prozent.

Dieser Manchester-Moment ist nicht irgendeine Schlappe. Er zeigt, dass Großbritannien in einer ausgewachsenen Repräsentationskrise steckt. All die täglichen Schwierigkeiten, mit denen Starmer zu kämpfen hat, wie etwa die Epstein-Verstrickungen seines Ex-Botschafters Peter Mandelson, spielen sich auf der Oberfläche eines viel tiefer gehenden Problems ab. Parlament und Regierung in London spiegeln schlicht nicht die Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung wider, und zwar in einem mittlerweile bedenklichen Ausmaß.

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