Am Mittwoch verließ der Hamburger SV Mallorca mit zwei Sorgenfällen, auf der Pressekonferenz am Donnerstag verriet Merlin Polzin, dass bei Jonas Meffert und Dennis Hadzikadunic mit Blick auf den Samstag aber zumindest Hoffnung besteht.

Der HSV hofft auf Jonas Meffert (2. v.l.). IMAGO/Fussball-News Saarland
Die Fragerunde im Medienraum des Volksparkstadions dauerte am Tag nach der Rückkehr aus dem Kurztrainingslager deutlich länger als üblich. Der "Girls an Boys-Day" in Hamburg bescherte dem HSV-Coach ein Feuerwerk an Fragen. Die in personeller Hinsicht wichtigste beantwortete er mit ein wenig Hoffnung. Meffert und Hadzikadunic sind nach ihren Blessuren deutlich weiter als es zunächst zu befürchten war.
Meffert hatte sich am Dienstagvormittag auf Mallorca im Luft-Zweikampf mit Emir Sahiti das Nasenbein gebrochen. Schon tags darauf wurde die Nase beim Mittelfeld-Chef nach vorzeitigem Heimflug im Universitätsklinikum Eppendorf gerichtet, seitdem läuft ein Wettlauf mit der Zeit bis zum Spieltag. "Meffo", sagt Polzin, "ist bestmöglich versorgt worden, es ging am Ende alles ziemlich schnell. Jetzt müssen wir von Tag zu Tag sehen, ob es bis zum Samstag schon Sinn macht. Wir wollen kein Risiko eingehen. Aber wenn er mit seiner Maske nicht eingeschränkt ist, wollen wir auf ihn setzen. Und wenn es bis Nürnberg nicht reicht, wollen wir ihn zumindest in der Woche darauf wieder dabei haben." Entscheidend für einen Einsatz mit Maske beim Verfolger in Nürnberg ist, dass die Schwellung entscheidend zurück geht.
Hadzikadunic hat sein Programm täglich gesteigert
Von Tag zu Tag wird auch bei Hadzikadunic entschieden. Nachdem sich der Innenverteidiger am vergangenen Freitag gegen Elversberg die Schulter ausgekugelt hatte, schien ein Einsatz unmöglich, seit Dienstag aber machte der Bosnier große Fortschritte, steigerte sukzessive sein Programm ohne unterstützende Armschlinge. "Dennis hat schon wieder Teile des Trainings mitgemacht", sagt Polzin, "wir müssen sehen, ob es bei ihm reicht."
Klar ist: Zumindest der Einsatz von einem seiner beiden zentralen Profis würde Polzin entscheidend helfen. Der Grund: Mit Daniel Elfadli hat er einen Spezialisten, der sowohl in der Innenverteidigung als auch auf der Sechserposition spielen kann. Schafft es Meffert bis Nürnberg, würde der Ex-Magdeburger gemeinsam mit Sebastian Schonlau das Innenverteidiger-Duo bilden. Würde allein Hadzikadunic rechtzeitig fit werden, könnte er neben Kapitän Schonlau verteidigen und Elfadli würde auf die Sechserposition vorrücken.
Selke und Dompé sind dabei
Keine größeren Fragezeichen stehen hinter Davie Selke und Jean-Luc Dompé. Der Mittelstürmer hatte am Mittwoch wegen einer Erkältung nicht trainiert und der Linksaußen die Einheit mit Achillessehnenproblemen kürzer trainiert. Nach der Rückkehr wurden beide am Donnerstagvormittag gesteuert, ihre Einsätze aber sind nicht in Gefahr.
Sebastian Wolff