Nach Belästigungsvorwürfen: Grünen-Fraktionschefin Oehlrich tritt zurück

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Nach Belästigungsvorwürfen legt Constanze Oehlrich, die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern, ihr Amt nieder. Das teilte die Landtagsfraktion am Montag mit.

Dem Rücktritt gingen Vorwürfe der sexuellen Belästigung und des Machtmissbrauchs voraus. Oehlrich soll sich in einen jüngeren Mitarbeiter verliebt und ihn über mehrere Jahre verbal belästigt haben. Ein zweiter Mitarbeiter warf der Politikerin ebenfalls Fehlverhalten vor. Eine von den Grünen beauftragte Anwaltskanzlei hielt beide Vorhaltungen jedoch für unbegründet. Infolge der Vorwürfe verlor Oehlrich im vergangenen Jahr ihre Spitzenposition für die anstehende Landtagswahl.

Aus einem neuen Bericht der Fachberatungsstellen für Antidiskriminierungsarbeit in Greifswald und dem Betrieblichen Beratungsteam MV in Stralsund an die Grünen wurde die scheinbar längst geklärte Affäre wieder angestoßen. In dem Bericht vom 29. Juli 2026 gehe hervor, dass ein Fraktionsmitarbeiter „vom September 2022 bis zum Januar 2025 wiederholt Liebes- und Gefühlsbekundungen durch seine Vorgesetzte“ Constanze Oehlrich ausgesetzt gewesen sei, wie der „Nordkurier“ berichtete.

„Die erneute öffentliche Berichterstattung über meine Person trifft mich sehr“, sagt Oehlrich in der Mitteilung. „Die gegen mich erhobenen Vorwürfe sind bereits in einem unabhängigen Verfahren geprüft und als unbegründet zurückgewiesen worden. Ein wiederholtes öffentliches Vorbringen bereits entkräfteter Vorwürfe schafft keinen neuen Sachstand, führt aber zu einer anhaltenden persönlichen Belastung.“

Die Politikerin bleibe bei ihrer bisherigen Darstellung und Bewertung des Sachverhalts. „Dieser Schritt ist ausdrücklich keine Bestätigung der gegen mich erhobenen Vorwürfe“, sagt sie.

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