Mynamar: Aung San Suu Kyi angeblich verlegt

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In Myanmar soll die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi vom Gefängnis in den Hausarrest verlegt worden sein. Dies gab der staatliche Fernsehsender MRTV am Donnerstag bekannt. Präsident Min Aung Hlaing habe die verbleibende Haftstrafe der 80-Jährigen in einen Hausarrest umgewandelt. Kim Aris, der Sohn der früheren Regierungschefin, sagte hingegen auf Facebook, er habe keine weiteren Informationen. Er fordere „verifizierte Informationen“, dass seine Mutter am Leben sei, sowie „die Möglichkeit, mit ihr zu kommunizieren und sie in Freiheit zu sehen.“  Der Sender MRTV veröffentlichte ein Foto von Suu Kyi auf einer Holzbank sitzend. Sie ist in einer weißen Bluse und einem blauen Wickelrock gekleidet, während ihr zwei uniformierte Männer gegenübersitzen. Seit langem hat es keine Bilder mehr von Suu Kyi gegeben, sie war seit Jahren weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. In einem Interview mit dem britischen Sender BBC bezeichnete Aris das Bild als jedoch bedeutungslos, da es 2022 aufgenommen worden sein soll.

Zuletzt hatte es Sorge um die Friedensnobelpreisträgerin gegeben. Aktivisten in Myanmar starteten eine internationale Kampagne, um ein Lebenszeichen von ihr zu erzwingen. UN-Generalsekretär António Guterres ließ über seinen Sprecher ausrichten, er appelliere „an die rasche und bedingungslose Freilassung aller willkürlich Inhaftierten – als einen grundlegenden Schritt hin zu Rahmenbedingungen, die einem glaubwürdigen politischen Prozess förderlich sind“. Die entmachtete frühere Regierungschefin und einst als Freiheitsikone gefeierte Suu Kyi war im Zuge des Militärputschs vom Februar 2021 festgenommen worden. Sie wurde wegen angeblicher Vergehen zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Von 1989 bis 2010 verbrachte Suu Kyi bereits insgesamt 15 Jahre völlig isoliert unter Hausarrest. 1991 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, den sie erst 21 Jahre später in Oslo entgegennehmen konnte. 2016 kam sie als Regierungschefin und Außenministerin an die Macht.

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