Mychajlo Fedorow: Italien bietet ukrainischem Ex-Minister Job an

vor 14 Stunden 1

Als der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow nach nur wenigen Monaten im Amt seinen Rücktritt erklärte, gingen viele Menschen auf die Straße, um für ihn zu demonstrieren. Fedorow hatte den Drohnenkrieg revolutioniert, war enorm populär, doch in einem internen Machtkampf mit der Armeeführung entschied er sich für den Rückzug . Nun hat Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto ihm einen Beraterposten angeboten.

Der Vertraute von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni lobte Fedorow in der Tageszeitung »La Repubblica«  als ausgesprochen innovativen Politiker. Deshalb habe er ihn am Tag nach der Entlassung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj angerufen und gefragt: »Wann möchtest du nach Rom kommen, um als Berater mit mir zusammenzuarbeiten?« Konkret wurden die Pläne nach Crosettos Darstellung jedoch nicht: »Er war gerührt und hat verstanden, dass dies ein Zeichen meiner Wertschätzung und Freundschaft war.«

Crosetto ist eine der zentralen Figuren der rechten Regierungspartei Fratelli d’Italia (Brüder Italiens), die von Giorgia Meloni geführt wird. Er kündigte auch neue Waffenlieferungen für Kyjiw an. Italien gilt in Europa als einer der zuverlässigen Unterstützer der Ukraine. Das Land wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.

Crosetto sagte, Fedorow habe im Krieg »die Spielregeln auf dem Schlachtfeld komplett auf den Kopf gestellt«. Er stehe für Innovation. »Die gleichen Probleme, mit denen er in der Ukraine konfrontiert war, haben wir auch in Italien, Deutschland und Frankreich. Es gibt Widerstand gegen Veränderungen. Und es gibt diejenigen, die nach vorn blicken und verstanden haben, dass Innovation mit erschreckender Geschwindigkeit voranschreitet.«

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