Myanmar: Mann fünf Tage nach Erdbeben lebend aus Trümmern befreit

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Fünf Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar ist ein Mann gerettet worden. Der 26-Jährige sei kurz nach Mitternacht von einem Team aus türkischen und einheimischen Rettungskräften aus den Trümmern eines Hotels in der Hauptstadt Naypyidaw befreit worden, teilten die Feuerwehr und die regierende Junta des südostasiatischen Landes am Mittwoch mit. Bei dem Mann handelt es sich demnach um einen Hotelmitarbeiter.

Nach offiziellen Angaben der regierenden Militärjunta liegt die Zahl der Toten des Bebens der Stärke 7,7 bei mindestens 2700. Es wird erwartet, dass die Zahl noch steigt, da es für mindestens 440 Vermisste mittlerweile kaum noch Hoffnung gibt. Zudem schätzen Experten, dass die wirklichen Zahlen noch viel höher sein könnten. Wegen der desaströsen Situation im Zuge des Putsches stellen sowohl die Infrastruktur als auch der Informationsfluss ein großes Problem dar.

Hoffnung in Bangkok schwindet

An einem eingestürzten 30-stöckigen Rohbau in der Millionenmetropole schwindet die Hoffnung, noch überlebende Arbeiter zu finden. Einem Bericht des Senders Channel 8  zufolge wurde an der Unglücksstelle eine weitere Leiche geborgen. Die Zahl der Toten liege damit jetzt bei 15, acht Männern und sieben Frauen, hieß es. Mehr als 70 Verschüttete werden noch vermisst.

In Myanmar wächst derweil die Kritik an der Junta, die das frühere Birma seit einem Putsch Anfang 2021 mit brutaler Härte regiert. Die Generäle sind in dem Vielvölkerstaat im Krieg mit der eigenen Bevölkerung und flogen Berichten zufolge auch nach dem Erdbeben weiter Luftangriffe auf Widerstandsgruppen, bei denen Dutzende starben.

Mehrere wichtige Widerstandsgruppen sowie die NUG, eine Schattenregierung, die sich nach dem Putsch von 2021 als demokratische Alternative zur Junta bildete, kündigten eine einmonatige Waffenruhe an. Dies soll den lokalen und internationalen Einsatzteams erlauben, angstfrei im Erdbebengebiet zu arbeiten. Junta-Chef Min Aung Hlaing lehnte es aber ab, im Gegenzug die Angriffe der Armee einzustellen.

Er warf den Gruppen vor, in dieser Zeit Militärübungen durchführen zu wollen und sich auf künftige Angriffe vorzubereiten. Das Militär werde seine Operationen gegen den bewaffneten Widerstand fortsetzen, betonte der General.

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