Mobilfunk: Telekom möchte Funklöcher mit Starlink schließen

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Die Deutsche Telekom will mit Satelliteninternet Lücken im eigenen Mobilfunknetz schließen. Der Bonner Konzern setzt dafür auf den Satelliten-Internetanbieter Starlink des US-Unternehmers Elon Musk. Die Partnerschaft wurde auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) in Barcelona verkündet. Das Angebot soll ab 2028 nutzbar sein.

Laut Bundesnetzagentur umfassten die Telekom-Funklöcher im vergangenen Herbst 1,2 Prozent der Landesfläche, bei Vodafone und O2 waren es jeweils 1,7 Prozent. Das heißt, dass an diesen Orten nicht mal 2G-Verbindungen möglich waren.

Mit dem Einkauf von Satellitenverbindungen verbessert die Telekom die Lage für ihre Kunden. Allerdings hat die Sache einen Haken: Bislang sind kaum Smartphones mit der nötigen Technik am Markt. Die Telekom erklärte, man gehe davon aus, dass sich dies in den kommenden Jahren ändere. Nötig bleibt allerdings freie Sicht zum Himmel. In Gebäuden oder unter Bäumen wird die Technik auch weiterhin nicht helfen.

Satellitenverbindungen nur als Notnagel

Telekom-Technologievorstand Abdu Mudesir sagte, dass man weiterhin stark in den Netzausbau investiere. Es gebe aber noch immer Regionen, in denen der Ausbau wegen Topografie oder Naturschutzauflagen besonders komplex sei. »Auch dort wollen wir zuverlässige Konnektivität für unsere Kunden sicherstellen, deshalb ergänzen wir unser Netz strategisch um Satellite-to-Mobile-Konnektivität.«

Start einer Rakete mit Satelliten von Starlink in den USA

Start einer Rakete mit Satelliten von Starlink in den USA

Foto: Mike Blake / REUTERS

Eine Starlink-Vertreterin erklärte, die Technologie werde in zehn Ländern für Millionen Menschen verfügbar sein. Darunter sind auch Deutschland und Österreich.

Die Konkurrenten der Telekom setzen ebenfalls auf Satellitenverbindungen, allerdings nicht von Starlink. Vodafone hat dazu das Gemeinschaftsunternehmen Satellite Connect Europe mit dem US-Satellitenbetreiber AST gegründet, das schon im Verlauf dieses Jahres in Europa erste Angebote auf den Markt bringen soll.

Dafür ist der Bau von fünf Bodenstationen in Europa geplant. Die Arbeit an zwei Standorten in Spanien und im Vereinigten Königreich habe bereits begonnen, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Der französische Netzbetreiber Orange und der spanische Anbieter Telefónica wollen das Angebot des Unternehmens ebenfalls nutzen, wie beide Firmen bekannt gaben.

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