iCloud-Nutzer kennen das: Apple verwendet bislang zwei unterschiedliche Absenderadressen, um die Dienste „E-Mail-Adresse verbergen“ und „Mit Apple anmelden“ zu steuern. Wie einem Supportdokument im Entwicklerbereich des IPhone-Herstellers zu entnehmen ist, wechseln beide Dienste, wenn sie Weiterleitungsadressen nutzen, nun auf ein Format. Das hat potenzielle Konsequenzen: Unternehmen, die den E-Mail-Schutz für ihr Angebot nicht erlauben möchten, können diesen jetzt problemlos herausfiltern.
Zwei Weiterleitungs-Domains werden zu einer
Nutzer von iCloud+ bekommen seit über fünf Jahren „E-Mail-Adresse verbergen“ alias „Hide My E-Mail“ zu ihrem iCloud+-Abo (ab 99 Cent im Monat) dazu. Damit kann man sich auf Websites mit einer von Apple generierten Adresse anmelden, die sich später, etwa bei Spam, problemlos wieder deaktivieren lässt. Der Dienst ist zwar nicht ganz einfach zu verwenden, aber dennoch sehr beliebt. Post auf die neuen Adressen landet dabei auf dem Apple-Account, ohne dass dieser verraten werden müsste.
„Mit Apple anmelden“ verwendet standardmäßig den Apple-Account selbst, um dem Nutzer die schnelle Anmeldung bei zahlreichen bekannten Diensten in Apps und im Web zu ermöglichen. Auf Wunsch kann man auch hier eine versteckte E-Mail-Adresse mit Weiterleitung nutzen, was ebenfalls hilft, Spam zu vermeiden. Während „E-Mail-Adresse verbergen“ bislang die Domain „icloud.com“ verwendet, nutzt „Mit Apple anmelden“ hingegen „privaterelay.appleid.com“ als Adressschema. Laut Apple wird man dies nun „später in diesem Sommer" zusammenführen: Beide Umleitungsarten werden dann stets auf „private.icloud.com“ generiert.
Sperrung von Weiterleitungen leichter möglich
Bestehende Adressen sind weiter nutzbar, es betrifft nur jeweils neue Weiterleitungen für „Mit Apple anmelden“ und „E-Mail-Adresse verbergen“. Was zunächst harmlos klingt, hat allerdings eine – offenbar von Apple erwünschte – Konsequenz: Adressen aus dem Bereich von „E-Mail-Adresse verbergen“ sind erstmals explizit filterbar. Da sie zuvor auf „icloud.com“ lauteten, ließen sie sich nicht von regulären iCloud-Accounts unterscheiden. Damit stieg die Chance, dass sie verwendbar blieben – auch bei Anbietern, die solche Weiterleitungs- oder auch Relay-Dienste nicht schätzen.
Mit den neuen „private.icloud.com“-Absendeadressen ist dies jetzt offengelegt. „E-Mail-Dienstanbieter sollten alle domänenbasierten Filter, Sperrlisten oder Weiterleitungsregeln, in denen Relay-Domains ausdrücklich aufgeführt sind, aktualisieren, damit die neue Domain private.icloud.com darin enthalten ist“, schreibt Apple dazu. Dem Konzern sind solche Filterbestrebungen also durchaus bewusst. Nutzer sollten damit rechnen, dass die „E-Mail-Adresse verbergen“-Verwendung künftig stärker eingeschränkt wird.
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(bsc)









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