Bundesministerin Dorothee Bär (CSU) kündigt Fördermittel an, um die Ursachen der Wechseljahre und neue Behandlungsmöglichkeiten zu erforschen. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag) nannte die Forschungsministerin Deutschland in Bezug auf Frauengesundheit ein „Entwicklungsland“.
„Häufig ist die Medikation auf den männlichen Körper ausgerichtet. Bestimmte Frauenkrankheiten wie Endometriose und Lipödeme sind noch nicht ordentlich erforscht. Erst seit Kurzem gibt es Crashtest-Dummys, die Frauenkörper nachbilden“, sagte Bär. Sie sei überzeugt: „Wenn Krankheiten, die ausschließlich Frauen betreffen, Männer treffen würden, stünde die Forschung heute an einem ganz anderen Punkt.“
„Offener darüber reden und handeln“
Männer hätten keinen Zyklus, könnten nicht schwanger werden. Forschung an Frauenkörpern sei komplexer. „Genau deshalb müssen wir gerade hier aufholen und gezielt Lücken schließen“, sagte Bär.
Sie wünscht sich zudem mehr Offenheit in Gesprächen zum Beispiel über die Menopause. „Weder in der Generation meiner Oma noch in der meiner Mutter wurde offen darüber gesprochen – und selbst heute gibt es noch viele Hemmungen“, sagte sie: „Aber genau das ist der Punkt – wir müssen offener darüber reden und handeln.“ (epd)

vor 2 Stunden
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