Medienkonsum in der Familie: Das Smartphone isst mit – bei Eltern häufiger als bei Kindern

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Ein gemeinsames Essen, Eltern und Kinder zusammen versammelt am Tisch, das gehört für viele Familien zum Alltag dazu. Doch die Art und Weise, wie dieses Zusammenkommen aussieht, ist unterschiedlich: bei manchen läuft der Fernseher nebenbei, bei anderen liegen Zeitung oder Buch auf dem Tisch, wieder andere haben das Handy in der Hand. Forschende haben in den USA untersucht, wie oft beim Essen Medien benutzt werden. Das Ergebnis: fast immer.

Für die Untersuchung haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Online-Umfrage unter Eltern und Hauptbezugspersonen von mindestens einem Kind im Alter von vier bis zehn Jahren durchgeführt. Die Eltern gaben dabei an, ob sie selbst oder das Kind bestimmte Medien während der Mahlzeiten nutzen. Am Ende werteten die Forschenden Daten von rund 360 Eltern aus. Die Ergebnisse wurden Anfang der Woche im Fachblatt »JAMA Pediatrics « veröffentlicht.

Rund 78 Prozent der befragten Eltern gab dabei an, während der letzten gemeinsamen Mahlzeiten Medien genutzt zu haben. Auch auf die meisten Kinder traf das demnach zu – rund 69 Prozent hätten zuletzt Medien während der Mahlzeiten verwendet. Gängigstes Gerät war dabei jeweils das Smartphone bei den Eltern, während Kinder sich eher etwas auf dem Fernseher oder Tablet ansahen.

Art der Nutzung wichtig

Die Mediennutzung halte stärker Einzug in unser Leben, als uns vielleicht bewusst ist, sagte Cecilia Sada Garibay von der Univerity of Arizona, Mitautorin der Studie, dem Sender CNN . »Wenn man sein Smartphone dabei hat und es am Tisch ständig checkt, kann dies einen wertvollen Moment beeinträchtigen, den Eltern im Laufe des Tages mit ihren Kindern verbringen. Das kann sich auf die Beziehung zu den Kindern auswirken.«

Dabei sei auch die Art der Nutzung entscheidend. Wenn etwa der Fernseher laufe, sei es wahrscheinlicher, dass Eltern und Kinder gemeinsam dasselbe anschauen. Das biete Möglichkeiten zur Verbundenheit, die die individuelle Nutzung von Smartphones oder Tablets nicht biete, sagte Garibay.

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