Dabei war Pogačar 33 Kilometer vor dem Ziel in einer Kurve heftig zu Boden gegangen. Doch der viermalige Tour-de-France-Sieger sprang sofort wieder auf seine Rennmaschine, startete eine atemberaubende Aufholjagd und flog an der Cipressa hinauf quasi am ganzen Feld vorbei. Pogačar nahm sich nicht einmal Zeit zum Durchschnaufen, sondern ging direkt in den Attacke-Modus. Nur Vorjahressieger van der Poel und der Brite Tom Pidcock konnten ihm am vorletzten Anstieg folgen. Am Poggio – dem letzten Anstieg – musste dann Mathieu van der Poel abreißen lassen.
In den vergangenen Jahren hatte Pogačar den Sieg in Sanremo immer knapp verpasst, gleich zweimal stand ihm dabei sein großer Rivale van der Poel im Weg. Durch seinen ersten Triumph bei der Classicissima hat Pogačar nun vier der fünf Radsport-Monumente mit den wichtigsten Eintagesklassikern gewonnen. Dem 27-Jährigen fehlt nur noch ein Sieg beim Kopfsteinpflaster-Klassiker Paris-Roubaix.
Die deutschen Radprofis spielten bei der 117. Ausgabe des Rennens keine Rolle. Für den bislang letzten deutschen Sieg hatte 2015 John Degenkolb gesorgt. Erik Zabel waren gar vier Erfolge in Sanremo geglückt.

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