macOS 27 nicht für Intel-Macs: Supportende zur falschen Zeit

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Es war schon vorab klar: Mit macOS 27 sollte das Ende für die Unterstützung der von Apple bis 2023 verkauften Intel-Macs kommen. Dass das so umgesetzt wird, hat Apple in dieser Woche offiziell bestätigt. Nur noch Rechner mit der eigenen ARM-Architektur des Herstellers, die Apple Silicon oder M-Chips genannt werden, können das neue macOS, das den Codenamen Golden Gate trägt und ab Herbst erhältlich sein wird, ausführen. Das Problem: Apple hat sich ausgerechnet ein Release zum „Cut-off“ ausgesucht, das diverse Fehlerbehebungen und Leistungsverbesserungen enthält.

Statt vieler neuer Funktionen setzt Golden Gate auf Produktpflege, die man sich bereits von macOS 26 alias Tahoe erhofft hätte. Dieses kam mit einem umgebauten (und umstrittenen) Liquid-Glass-Design, das unter anderem für Grafikfehler, merkwürdige Bedienentscheidungen und Oberflächen-Inkonsistenzen bekannt ist. Apple betonte bei der Vorstellung von macOS 27 explizit, dass man sich alles genau angeschaut hat, um macOS besser zu machen. So wird etwa mit Geschwindigkeitssteigerungen geworben, besser sichtbaren Tab-Leisten und vielem mehr. Intel-Nutzer können von all dem nicht mehr profitieren, sie bleiben auf Tahoe hängen. Wie lange es dafür noch Sicherheitsaktualisierungen geben wird, ist ebenfalls unklar.

Die letzten Intel-Macs, die Apple auf den Markt gebracht hatte, sind gar nicht mal so alt: So kamen noch 2020 (im gleichen Jahr wie der erste M1-Mac) ein MacBook Pro mit dem Prozessor auf den Markt. Ebenfalls 2020, sogar erst im August, erschien ein 27-Zoll-iMac auf Intel-Basis, dem bei Apple Silicon weiterhin der Nachfolger fehlt. Bis 2023 blieb schließlich der Mac Pro von 2019 auf den Markt, bis er durch ein Apple-Silicon-Modell ersetzt wurde, das mittlerweile ebenfalls eingestellt ist.

Apple ist bekannt dafür, längerfristig bei Hard- und Software zu planen. Entsprechend unschön ist die Entscheidung, Intel-Nutzern nicht auch noch das stabilere macOS 27 zu gönnen. Bei der Kritik des Supportendes für Macs bleibt es in diesem Jahr indes nicht. Bei watchOS 27 macht Apple einen sogar noch härteren Schnitt. Apple Watch 8 sowie die erste Apple Watch Ultra von 2022 können das neue Betriebssystem nicht mehr nutzen. Vier Jahre alte Geräte ohne Support sind für Apple eine Seltenheit. Die technischen Gründe für die Entscheidung wurden bislang noch nicht geliefert.

Es ist nicht davon auszugehen, dass macOS 27 alias Golden Gate mit Hacks und Kniffen auf Intel-Rechner gebracht werden kann. Apple dürfte den notwendigen Code für die x86-Plattform schlicht nicht mehr ausliefern.

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(bsc)

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