Porsche-Chef Leiters: Der 911 wird nie ein Elektroauto

vor 1 Stunde 1

Seit September 1963 hat Porsche die Baureihe 911 im Angebot. Mit ihr verbinden viele noch immer den klassischen Porsche, auch wenn die Marke inzwischen mehr SUV als Sportwagen verkauft. Es soll auch künftig beim Verbrenner bleiben, legt sich Porsche-Chef Michael Leiters fest. Einen batterieelektrischen Antrieb werde es im 911 nicht geben. Wo es Sinn mache und der Kunde das wünsche, will Porsche auch weiterhin in die Elektromobilität investieren, sagte Leiters auf einer Veranstaltung von auto, motor und sport. Ein 911 sei ein so ikonisches Produkt, da müsse der Fortschritt mit der Verbrenner- und Hybrid-Technologie gewährleistet werden.

Porsche steht Leiters zufolge für Technologieoffenheit. Mit dem Taycan sei das Unternehmen einst ein „Pionier der Elektromobilität“ gewesen. Es sei eine Frage der Geschwindigkeit, vielleicht sei der Hersteller etwas zu früh gewesen, sagte der Manager mit Blick auf den Hochlauf der E-Mobilität. Die Marke Porsche werde den Markt niemals über Kostenführerschaft gewinnen können oder wollen, sondern müsse die besseren, überzeugenderen und emotionaleren Produkte haben als alle anderen. Diese Differenzierung sei die Herausforderung.

Der Nachfolger des 356 wurde 1963 als Porsche 901 vorgestellt. Nach einem Streit mit Peugeot wurde die Null in der Mitte durch eine Eins ersetzt.

(Bild: Porsche)

Der Taycan ist seit 2019 auf dem Markt. Mittlerweile hat Porsche auch zwei batterieelektrische SUV-Modelle im Angebot: den Macan Electric und den Cayenne Electric. Die aktuelle 911-Generation gibt es hingegen nur als Verbrenner, in einigen Ausführungen auch als Hybrid.

Die Elektroautos von Porsche fanden in der Vergangenheit weniger Anklang als erhofft. Ex-Vorstandschef Oliver Blume hatte vor seinem Abgang daher noch die Strategie umgekrempelt. Statt einer ambitionierten Elektrostrategie sollen künftig wieder mehr Verbrenner im Angebot sein. Dafür muss das Unternehmen aber eine Milliardensumme investieren. Leiters hat den Chefposten bei der Volkswagenmarke im Januar 2026 übernommen.

(mfz)

Gesamten Artikel lesen