Mit OpenProject 17.5 können Anwender erstmals zwischen zwei Arten von Kennungen für ihre Arbeitspakete wählen: einer fortlaufenden Nummerierung über die gesamte Installation oder projektbezogenen Kennungen. Vor allem große Organisationen und Teams, die von Atlassian Jira umsteigen, sollen davon profitieren. Daneben erweitert die Version die Möglichkeiten zur Anpassung agiler Backlogs und bringt kleinere Verbesserungen für Dokumentation und Besprechungsplanung.
OpenProject ist eine quelloffene Anwendung für Projektmanagement und Zusammenarbeit. Die Software unterstützt klassische und agile Projektmethoden und bietet unter anderem Aufgaben- und Ressourcenverwaltung, Gantt-Diagramme, Scrum-Backlogs sowie Funktionen für Dokumentation und Team-Arbeit. Sie läuft wahlweise als Cloud-Dienst oder im Eigenbetrieb.
Projektbezug direkt in der Kennung
Die wichtigste Neuerung von OpenProject 17.5 sind projektspezifische Arbeitspaket-Kennungen, die zunächst als Beta vorliegen. Bislang vergab OpenProject die IDs ausschließlich über eine globale Nummernfolge für die gesamte Installation. Ein Arbeitspaket erhielt etwa die Kennung „#2385“ – unabhängig davon, zu welchem Projekt es gehörte.
Künftig können Administratoren stattdessen projektbezogene Kennungen aktivieren. Diese ergänzen die ID um ein Projektkürzel und orientieren sich damit an einem Schema, das viele Anwender bereits von Jira kennen. Aus einer generischen Nummer wird so eine Kennung wie „ERP-2385“ oder „APP-4711“. Zu welchem Projekt ein Arbeitspaket gehört, lässt sich auf diese Weise sofort erkennen – das erleichtert die Orientierung in Umgebungen mit vielen Projekten.
Bestehende IDs bleiben gültig
Nach Angaben des Herstellers funktionieren bestehende numerische IDs und Verweise auch nach einer Umstellung weiter. Alte Links, Lesezeichen und Referenzen sollen weiterhin auf die jeweiligen Arbeitspakete zeigen. Die Wahl zwischen numerischen und projektspezifischen Kennungen gilt allerdings für die gesamte Installation und damit für alle Projekte.
Ein wesentlicher Grund für die neuen Kennungen sind Migrationen von Jira. Unternehmen können ihre bisherigen Jira-Issue-Keys beibehalten, wenn sie ihre Projekte nach OpenProject übertragen. So lassen sich etablierte Namenskonventionen und Referenzen in Dokumentationen, Integrationen oder Automatisierungen weiternutzen. Der Jira-Migrator übernimmt jetzt zusätzlich Fälligkeitstermine sowie geschätzte und verbleibende Arbeitsstunden.
Mehr Kontrolle über Backlogs
Auch die agilen Planungsfunktionen hat OpenProject ausgebaut. Administratoren können nun einzelne Arbeitspakettypen gezielt aus Backlogs ausschließen. So sehen Teams bei der Sprint-Planung nur die Aufgaben, die für sie tatsächlich relevant sind.
Zudem hat OpenProject die Sprint- und Kartenansichten überarbeitet. Informationen wie übergeordnete Arbeitspakete, Prioritäten, Story Points, Zuständigkeiten und der Sprint-Status lassen sich dadurch schneller erfassen.
Kleinere Neuerungen bei Dokumentation und Meetings
Weitere Änderungen betreffen die Dokumentation und Besprechungsplanung. Verweise auf Arbeitspakete lassen sich nun direkt in den Fließtext einbetten. In Eingabefeldern auf Basis des CKEditor reichert OpenProject solche Verweise schon während der Eingabe mit Zusatzinformationen an.
Wiederkehrende Besprechungen unterstützen außerdem neue monatliche Muster wie den ersten Montag oder den letzten Freitag eines Monats. Ändert sich ein Termin, fasst das System mehrere Änderungen in einer Benachrichtigung zusammen und reduziert so die Zahl der E-Mails.
Die Cloud-Anwendungen von OpenProject erhalten das Update seit dem 10. Juni 2026 automatisch; für selbst betriebene Instanzen stehen Anleitungen für Paket- und Docker-Installationen bereit. Alle Details listet OpenProject in den Release Notes zu Version 17.5 auf.
(fo)











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