Nach wochenlangen Protesten und Betrugsvorwürfen ist die Konservative Keiko Fujimori am Freitag offiziell zur Siegerin der Präsidentschaftswahl in Peru erklärt worden. Wie die Wahlbehörde mitteilte, gewann Fujimori die Stichwahl vom 7. Juni mit 50,1 Prozent der Stimmen knapp vor dem linken Kongressabgeordneten Roberto Sanchez, der auf 49,9 Prozent kam. Der Unterschied betrug nur rund 50 000 von 18 Millionen abgegebenen Stimmen.
„Dies ist der Beginn einer neuen Phase“, erklärte Fujimori nach der Bekanntgabe. „Wir nehmen sie mit Verantwortung, Demut und einem tiefen Pflichtgefühl an.“
Ihr unterlegener Gegner Sanchez, der als politischer Erbe des gestürzten linken Präsidenten Pedro Castillo gilt, kündigte an, Fujimoris Regierung nicht anzuerkennen. Er hatte ohne Vorlage von Beweisen Wahlbetrug geltend gemacht. US-Außenminister Marco Rubio gratulierte Fujimori hingegen und erklärte, die Regierung von Präsident Donald Trump freue sich auf eine vertiefte Zusammenarbeit.
Auch an den Finanzmärkten wurde die Nachricht positiv aufgenommen. Die Ratingagentur Moody's erklärte, eine Regierung unter Fujimori werde die politische Kontinuität wahren und das Vertrauen der Anleger stärken.
Die 51-jährige Fujimori ist die Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori, der das Land von 1990 bis 2000 regierte und in Peru eine umstrittene Persönlichkeit ist. Auch Keiko Fujimori sorgte in der Vergangenheit für Kontroversen; gegen sie wurde wegen des Vorwurfs der illegalen Wahlkampffinanzierung ermittelt, was zu mehrfachen Inhaftierungen führte. Das Verfahren wurde jedoch im vergangenen Jahr eingestellt. Ihr Sieg bei ihrer vierten Kandidatur für das Präsidentenamt unterstreicht die tiefe politische Spaltung des Landes, das seit Anfang 2016 neun Präsidenten hatte.












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