Kuba: Kuba meldet Tote nach Schusswechsel mit Schnellboot aus den USA

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Nach kubanischen Angaben wurden vier Menschen auf einem Boot vor der Küste des Landes getötet. Als Grenztruppen sich annäherten, habe die Besatzung das Feuer eröffnet.

Aktualisiert am 25. Februar 2026, 22:46 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP,

 Bei einem Schusswechsel mit der Besatzung eines Schnellboots wurden mehrere Menschen getötet.
Die Bucht von Havanna im Norden von Kuba: Bei einem Schusswechsel mit der Besatzung eines Schnellboots wurden mehrere Menschen getötet. © Ramon Espinosa/​AP/​dpa

Bei einem Schusswechsel zwischen kubanischen Grenztruppen und der Besatzung eines in den USA registrierten Schnellboots sind nach Angaben Kubas vier Menschen auf dem Boot getötet worden. Sechs weitere Menschen seien verletzt und würden medizinisch versorgt, teilte die kubanische Botschaft in den USA unter Berufung auf das Innenministerium mit.

Grenztruppen hatten das Boot laut dem Ministerium in kubanischen Territorialgewässern entdeckt. Das Schnellboot habe sich bis auf etwa eine Seemeile vor der Nordküste Kubas in der Provinz Villa Clara genähert. Als eine Einheit der Grenztruppen zur Identifizierung herangefahren sei, habe die Besatzung des Schnellboots das Feuer eröffnet. Den Angaben zufolge wurde der Kommandant des kubanischen Patrouillenboots verletzt.

Das Schnellboot ist nach Angaben des Ministeriums im US-Bundesstaat Florida registriert. Zur Identität seiner Insassen und den möglichen Gründen ihrer Fahrt vor die kubanische Küste machte das Ministerium keine Angaben. Die kubanische Präsidentschaft teilte lediglich mit, das Land werde weiter seine Territorialgewässer schützen. Die US-Regierung äußerte sich zunächst nicht.

Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen den USA und Kuba. US-Präsident Donald Trump hatte nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar bei einem US-Militäreinsatz die Öllieferungen von Venezuela an Kuba unterbinden lassen und mit der Ölblockade die Wirtschaftskrise im Land verschärft. Zuletzt teile das US-Finanzministerium dann jedoch mit, dass die Beschränkungen für venezolanischen Ölexporte nach Kuba gelockert würden.

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