Der US-Präsident sieht Kuba "in großen Schwierigkeiten". Es könnte zu einer "freundlichen Übernahme" kommen. Außenminister Marco Rubio befasse sich mit der Frage.
27. Februar 2026, 20:05 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, dpa, als
US-Präsident Donald Trump hat die Möglichkeit einer "freundlichen Übernahme" Kubas erwogen. Die kubanische Regierung stecke "in großen Schwierigkeiten", sagte Trump vor Reportern im Weißen Haus. Es gebe zwar derzeit Verhandlungen mit der Regierung in Havanna, aber "es könnte durchaus zu einer freundlichen Übernahme Kubas kommen". US-Außenminister Marco Rubio befasse sich auf "sehr hoher Ebene" mit dieser Frage, sagte der US-Präsident.
Ob Trump sich damit auf eine mögliche Annexion durch die USA bezog oder andere Staaten ebenfalls involviert wären, ging aus der knappen Antwort des Republikaners nicht hervor. Auch einen Zeitrahmen nannte er nicht.
Die USA üben seit Wochen erheblichen Druck auf Kubas kommunistische Regierung aus. Seit Dezember erhielt das Land kein Öl mehr aus Venezuela, da Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat anordnete. Danach drohte Trump mit Zöllen gegen Kubas Öllieferanten. Mittlerweile sollen bestimmte Sanktionen gelockert werden.
Schüsse auf Schnellboot
Die Stimmung zwischen den USA und Kuba ist weiter angespannt. Am Mittwochmorgen war es zu einem Schusswechsel zwischen kubanischen Grenzschützern und der Besatzung eines in den USA registrierten Schnellbootes gekommen. Vier der zehn Menschen auf dem Schnellboot wurden getötet, die anderen verletzt. Auch der Kommandant des kubanischen Patrouillenboots wurde verletzt.
Nach kubanischer Darstellung verfolgte die zehnköpfige Besatzung des Schnellbootes terroristische Absichten und wollte illegal nach Kuba eindringen. An Bord des Bootes seien Waffen, Sprengsätze und Tarnuniformen gefunden worden. "Alle Beteiligten sind in den Vereinigten Staaten lebende Kubaner", hieß es.

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