Kuba: Boote aus Hilfsflotte vermisst

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Die beiden Boote mit neun Besatzungsmitgliedern unterschiedlicher Nationalitäten und humanitären Hilfsgütern an Bord waren der Marine zufolge am vergangenen Freitag von der südostmexikanischen Insel Isla Mujeres ausgelaufen und sollten am Dienstag oder Mittwoch dieser Woche in Kubas Hauptstadt Havanna eintreffen.

Die ​beiden vermissten Boote ‌gehören zu einer breiteren Hilfsinitiative für das unter Energieengpässen leidende Kuba. Der Karibikstaat kämpft mit anhaltenden Stromausfällen und einer sich verschärfenden Wirtschaftskrise, nachdem die USA ihr Embargo für Öl und andere ‌Güter verschärft hatten.

Die Kapitäne und Besatzungen seien erfahrene Seeleute ⁠und ⁠die Schiffe mit entsprechenden Sicherheitssystemen ausgestattet, teilten die Organisatoren des Hilfskonvois der Nachrichtenagentur Reuters mit. Man arbeite vollumfänglich mit den Behörden zusammen und sei ‌zuversichtlich, dass die Crews Havanna sicher erreichen würden.

Die mexikanische Marine erklärte, sie habe die Marinekommandos in der Region sowie die eigenen Such- und Rettungsstationen alarmiert. Bei dem Absuchen der Route zwischen Isla Mujeres und Havanna kämen auch Flugzeuge zum Einsatz. Die Marine rief zudem Seeleute und Seebehörden in der Karibik und im Golf von Mexiko dazu auf, jede Information oder Sichtung der vermissten Boote bei der nächstgelegenen Marinebehörde zu melden.

Mexikos Marine machte keine Angaben zur Identität oder Staatsangehörigkeit der Besatzungsmitglieder auf den vermissten Booten. Sie erklärte jedoch, sie stehe in ständigem Kontakt mit Rettungsdiensten in Polen, Frankreich, Kuba und den USA. Zudem stehe sie »mit den diplomatischen Vertretungen der Herkunftsländer der Besatzungsmitglieder« in Verbindung, erklärte die Marine.

In Kuba hatte sich die wirtschaftliche Not zuletzt durch den Stopp von Öllieferungen infolge der US-Intervention in Venezuela verschärft. US-Präsident Donald Trump ließ nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar Venezuelas Öllieferungen an Kuba einstellen. Anderen Staaten, die Erdöl an den Karibikstaat liefern, drohte er mit zusätzlichen US-Zöllen.

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