Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Israel: Haben bei Angriff Hamas-Militärchef ins Visier genommen
US-Repräsentantenhaus scheitert knapp an Votum gegen Iran-Krieg
Trump: Xi hat Hilfe im Iran-Krieg angeboten
Libanon und Israel beginnen Gespräche in Washington
Israels Armee beginnt neue Angriffe in Südlibanon
USA und Iran stellen Streit über hochangereichertes Uran anscheinend vorerst zurück
Die USA und Iran scheinen Gespräche über Teherans Bestand an hochangereichertem Uran zurückgestellt zu haben, um ein Ende des Kriegs zu erreichen. Beide Seiten deuteten an, das Thema solle zu einem späteren Zeitpunkt behandelt werden. Iran sei „gemeinsam mit den Amerikanern zu dem Schluss gekommen“, das Thema auf spätere Verhandlungsphasen zu verschieben, erklärte Außenminister Abbas Araghtschi auf einer Pressekonferenz in Indien. Er bezeichnete die Frage als „sehr kompliziert“.
US-Präsident Donald Trump sagte an Bord der Air Force One, er sei bereit, US-Truppen zur Entfernung des iranischen Urans „zum richtigen Zeitpunkt“ zu entsenden. Damit deutete er an, dass ein solcher Einsatz nicht unmittelbar bevorsteht.
Irans hochangereichertes Uran, dessen Standort unbekannt ist, bleibt eines von vielen ungelösten Themen, die eine endgültige Einigung zur Beendigung des elf Wochen dauernden Kriegs verhindern. Weitere Punkte sind Teherans umfassenderes Atomprogramm und die Öffnung der Straße von Hormus. Es gibt keine Hinweise darauf, dass eine Verständigung unmittelbar bevorsteht.
Trump sagte zuvor in Peking, er und Chinas Präsident Xi Jinping verfolgten gemeinsame Ziele zur Lösung des Konflikts: Iran solle keine Atomwaffen besitzen, und Hormus solle wieder geöffnet werden. Er bat Xi nicht ausdrücklich, Druck auf Iran auszuüben, um den Verkehr durch die Meerenge zu erleichtern, sagte aber voraus, dass der chinesische Präsident dies tun werde. China, Irans größter Ölabnehmer und wichtiger diplomatischer Partner, verfolgt in dem Konflikt einen zurückhaltenden Ansatz. Das Außenministerium erklärte, Streitigkeiten über Irans Atomprogramm sollten im Dialog beigelegt werden. Peking ist zudem in mehreren Golfstaaten stark investiert und hat bisher wenig diplomatische Anstrengungen unternommen, um eine Lösung zu finden.
Israel: Haben bei Angriff Hamas-Militärchef ins Visier genommen
Israel hat nach eigenen Angaben bei einem Angriff im Gazastreifen den Chef des bewaffneten Arms der Hamas ins Visier genommen. Izz al-Din al-Haddad gelte als einer der Drahtzieher des Angriffs vom 7. Oktober 2023, teilten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz in einer gemeinsamen Erklärung mit. Er sei für den Mord, die Entführung und das Leid Tausender Israelis verantwortlich, behaupteten sie. Ob Haddad bei dem Angriff getötet wurde, ließen die Politiker offen. Haddad hatte die militärische Führung der Extremistenorganisation nach der Tötung von Mohammed Sinwar im Mai 2025 übernommen.
Sanitätern und Augenzeugen zufolge hat ein Luftangriff eine Wohnung in Gaza-Stadt getroffen. Dabei sei mindestens ein Mensch getötet worden. Dessen Identität ist zunächst unklar. Eine Stellungnahme der Hamas liegt nicht vor.
Israel und Libanon verhandeln weiter
Mit Spannung wird erwartet, ob die Waffenruhe verlängert wird: Israelische und libanesische Unterhändler setzen Medienberichten zufolge ihre Gespräche in Washington fort. Das berichteten übereinstimmend der arabischsprachige Sender Al-Jazeera und die israelische Zeitung Haaretz.
Libanon und Israel hatten sich Mitte April nach Gesprächen auf Diplomatenebene erstmals auf eine Waffenruhe geeinigt. Eine weitere Gesprächsrunde begann am Donnerstag. Die libanesische Regierung ist allerdings selbst keine aktive Konfliktpartei. Israel liefert sich Gefechte mit der mit Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in Libanon, die nicht mit am Tisch sitzt.
Diese gegenseitigen Beschüsse halten trotz der Waffenruhevereinbarung an. Libanesischen Medienberichten zufolge wurden bei israelischen Angriffen im Süden Libanons allein am Freitag mehrere Menschen getötet. Dutzende wurden verletzt, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Die israelische Armee gab den Tod eines Soldaten bei Kämpfen im Südlibanon bekannt.
Iran-Krieg spaltet Brics-Staaten: Treffen endet ohne Abschlusserklärung
Der Iran-Krieg entzweit die Brics-Staaten. Ein Treffen der Außenminister der sogenannten Brics-Staaten in Delhi ist ohne eine gemeinsame Abschlusserklärung zu Ende gegangen. Grund waren gravierende Meinungsverschiedenheiten zwischen Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Das Gastgeberland Indien veröffentlichte lediglich eine Erklärung, in der es auf unterschiedliche Ansichten zur Lage im Nahen Osten hinwies. Die Brics-Staaten sind ein Bündnis von Ländern an der Schwelle zur Transformation in Industriestaaten. Sie wollen ein Gegengewicht zur westlich dominierten Vereinigung der G7-Staaten bilden. Mitglieder sind Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, Äthiopien, Ägypten, Iran und die VAE.
Iran hatte gefordert, den Krieg der USA und Israels gegen sein Land zu verurteilen. Er warf den Emiraten zudem eine direkte Beteiligung an militärischen Einsätzen vor. Außenminister Abbas Araghtschi sagte auf einer Pressekonferenz, ein namentlich nicht genanntes Brics-Mitglied habe Teile der Erklärung blockiert. Er erklärte weiter, Iran habe keine Probleme mit diesem bestimmten Land. Iran greife lediglich US-Militärstützpunkte an, die sich bedauerlicherweise auf dessen Boden befänden. Das iranische Militär hat die Emirate seit Beginn des Krieges am 28. Februar mehrfach mit Raketen und Drohnen angegriffen. Eine Stellungnahme der VAE lag zunächst nicht vor.
Vor allem Indien leidet unter der Blockade der Straße von Hormus, durch die vor dem Krieg ein Fünftel des weltweit verschifften Öls transportiert wurde. Indiens Ministerpräsident Narendra Modi verurteilte am Freitag die Angriffe auf die VAE bei einem Kurzbesuch in dem Golfstaat. Die Art und Weise, wie die VAE ins Visier genommen worden seien, sei inakzeptabel.
Iran: Straße von Hormus nur für Feinde gesperrt
„Die Straße von Hormus ist aus unserer Sicht nicht geschlossen, insbesondere nicht für befreundete Länder. Sie ist nur für unsere Feinde geschlossen“, sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Rande des Außenminister-Treffens der Brics-Staaten in Delhi.
Irans Chefdiplomat stellte überraschend auch eine Aufhebung von Einschränkungen durch die iranische Marine in Aussicht. Araghtschi nannte dafür als Voraussetzung ein Ende des Kriegs, den die USA und Israel Ende Februar gegen Iran begonnen hatten. „Dann werden wir sicherstellen, dass die sichere Passage für jedes einzelne Schiff garantiert ist“, sagte er.
Irans Streitkräfte hatten kurz nach Kriegsbeginn die Kontrolle über die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormus übernommen. Durch Drohungen und Angriffe auf Schiffe kam der Verkehr in der Meerenge weitgehend zum Erliegen. Die Folge waren weltweit deutlich steigende Energie- und Kraftstoffpreise. Die Meerenge ist laut Iran zudem inzwischen vermint.
Teheran betont stets, die Straße von Hormus sei nicht blockiert. Faktisch müssen sich Reedereien jedoch mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen anschließend nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren. Dafür verlangt die iranische Führung hohe Gebühren. Völkerrechtlern zufolge verstoßen solche Gebühren gegen das Recht auf Transitpassage. Die USA verhängten Mitte April ihrerseits eine Seeblockade gegen Iran, um das Land unter anderem von Öleinnahmen abzuschneiden.
US-Repräsentantenhaus scheitert knapp an Votum gegen Iran-Krieg
Das republikanisch kontrollierte US-Repräsentantenhaus hat denkbar knapp gegen ein Ende der US-Beteiligung am Iran-Krieg gestimmt. Die Abstimmung ging 212 zu 212 aus, nach den Regeln des Repräsentantenhauses scheiterte die Resolution damit. Drei Republikaner stimmten für den Antrag – ein kleines aber beachtliches Zeichen wachsender parteiübergreifender Kritik an dem Krieg.
Die Abstimmung fällt in eine heikle Phase: Präsident Donald Trump ist derzeit zu Gesprächen mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking. Ein Votum seiner eigenen Partei gegen den Krieg hätte ihn außenpolitisch erheblich geschwächt. Auch im Senat war eine ähnliche Resolution zuvor nur knapp gescheitert. Zugleich wächst in der Bevölkerung der Unmut über die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs, vor allem über hohe Benzinpreise und steigende Lebenshaltungskosten.
Bericht: Saudi-Arabien und Emirate sollen Iran direkt angegriffen haben
Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben laut einem Bericht der New York Times während des jüngsten Nahost-Konflikts erstmals direkt Ziele in Iran angegriffen. Die Attacken seien Vergeltung für iranische Angriffe auf ihr eigenes Staatsgebiet gewesen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf aktuelle und frühere ranghohe US-Beamte. Angaben zu Zeitpunkt und Zielen der unabhängig voneinander ausgeführten Angriffe machten die Quellen nicht.
Offiziell bestätigen weder Saudi-Arabien noch die Emirate die Angriffe. Iran hatte im Krieg mit den USA und Israel wiederholt Ziele in beiden Ländern attackiert und erhebliche Schäden verursacht. Beide Staaten beherbergen US-Militärstützpunkte, Saudi-Arabien und Iran ringen seit Langem um Einfluss in der Region. Auch die Emirate sind ein enger US-Verbündeter und hatten ihre Beziehungen zu Israels normalisiert.
Israel und Hisbollah greifen einander weiter gegenseitig an
Israels Armee geht eigenen Angaben zufolge trotz der noch geltenden Waffenruhe im Krieg mit der Hisbollah weiter gegen die von Iran unterstützte Miliz in Südlibanon vor. In den vergangenen 24 Stunden habe das Militär mehr als 20 Mitglieder der Schiitenorganisation im Süden des Nachbarlandes getötet, hieß es in einer Mitteilung am Abend. Zudem habe die Armee Dutzende Ziele der Miliz angegriffen, darunter Waffenlager und Kommandozentralen.
Die Hisbollah feuerte am Abend israelischen Militärangaben zufolge derweil wieder Geschosse auf Nordisrael ab, von denen einige abgefangen worden und andere auf offenes Gelände gestürzt seien. In mehreren Gegenden wurde Raketenalarm ausgelöst. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Die Hisbollah feuerte laut Israels Armee zudem im Laufe des Tages unter anderem Raketen in Richtung israelischer Soldaten. Es habe dabei keine Verletzten gegeben.
In der US-Hauptstadt Washington findet israelischen Medien zufolge derweil die dritte Gesprächsrunde zwischen Vertretern aus Israel und Libanon statt. Zum Inhalt der aktuellen Verhandlungen gab es zunächst keine Angaben. Die Gespräche finden den Angaben zufolge erneut auf Botschafterebene statt und sollen auch am Freitag fortgesetzt werden. Die libanesische Regierung ist keine Konfliktpartei im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah. Früheren US-Angaben zufolge wollen beide Delegationen ein „umfassendes Friedens- und Sicherheitsabkommen“ erreichen.
Trump: Xi hat Hilfe im Iran-Krieg angeboten
Chinas Staatschef Xi Jinping hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump Hilfe im Iran-Krieg angeboten. „Er würde es begrüßen, wenn ein Deal erzielt wird. Und er bot an, er sagte: ‚Wenn ich irgendwie helfen kann, würde ich das gerne tun‘“, sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News, von dem Ausschnitte veröffentlicht wurden. Auf Nachfrage, ob Xi das tatsächlich so gesagt habe, bestätigte Trump dies ausdrücklich. Trump betonte, dass Xi sich die Öffnung der Straße von Hormus wünsche. Die für den Welthandel wichtige Meerenge ist seit Beginn des Iran-Kriegs nicht mehr frei passierbar, was den Ölexport stark behindert. China gilt als wichtigster Importeur von iranischem Öl und ist daher besonders an einer Öffnung der Meerenge interessiert.
In einem zuvor veröffentlichten Interview des Senders NBC News sagte US-Außenminister Marco Rubio, dass Trump Xi nicht um etwas gebeten habe. „Wir haben nicht um Chinas Hilfe gebeten, noch benötigen wir ihre Unterstützung“, sagte er. Trump habe allerdings Xi auf die Thematik hingewiesen.
Libanon und Israel beginnen Gespräche in Washington
Vertreter Libanons und Israels haben in Washington direkte Gespräche aufgenommen. Dabei fordert die libanesische Regierung ein Ende der israelischen Angriffe, während Israel auf eine Entwaffnung der Schiiten-Miliz Hisbollah und ein Friedensabkommen pocht. Einem Vertreter des US-Außenministeriums zufolge begann das Treffen am Donnerstag unter US-Vermittlung. Die Verhandlungen, die bis Freitag andauern sollen, finden trotz des scharfen Protests der von Iran unterstützten Hisbollah statt. Es ist das dritte Treffen beider Seiten seit dem Wiederaufflammen der Feindseligkeiten am 2. März und der ranghöchste Kontakt seit Jahrzehnten.
Überschattet wird die Zusammenkunft von anhaltenden Kämpfen. Eine von US-Präsident Donald Trump am 16. April ausgerufene Waffenruhe läuft am Sonntag aus. Zwar beschränkten sich die Auseinandersetzungen zuletzt weitgehend auf Südlibanon, forderten jedoch weitere Opfer.
Israel will "New York Times" verklagen – Vorwurf der Verleumdung
Israel plant eine Klage gegen die Zeitung New York Times und einen ihrer Journalisten wegen eines Berichts über angebliche sexuelle Gewalt gegen palästinensische Gefangene. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weist seine Rechtsberater nach eigenen Angaben an, härteste rechtliche Schritte gegen das Blatt und den Autoren zu prüfen. Der Artikel verleumde die israelischen Soldaten und versuche, eine falsche Symmetrie zwischen der radikal-islamischen Hamas und den israelischen Streitkräften herzustellen, erklärte Netanjahu.
Die Zeitung verteidigt den Bericht und teilt mit, die Aussagen der Zeugen seien umfassend auf ihre Fakten geprüft und untermauert worden. Die Vereinten Nationen und Menschenrechtsgruppen haben seit dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 sexuelle Gewalt durch sowohl die Hamas als auch Israel dokumentiert.
Die Lage vor Ort
Im Süden Libanons gehen die Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz weiter. In den vergangenen 24 Stunden hat die israelische Armee zahlreiche Ziele im Nachbarland angegriffen. Die Hisbollah-Miliz schlägt mit mehreren Angriffen auf israelische Stellungen zurück:
In dem Gebiet südlich des Litani-Flusses werden zunehmend mehr Einwohner vertrieben. Israel forderte sie zuletzt wiederholt mit Flugblättern zum Verlassen ihrer Häuser auf. Israel will nahe der Landesgrenze eine Pufferzone schaffen, um zu verhindern, dass sich die Kämpfer der von Iran finanzierten Hisbollah-Miliz israelisches Territorium angreifen können. Mehrmals hat die Regierung aber auch schon davon gesprochen, das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses kontrollieren zu wollen. Mehr und mehr Orte werden dabei dem Erdboden gleichgemacht.
Wie die israelische Armee vorgeht und wie sich die Orte in Südlibanon seit Beginn des Krieges in Iran verändert haben:
Israels Armee beginnt neue Angriffe in Südlibanon
Israels Militär hat eigenen Angaben zufolge trotz aktuell herrschender Waffenruhe neue Angriffe auf Ziele der Hisbollah in mehreren Gegenden in Südlibanon begonnen. Die israelische Armee nehme dabei „Terrorinfrastruktur der Hisbollah“ ins Visier, teilte sie mit. Zuvor hatte Israels Armee die Bewohner mehrerer Orte im Süden des Nachbarlandes aufgerufen, diese zu verlassen, damit sie dort gegen die Hisbollah vorgehen kann.
In Libanon wurden derweil mehrere israelische Angriffe gemeldet. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete von zahlreichen Angriffen in mehreren Gebieten im Süden und auch nahe der Küstenstadt Tyrus. Auf einer Autobahn nahe dem Küstenort Dschije, rund 30 Kilometer südlich der Hauptstadt Beirut, wurden den Angaben zufolge zwei Fahrzeuge von israelischen Luftangriffen getroffen. Es gibt unterschiedliche Angaben dazu, wie viele Menschen bei dem Angriff verletzt wurden. Die Nachrichtenagentur Reuters schreibt von acht Toten, darunter zwei Kinder. Die Deutsche Presse-Agentur berichtet von einem Toten und einem Verletzten. Beide Agenturen beziehen sich auf Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums. Sicherheitskreisen zufolge zielten die drei separaten Angriffe auf Fahrzeuge. Israels Militär äußerte sich auf Anfrage nicht zu den Berichten.
Israels Armee teilte mit, sie habe in den vergangenen 24 Stunden mehr als 40 Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Süden des Nachbarlandes angegriffen, darunter Waffenlager. Die Hisbollah habe zudem mehrere Raketen in Richtung israelischer Soldaten in Südlibanon gefeuert. Verletzte habe es dabei nicht gegeben. Die Hisbollah reklamierte mehrere Angriffe auf israelische Stellungen in Südlibanon für sich.
Die aktuelle Waffenruhe dürfte in den kommenden Tagen auslaufen, sollte sie nicht wieder verlängert werden. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump die Feuerpause am 23. April nach einem Treffen der Botschafter der verfeindeten Länder Israel und Libanon im Weißen Haus verlängert. Eine weitere Gesprächsrunde zwischen Vertretern der beiden Staaten ist für Donnerstag und Freitag in den USA geplant.
Helfer: Täglich vier Kinder in Libanon getötet oder verletzt
Das Inkrafttreten einer Waffenruhe in Libanon vor rund einem Monat hat das Land für Kinder nach Einschätzung einer Hilfsorganisation nicht sicherer gemacht. Jeden Tag seien im Durchschnitt mehr als vier Kinder getötet oder verletzt worden, teilte „Save the Children“ mit.
Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden in den ersten 25 Tagen seit Beginn der Waffenruhe am 17. April 22 Kinder getötet und 89 verletzt, wie die Kinderhilfsorganisation mitteilte. Seit Beginn des Kriegs Anfang März seien damit fast 200 Kinder getötet worden.
Die libanesische und die israelische Regierung hatten sich Mitte April auf die Waffenruhe geeinigt. Es kommt jedoch weiterhin zu täglichen Angriffen zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz. Insbesondere in Libanon werden dabei weiter täglich Menschen getötet. Allein seit Inkrafttreten der Feuerpause waren es nach Behördenangaben insgesamt fast 400 Menschen.
"Nicht einmal ein bisschen" – Trump ignoriert Wirtschaftsfolgen bei Iran
US-Präsident Donald Trump hat erklärt, die wirtschaftlichen Sorgen der Amerikaner spielten keine Rolle bei seinen Entscheidungen über den Krieg in Iran. Die Verhinderung iranischer Atomwaffen habe absolute Priorität.
"Nicht einmal ein bisschen", sagte Trump auf die Frage, ob ihn die finanzielle Lage der Bürger zu einem Deal motiviere. Vor seiner China-Reise sagte er: "Ich denke nur an eine Sache: Wir können Iran keine Atomwaffe erlauben."
Der Iran-Konflikt hat zu steigenden Energiepreisen und höherer Inflation geführt. Die US-Verbraucherpreise stiegen im April so stark wie seit drei Jahren nicht. Laut US-Geheimdiensten hat sich die Zeit, die Iran für den Bau einer Atomwaffe bräuchte, seit letztem Sommer nicht verändert – sie liegt bei neun Monaten bis einem Jahr. Iran bestreitet, Atomwaffen anzustreben. Westliche Staaten vermuten jedoch, dass Teheran die Fähigkeit zum Bombenbau entwickeln will.












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