Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne zieht seine Kandidatur für den FDP-Bundesvorsitz zurück. Das bestätigte ein Sprecher der FDP in Nordrhein-Westfalen – zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet. Damit bleibt zunächst nur Wolfgang Kubicki als Kandidat für den FDP-Bundesvorsitz.
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Höne begründete seinen Verzicht auf dem Kurznachrichtenportal X unter anderem auch damit, dass es „in der aktuellen Lage unseres Landes und unserer Partei“ notwendig sei, „unsere Kräfte im politischen Wettbewerb nach außen zu bündeln, statt in interner Konkurrenz“. Die FDP wolle Gegenpol zu einer „zerfallenden Koalition“ sein, die sich in „Streit und Fantasielosigkeit“ verliere. Höne unterstützt damit die Kandidatur von Wolfgang Kubicki, kandidiert aber als erster stellvertretender Bundesvorsitzender.
Wir müssen alle zusammenführen, denen Freiheit wichtig ist.
Henning Höne, FDP-Landeschef Nordrhein-Westfalen
„Wir müssen alle zusammenführen, denen Freiheit wichtig ist“, sagte Höne der „FAZ“ in einem Doppelinterview mit Kubicki. „Und das muss schnell geschehen. Auch mit Blick auf die aktuelle Krise der Bundesregierung.“ Beide Politiker betonten, dass sie den Schritt in den vergangenen Tagen gemeinsam geplant hätten. Ziel sei es, dass die FDP Kräfte bündele. Kubicki stellte demnach in Aussicht, Höne eng einzubinden.
Der 39-jährige Höne ist Chef des größten FDP-Landesverbands und Fraktionsvorsitzender in einem der wenigen Landtage, in denen die FDP noch vertreten ist. Aktuell ist Höne – wie auch der 74-jährige Kubicki – Vizevorsitzender der Bundes-FDP.
Die FDP steckt in einer tiefen Krise. Bei der Bundestagswahl im Februar vergangenen Jahres scheiterte sie an der Fünf-Prozent-Hürde und flog aus dem Parlament. Sie sitzt auch nur noch in 6 der 16 Landesparlamente. In diesem Jahr musste sie bei den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit 4,4 beziehungsweise 2,1 Prozent schwere Niederlagen einstecken.
Daraufhin trat die gesamte Führung der Bundespartei zurück. Der bisherige Vorsitzende Christian Dürr kündigte zunächst an, beim Parteitag Ende Mai erneut anzutreten. Er zog dann aber zurück, als Kubicki seine Kandidatur anmeldete. (dpa)

vor 2 Stunden
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