Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Teheran antwortet auf Trumps Drohungen
Explosionen in Teheran - Flugabwehr im Einsatz
USA: Krieg gegen Iran kostet bisher 37,5 Milliarden Dollar
Öltanker mit saudi-arabischem Rohöl drehen im Roten Meer um
Berichte: Vermittler legen neuen Vorschlag für Waffenruhe vor
US-Regierung unterzeichnet Atom-Deal mit Saudi-Arabien
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will Saudi-Arabien beim Aufbau eines zivilen Atomprogramms helfen. Die Energieminister beider Länder, Chris Wright und Abdulasis bin Salman, unterzeichneten in Washington ein entsprechendes Abkommen, wie das US-Energieministerium auf X mitteilte.

US-Militär beendet weitere Angriffswelle gegen Iran
Nach gut einer Stunde hat Centcom auf der Plattform X bekannt gegeben, dass die Angriffswelle gegen Iran beendet sei. Zu den Zielen der gut einstündigen Angriffswelle gehörten demnach militärische Kommandozentren, die iranische Marine und Standorte der Luftwaffe. Es war die inzwischen elfte Nacht in Folge, in der das US-Militär Ziele in Iran bombardiert hat.
Teheran antwortet auf Trumps Drohungen
Iran droht seinerseits mit Vergeltung, sollten die USA Infrastruktur wie Brücken oder Kraftwerke angreifen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf Militärkreise.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump seine Drohungen wiederholt: „Jedes Mal, wenn die Islamische Republik Iran in der Straße von Hormus auf ein Schiff schießt – sei es mit einer Lenkrakete, einer Rakete, einer Drohne oder einem anderen Gerät oder einer anderen Waffe – werden die Vereinigten Staaten EINE BRÜCKE ODER EIN KRAFTWERK bombardieren und zerstören, einschließlich solcher, die sich in der Nähe oder innerhalb der Hauptstadt Teheran befinden“, schreibt Trump in einem Beitrag auf Truth Social.
Iranischer Chefunterhändler droht mit Blockade von Ölexporten
Der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Kalibaf warnt davor, dass niemand in der Region Öl verkaufen könne, wenn dies Iran verwehrt bleibe. Wenn die Sicherheit Teherans nicht gewährleistet sei, sei keine Infrastruktur sicher, erklärt er auf der Kurznachrichtenplattform X. „Die Logik dieses Krieges ist klar: entweder alle oder keiner“, schreibt Kalibaf weiter. Die Sicherheit der Straße von Hormus hänge vom Fernbleiben der US-Streitkräfte ab.
Weitere Schiffe ändern Kurs nach Huthi-Drohung
Nach einer Warnung der jemenitischen Huthi-Miliz vor dem Anlaufen saudi-arabischer Häfen haben weitere Tanker im Roten Meer ihren Kurs geändert. Zwei Schiffe steuern nun den Suezkanal an, während zwei weitere offene Gewässer als Ziel angeben, wie aus Schiffsortungsdaten von LSEG und Marine Traffic hervorgeht. Ein fünftes Schiff, ein Fahrzeugtransporter, scheint zudem im Golf von Aden abgedreht zu haben, nachdem es zuvor den saudischen Hafen Dschidda als nächstes Ziel gemeldet hatte. Am Dienstag hatten bereits drei mit saudi-arabischem Rohöl beladene Tanker auf dem Weg nach China und Indien abgedreht und fortan den Suezkanal angesteuert, um die jemenitische Küste zu meiden.
Pakistan droht Jemen mit Militäreinsatz
Inmitten des neu aufflammenden Konflikts zwischen der von Iran unterstützten Huthi-Miliz in Jemen mit dem Königreich Saudi-Arabien droht Pakistan mit einem Militäreinsatz. Man behalte sich auch den Einsatz von Gewalt vor, um eigene Interessen zu schützen, hieß es in einer Stellungnahme des pakistanischen Außenministeriums. Die Atommacht Pakistan unterhält mit Saudi-Arabien ein weitreichendes Militärbündnis.
Die Huthi hatten am Montag eine „Blockade“ für saudische Schiffe angekündigt - rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Nachbarland, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Der pakistanischen Stellungnahme nach verurteilt das südasiatische Land die Drohungen der Huthi gegenüber Saudi-Arabien. Eigene pakistanische Interessen könnte im Sinne des Bündnisses zwischen Pakistan und Saudi-Arabien auch bei einem Angriff auf das Königreich als verletzt gelten.
Ein militärischer Eintritt Pakistans in den Konflikt würde Pakistan im Jemen-Krieg zu einem Kontrahenten Teherans machen. Die Regierung in Islamabad tritt bislang als Vermittler im Konflikt zwischen Iran und den USA auf.

Explosionen in Teheran - Flugabwehr im Einsatz
Erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg ist wieder die Flugabwehr in der Hauptstadt Teheran aktiviert worden. Im Nordosten der Millionenmetropole waren in der Nacht dumpfe Detonationen zu hören, wie ein dpa-Reporter berichtete. Auch iranische Staatsmedien berichteten über Flugabwehrfeuer in verschiedenen Bezirken der Stadt, in der rund 15 Millionen Menschen leben. Kurz darauf herrschte zunächst wieder Ruhe.
Die nächtlichen Geschehnisse in Teheran könnten darauf hindeuten, dass die Eskalation des Konflikts in eine neue Phase tritt. Die bislang letzten Angriffe auf die Metropole hatte es Anfang Juni gegeben, also vor mehr als einem Monat. Damals hatte die israelische Luftwaffe als Reaktion auf iranische Raketenangriffe Ziele in der Stadt attackiert.

US-Militär meldet neue Angriffswelle gegen Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe auf militärische Ziele in Iran gestartet. Damit sollten die Möglichkeiten des Landes geschwächt werden, Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus angreifen zu können, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Es ist die elfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angreifen. Die genauen Ziele der neuen Angriffe gab Centcom nicht bekannt.
US-Präsident Donald Trump hatte Iran Stunden zuvor mit weiteren Angriffen gedroht und dabei konkret ein Areal rund um eine Anlage genannt, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist. Bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus sagte Trump:
„Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht.“
Donald Trump, US-PräsidentBereits zuvor hatte der Republikaner eine Attacke auf den Komplex angedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt. Trump betonte zudem, dass das US-Militär jede Anlage ins Visier nehmen werde, die die Führung in Teheran für atomare Zwecke nutzen wolle.
USA: Krieg gegen Iran kostet bisher 37,5 Milliarden Dollar
Der Krieg gegen Iran kostet die USA nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth inzwischen 37,5 Milliarden Dollar (rund 32 Milliarden Euro). Das sagte Hegseth bei einer Anhörung im US-Senat auf Nachfrage des demokratischen Senators Dick Durbin. Die bisherige Schätzung hatte bei 29 Milliarden Dollar gelegen.
Hegseth machte zugleich deutlich, dass es sich nicht ausschließlich um bereits angefallene Kosten handelt. Die Summe umfasse neben den bisherigen Ausgaben auch erwartete Kosten bis zum Ende des laufenden Haushaltsjahres am 30. September. Dazu zählten unter anderem Soldzahlungen für Militärangehörige sowie Betriebs- und Wartungskosten.
Hegseth warb im Kongress für einen Nachtragshaushalt in Höhe von 67 Milliarden Dollar für das Verteidigungsministerium. Das Geld soll unter anderem die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte sichern, verbrauchtes Material ersetzen und Investitionen in Munition sowie neue Waffensysteme beschleunigen.
Öltanker mit saudi-arabischem Rohöl drehen im Roten Meer um
Zwei mit saudi-arabischem Rohöl für China und Indien beladene Tanker haben am Dienstag im Roten Meer umgedreht und Kurs auf den Suezkanal genommen. Dies ging aus Schifffahrtsdaten des Anbieters LSEG hervor. Vorausgegangen war eine Warnung der mit Iran verbündeten Huthi-Miliz in Jemen. Die Huthi hatten am Montag eine „Seeblockade“ gegen Saudi-Arabien verkündet. Dies könnte eine neue Front im Konflikt zwischen den USA und Iran eröffnen und die Gefahr für die weltweite Energieversorgung sowie für den Seehandel über die Golf-Region hinaus erhöhen.
Die von der Huthi-Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba berichtete, es seien innerhalb von 24 Stunden sogar sechs Schiffe zur Umkehr gezwungen worden, nachdem die Blockade ausgerufen worden war. Eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.
US-Präsident Donald Trump kündigte eine Reaktion an, sollten die Huthi ihre Drohung einer Seeblockade gegen die Handelsschifffahrt im Roten Meer wahr machen. Falls eine solche entstehe, „werden wir uns um die Sache kümmern“, so Trump weiter. Die USA seien zuvor schon „energisch“ gegen die Huthi vorgegangen, sagte Trump mit Verweis auf US-Luftangriffe in Jemen im vergangenen Jahr.
Huthi warnen Reedereien vor Nutzung saudi-arabischer Häfen
Die Huthi-Rebellen in Jemen warnen Reedereien davor, saudi-arabische Häfen zu nutzen. Schiffen sei es untersagt, dort Fracht zu laden oder zu löschen, heißt es in einer E-Mail der mit Iran verbündeten Miliz vom 20. Juli, die bei mehreren Reedereien eingegangen ist und von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehen wurde. Solche Aktivitäten könnten dazu führen, dass die Schiffe „an jedem Ort“ von den Huthi angegriffen würden. „Wir empfehlen Ihrem Unternehmen dringend, bei all seinen Geschäftsbeziehungen die gebotene Sorgfalt und äußerste Vorsicht walten zu lassen“, heißt es in der Mail weiter. „Jegliche derartige Aktivität würde die betroffenen Schiffe Sanktionen aussetzen. Darüber hinaus könnten sie an jedem Ort innerhalb der Einsatzreichweite der jemenitischen Streitkräfte ins Visier genommen werden.“
Die Huthi haben eine Seeblockade gegen das Nachbarland Saudi-Arabien verhängt. Sie können von dem unter ihrer Kontrolle stehenden Gebiet in Jemen aus die Meerenge Bab al-Mandab zum Roten Meer beschießen.
Jordanien und Bahrain wehren erneut iranische Angriffe ab
Jordanien und Bahrain haben nach eigenen Angaben erneut iranische Angriffe abgewehrt. In der Nacht und am Morgen seien fünf aus Iran abgefeuerte Drohnen abgefangen worden, teilten die jordanischen Streitkräfte mit. Verletzte oder Sachschäden habe es nicht gegeben.
Auch Bahrain meldete erneut iranischen Beschuss. Die Luftverteidigung habe mehrere aus Iran kommende Flugkörper abgefangen, teilte das Militär in Bahrain mit. Die Streitkräfte warfen Iran vor, gezielt Zivilisten und zivile Einrichtungen im Königreich anzugreifen. Alle Einheiten befänden sich in höchster Alarmbereitschaft. Die USA attackieren seit Tagen wieder Ziele in Iran, während Teheran Vergeltungsangriffe auf Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region durchführt. In Jordanien sind wie in den Golfstaaten US-Soldaten stationiert.
Berichte: Vermittler legen neuen Vorschlag für Waffenruhe vor
Berichten zufolge bemühen sich die Vermittler zwischen USA und Iran um eine neue Waffenruhe. Katar, Ägypten, Pakistan und andere regionale Vermittler hätten den beiden Kriegsparteien einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet, erfuhr das US-Nachrichtenportal Axios aus Quellen. Auch das Wall Street Journal berichtete über den Vorschlag.
Die Vermittler fürchteten, Washington und Teheran könnten in einen Kreislauf geraten, in dem sie den Konflikt zwar unterhalb der Schwelle eines umfassenden Krieges halten, aber die regionalen Volkswirtschaften auf unbestimmte Zeit beeinträchtigen, schrieb die Zeitung. Die US-Regierung prüfe den Vorschlag derzeit und habe Israel aufgefordert, Maßnahmen zu vermeiden, die das diplomatische Fenster schließen könnten, zitierte Axios US-Beamte. Die Führung in Teheran verlangt für ein endgültiges Abkommen zur Beendigung des Krieges mit Washington nicht nur die eigene Kontrolle über die Straße von Hormus, sondern auch ein dauerhaftes Ende des militärischen Konflikts zwischen dem Erzfeind Israel und der mit ihr verbündeten Hisbollah in Libanon.

USA: Weitere Angriffswelle gegen Iran beendet
Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge nach fünf Stunden seine neuesten Angriffe gegen Iran beendet. Ziel seien militärische Einrichtungen gewesen, darunter Luftverteidigungssysteme, Kommandozentralen und Startanlagen für Drohnen und Raketen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit.
So sollen die Möglichkeiten Irans, weiter Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus anzugreifen, geschwächt werden. Die USA griffen in der inzwischen zehnten Nacht in Folge Ziele der Islamischen Republik an. Teheran hatte zuvor Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region ausgeführt.

Wieder nächtliche Explosionen in Iran
Nach Beginn der erneuten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele in Iran melden örtliche Medien wieder Explosionen in mehreren Gebieten der Islamischen Republik. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan und der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman gemeldet.
Der regierungstreue Sender Press TV berichtete zudem von US-Angriffen im Gebiet der Stadt Schiras im zentralen Süden Irans. Die Nachrichtenagentur Fars meldete mehrere Explosionen im Bereich der Insel Gheschm in der Straße von Hormus und bei der Großstadt Bandar Abbas.














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