Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Kein Treffen von Irans Außenminister mit USA
Irans Außenminister übermittelt Forderungen - zunächst kein Treffen mit US-Unterhändlern
Pistorius will Minensucher ins Mittelmeer verlegen
Trump: Iran plant Vorlage eines Angebots
Irans Außenminister sowie US-Vertreter reisen nach Pakistan
Araghtschi: „Sehr fruchtbarer Besuch“ in Islamabad
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat seine Gespräche mit dem Vermittler Pakistan als ergebnisreich beschrieben. Der Besuch in Islamabad sei „sehr fruchtbar“ gewesen, schrieb Araghtschi auf der Plattform X. Er habe die iranische Position hinsichtlich „eines praktikablen Rahmens zur dauerhaften Beendigung des Krieges“ übermittelt. Gleichzeitig hinterfragte er die Ernsthaftigkeit der US-Bemühungen in dem diplomatischen Prozess: „Es bleibt abzuwarten, ob die USA es mit der Diplomatie wirklich ernst meinen“, schrieb er.
Araghtschi veröffentlichte den Post nur wenige Minuten, nachdem US-Präsident Donald Trump überraschend auf Truth Social bekanntgegeben hatte, dass er doch keine US-Delegation nach Pakistan schicken werde. Bei der Begründung blieb er vage. Er schrieb, man verschwende zu viel Zeit mit Reisen. Die iranische Führung sei zudem zerstritten. Wenn die Iraner reden wollten, könnten sie einfach anrufen. Die USA hielten zudem alle Trümpfe in der Hand.
Pakistan vermittelt in dem Konflikt zwischen Iran und den USA. Islamabad versucht, eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den Konfliktparteien zustande zu bringen. Die Hoffnungen darauf waren am Freitag gestiegen, nachdem Araghtschi am Abend in Islamabad eingetroffen war und das Weiße Haus angekündigt hatte, am Samstag eine Delegation dorthin zu entsenden.
Trump schickt Witkoff und Kushner nicht nach Pakistan
Rückschlag für die Diplomatie? US-Präsident Donald Trump hat die Reise seines Schwiegersohns Jared Kushner und seines Nahost-Sondergesandten Steve Witkoff nach Islamabad abgesagt. Das berichten unter anderem Axios und Fox News. Damit wäre die vorsichtige Annäherung zwischen den USA und Iran wie es aussieht fürs Erste einmal wieder zum Erliegen gekommen.
Trump sagte Axios: "Ich sehe keinen Sinn darin, sie in der aktuellen Verhandlungslage auf einen 18-stündigen Flug zu schicken. Das ist zu lang. Wir können das genauso gut telefonisch erledigen." Der US-Präsident sagte jedoch auch weiter, die Entscheidung bedeute nicht unbedingt, den Krieg mit Iran wieder aufzunehmen. "Darüber haben wir noch nicht nachgedacht." Fox News sagte er: "Wir haben alle Trümpfe in der Hand."
Noch am Freitag hatte die US-Administration bekanntgegeben, Kushner und Witkoff sollten sich in der pakistanischen Hauptstadt mit Vertretern des iranischen Regimes treffen. Außenminister Abbas Araghtschi verbrachte den Samstag zwar in Islamabad mit diplomatischen Gesprächen. Aber er traf ausschließlich Vertreter der pakistanischen Regierung und Armee, die in diesem Konflikt vermitteln. Araghtschi hat Islamabad am Samstagabend bereits verlassen.
Trump hat gemeinsam mit Israel am 28. Februar Iran angegriffen. Zwar gilt im Moment eine Feuerpause. Aber die Spannungen sind immens. Die Iraner blockieren die Straße von Hormus, Trump hat darauf mit einer Gegenblockade iranischer Schiffe reagiert.
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Kein Treffen von Irans Außenminister mit USA
Tag 57 im Krieg der USA gegen Iran und ein Friedensschluss steht noch aus: Aber am Samstag gab es diplomatische Schritte, deren Wirkung sich erst in den nächsten Stunden und Tagen erweisen werden. Irans Außenminister Abbas Aragtschi traf in Islamabad mit Vertretern der politischen Führung Pakistans und dem mächtigen Armeechef zusammen. Dabei übermittelte er die iranische Position für mögliche Gespräche mit den USA.
Zu einem direkten Treffen mit Entsandten der US-Regierung wird es in Islamabad aber nicht kommen. Dies bestätige eine mit den diplomatischen Abläufen vertraute Person der SZ in Islamabad. Die US-Administration von Präsident Donald Trump hatte am Freitag mitgeteilt, dass dessen Schwiegersohn Jared Kushner und dessen Nahost-Sondergesandter Steve Witkoff am Samstag nach Islamabad fliegen sollen. Bis um 19 Uhr pakistanischer Ortszeit (16 Uhr MESZ) gab es indes keine offizielle Information darüber, ob sich die US-Delegation bereits auf dem Weg nach Pakistan befand.
Pakistan ist Vermittler zwischen Iran und den USA. Trump hatte gemeinsam mit Israel am 28. Februar seinen Krieg gegen Iran begonnen. Teheran reagierte mit einer Blockade der Straße von Hormus, was den globalen Handel massiv beeinträchtigt.
Irans Außenminister übermittelt Forderungen - zunächst kein Treffen mit US-Unterhändlern
Ein Schritt auf dem Weg zum Frieden? Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat in Islamabad Vertreter der pakistanischen Regierung und den Armeechef getroffen. Araghtschi soll nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters der pakistanischen Seite die Forderungen der Teheraner Führung für mögliche Verhandlungen mit den USA übermittelt haben. Dabei habe er auch Vorbehalte gegen Forderungen der USA angesprochen.
Pakistan vermittelt zwischen den USA und Iran. Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte am 28. Februar gemeinsam mit Israel Iran angegriffen. Eine erste Runde von Friedensgesprächen zwischen den USA und Iran war vor zwei Wochen ohne Ergebnis in Islamabad beendet worden.
Wie die SZ am Samstagnachmittag in Islamabad erfuhr, bleibt es zunächst bei der iranischen Position, dass sich Araghtschi nicht mit US-Unterhändlern an einen Tisch setzten wird. Er soll offiziellen Angaben zufolge nach seinen Treffen in Islamabad nach Maskat und danach nach Moskau weiterfliegen.
Am Freitag hatte die US-Regierung bekanntgegeben, dass Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und sein Nahost-Sondergesandter Steve Witkoff am Samstag auch nach Islamabad fliegen werden.
Start der Friedensgespräche in Islamabad
Das Regierungsviertel ist weiträumig abgesperrt, Tausende Sicherheitskräfte sind im Einsatz: Am Samstag haben in Islamabad die Gespräche zwischen Iran und der pakistanischen Führung begonnen. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi traf nach offiziellen Angaben auf Pakistans mächtigen Armeechef Syed Asim Munir. Pakistan nimmt in dem Krieg der USA gegen Iran eine Vermittlerrolle ein. Erste direkte Friedensgespräche zwischen Iran und den USA waren vor zwei Wochen ergebnislos zu Ende gegangen.
Nach Angaben der US-Administration sollen sich am Samstag auch Jared Kushner, der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, und Steve Witkoff, Trumps Sondergesandter für die Region, auf den Weg nach Islamabad machen. Allerdings ist noch unklar, ob sie sich direkt mit Vertretern der iranischen Delegation an einen Tisch setzen werden.
Beobachter in Islamabad sind vorsichtig optimistisch, dass die immer wieder verschobene diplomatische Annäherung zwischen den USA und Iran nun wieder in Gang kommt. Der Besuch des iranischen Außenministers sei „ein großer Schritt, um den Stau aufzulösen“, sagte der pakistanische Ex-Diplomat Masood Khan der SZ. Die nächsten beiden Tage seien „entscheidend“ für den weiteren Verlauf.
Auch die Menschen in Islamabad schauen gespannt auf die Gespräche. Sie leiden massiv unter den Auswirkungen des Kriegs. Am Samstag kostete ein Liter Benzin an Tankstellen in Islamabad 395 Rupien (1,21 Euro), vor dem Krieg lag der Preis bei etwa 250 Rupien (77 Cent).
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Israelische Luftangriffe trotz verlängerter Waffenruhe in Libanon
Die Lage in Libanon bleibt trotz einer Verlängerung der Waffenruhe angespannt. Israels Armee teilte am Morgen mit, sie habe in der Nacht im Südlibanon mehrere einsatzbereite Raketenabschussrampen der Hisbollah-Miliz angegriffen. Diese hätten eine Bedrohung für israelische Zivilisten und Soldaten dargestellt.
Das libanesische Gesundheitsministerium meldete unterdessen sechs Tote und zwei Verletzte bei israelischen Luftangriffen am Freitag. Laut der libanesischen Nachrichtenagentur NNA kamen die sechs Menschen bei Bombardements in den Orten Wadi al-Hudschar, Srifa, Jatir und Tulin im Süden des Landes ums Leben.
Israels Militär hatte am Abend auch mitgeteilt, dass Soldaten am Freitag bei einem Schusswechsel zunächst zwei bewaffnete Hisbollah-Mitglieder in Bint Dschubail getötet hätten. Bei einem Angriff auf ein von ihr genutztes Gebäude in der Stadt, die als Hochburg der vom Iran unterstützten Miliz gilt, seien zudem vier weitere bewaffnete Kämpfer ums Leben gekommen.
Pistorius will Minensucher ins Mittelmeer verlegen
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat angekündigt, einen deutschen Minensucher sowie ein Führungs- und Versorgungsschiff vorsorglich ins Mittelmeer zu verlegen. Damit bereitet die Bundeswehr einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus vor, ohne Zeit zu verlieren, falls der Bundestag ein entsprechendes Mandat erteilt. Pistorius betont, Voraussetzung sei zunächst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit Iran. Als Rechtsgrundlage nennt er eine Erweiterung des EU-Mandats für die Marinemission „Aspides“ im Roten Meer als „angemessene und denkbare Option“ – ein UN-Mandat sei „im Augenblick nicht wahrscheinlich“.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte bereits vor gut einer Woche angeboten, dass Deutschland Minenjagdboote, ein Begleitschiff und Luftaufklärung bereitstellen könnte. „Unsere Marine ist richtig gut darin, Minen aufzuspüren und zu räumen“, sagt Pistorius. Unter Führung Frankreichs und Großbritanniens bereitet ein internationales Bündnis einen Marineeinsatz für den Fall eines Waffenstillstands vor.
Neue US-Sanktionen gegen Ölwirtschaft Irans
Die US-Regierung will den wirtschaftlichen Druck auf Iran mit weiteren Sanktionen erhöhen. Das US-Finanzministerium belegte die chinesische Ölraffinerie Hengli wegen ihrer umfassenden Geschäfte mit Teheran mit Sanktionen, wie es in einer Mitteilung des Ministeriums hieß. „Unabhängige Raffinerien mit Sitz in China spielen weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der iranischen Ölwirtschaft, und Hengli ist einer der größten Abnehmer von Rohöl und anderen Erdölprodukten aus Iran“, teilte das Ministerium mit. Hengli habe iranisches Erdöl im Wert von mehreren Milliarden Dollar gekauft. Es handele sich um die zweitgrößte derartige Raffinerie in ganz China.
Zusätzlich verhängte das Ministerium Sanktionen gegen etwa 40 Reedereien und Schiffe, die laut Mitteilung als Teil der iranischen Schattenflotte operieren. Sie stellen demnach eine „finanzielle Lebensader“ für die Führung in Teheran dar. Die Sanktionen sehen vor, dass Vermögenswerte eingefroren werden und es US-Bürgern untersagt ist, mit den betroffenen Firmen Geschäfte zu machen.
Gerade die Firma Hengli habe ihre Ölgeschäfte mit Iran über die Schattenflotte abgewickelt und der Führung in Teheran seit 2023 hunderte Millionen Dollar an Einnahmen beschert, hieß es in der Mitteilung.
Die Maßnahme ist Teil eines breiteren Vorstoßes der USA, Iran mit wirtschaftlichem Druck im laufenden Krieg zu einer Verhandlungslösung zu bringen. In den vergangenen Wochen hatte die US-Regierung immer wieder Sanktionen gegen iranische Handelspartner belegt, etwa in den Bereichen Energie und Waffen. Auch die Seeblockade der Straße von Hormus zielt darauf ab, Teheran seiner wichtigen Einnahmen aus dem Ölexport zu berauben.
Trump: Iran plant Vorlage eines Angebots
US-Präsident Donald Trump zufolge plant Iran, ein Angebot zu unterbreiten, das darauf abzielt, die Forderungen der USA zu erfüllen. "Sie unterbreiten ein Angebot, und wir werden sehen," sagte Trump in einem Telefoninterview mit Reuters. Wie das Angebot aussehen werde, wisse er noch nicht. Auf die Frage, mit wem die USA verhandelten, sagte Trump: "Das möchte ich nicht sagen, aber wir verhandeln mit den Leuten, die derzeit das Sagen haben."
Ob Iran tatsächlich ein Angebot vorlegen will, das die US-Forderungen erfüllt, ließ sich nicht unabhängig prüfen. Trump hat im Iran-Krieg wiederholt Dinge so dargestellt, dass sie ihn in einer starken Position erscheinen ließen. Anschließende Entwicklungen hatten dies dann aber zum Teil nicht widergespiegelt.
Unterdessen ist der iranische Außenminister Abbas Araghtschi nach pakistanischen Angaben in der dortigen Hauptstadt Islamabad eingetroffen. Den Angaben zufolge will er dort Vorschläge zur Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit den USA erörtern. Ob er direkt mit US-Verhandlungsführern zusammentreffen wird oder nicht, war unklar. Pakistanische Insider sagten, Araghtschi habe kein solches Treffen geplant.
Irans Außenminister sowie US-Vertreter reisen nach Pakistan
Irans Außenminister Abbas Araghtschi wird am Abend zu Gesprächen in Pakistan erwartet. Dort soll er nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mit Vertretern Pakistans sprechen, die im Konflikt zwischen den USA und Iran vermitteln. Treffen mit US-Vertretern seien nicht geplant, erfuhr die dpa aus pakistanischen Sicherheitskreisen.
Araghtschi soll demnach mit den Vermittlern einen Gegenvorschlag in den Verhandlungen mit den USA besprechen. Dazu treffe er den pakistanischen Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, Premierminister Shehbaz Sharif und seinen pakistanischen Amtskollegen, Ishaq Dar. Im Anschluss daran reise der iranische Chefdiplomat weiter in die omanische Hauptstadt Maskat und danach nach Moskau, hieß es im Irna-Bericht weiter. Im Mittelpunkt der Reise stehen demnach Konsultationen zur aktuellen Lage im Konflikt mit den USA und Israel.
Unterdessen hat das Weiße Haus bestätigt, dass US-Präsident Donald Trump am Samstag den Sonderbeauftragten Steve Witkoff und seinen Schwiegersohn Jared Kushner zu direkten Gesprächen mit Araghtschi nach Pakistan schickt. CNN zufolge reist US-Vizepräsident J. D. Vance nicht nach Pakistan, da der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf nicht an den Gesprächen teilnehme. Ghalibaf werde im Weißen Haus als Spitze der iranischen Delegation und damit als Pendant von Vance angesehen, hieß es.
Ob ein Treffen zwischen Kushner, Witkoff und Araghtschi stattfinden wird, ist noch unklar. Kurz vor US-Präsident Donald Trumps einseitiger Verlängerung der Waffenruhe am Dienstag hatte Iran einer weiteren Verhandlungsrunde in dieser Woche eine Absage erteilt. Verhandler der Kriegsparteien waren vor knapp zwei Wochen in Pakistans Hauptstadt Islamabad zu ersten Gesprächen zusammengekommen. Diese endeten ohne Ergebnis.
Israelischer Angriff in Gaza-Stadt gemeldet
Bei einem israelischen Angriff in Gaza-Stadt werden nach Angaben palästinensischer Sanitäter mindestens drei Menschen getötet. Der Beschuss traf demnach ein belebtes Viertel in der Nähe einer Bank, die von örtlichen Polizisten bewacht wird. Das Innenministerium im Gazastreifen teilte mit, bei dem Vorfall seien zwei Polizisten getötet und zwei weitere verletzt worden. Das israelische Militär äußerte sich bislang nicht.
Straße von Hormus: Merz will Iran Sanktionslockerungen anbieten
Die EU erwägt wegen der Blockade der Straße von Hormus und dem Druck der massiv gestiegenen Energiepreise jetzt auch mögliche Zugeständnisse an Iran. Bundeskanzler Merz reiste zum informellen zweitägigen EU-Gipfel in Zypern mit einem entsprechenden Vorstoß der Bundesregierung an. Er sieht vor, Iran eine schrittweise Lockerung von Sanktionen anzubieten, wenn eine umfassende Übereinkunft zur Freigabe der Straße von Hormus erzielt werden kann, wie aus einer Erklärung der Bundesregierung hervorging.
Eine Lockerung von Sanktionen wäre ein großes Zugeständnis, vor allem, da die EU ihre Strafmaßnahmen gegen Iran nach der brutalen Niederschlagung von Protesten Anfang des Jahres noch einmal verschärft hatte. Dabei waren Schätzungen zufolge mehr als 17.000 Menschen getötet worden. Damals hatte Iran allerdings die Straße von Hormus noch nicht blockiert. Dieser Schritt erfolgte erst nach dem Ausbruch des Iran-Krieges, den die USA und Israel Ende Februar mit Angriffen gegen die Islamische Republik begonnen hatten.
Wie es mit dem Vorstoß der Bundesregierung weitergeht, blieb am Freitag zunächst unklar. Denkbar ist, dass er nun von den USA genutzt wird, um Iran zu weiteren Verhandlungen zu bewegen, denn auch US-Präsident Trump hatte zuletzt Iran Sanktionslockerungen in Aussicht gestellt, sollte die Straße von Hormus freigegeben werden und Friedensverhandlungen stattfinden. Er will allerdings auch erreichen, dass Iran langfristig auf Nuklearaktivitäten verzichtet, die zum Bau einer Atombombe genutzt werden können.
Zum Abschluss des informellen Gipfels trafen sich Merz und die anderen EU-Spitzen auch noch mit den Präsidenten von Ägypten, Libanon und Syrien sowie Jordaniens Kronprinz. Mit ihnen sollen Deeskalationsbemühungen eng abgestimmt werden.
Was neben möglicher Sanktionslockerungen für Iran auf dem EU-Gipfel in Zypern besprochen wurde, lesen Sie hier:
Israel ruft zu Evakuierung eines südlibanesischen Dorfs auf
Das israelische Militär hat zur sofortigen Evakuierung des südlibanesischen Dorfs Deir Aames aufgerufen. Einwohner sollen sich mindestens einen Kilometer von dem Ort entfernen. Deir Aaames liegt nördlich der von Israel selbst deklarierten „Sicherheitszone“. Die israelischen Streitkräfte planten dort dennoch Angriffe, da die Hisbollah-Miliz von der Ortschaft aus operiere, hieß es zur Begründung. Das Militär legte keine Beweise vor. Erst am Donnerstag hatten sich Israel und Libanon darauf verständigt, ihre Feuerpause um drei Wochen zu verlängern.
Hisbollah: Verlängerung von Waffenruhe in Libanon bedeutungslos
Laut dem Hisbollah-Abgeordneten Ali Fajjad ist die Waffenruhe in Libanon angesichts anhaltender Angriffe Israels bedeutungslos. Die von Iran unterstützte Miliz habe das Recht, auf israelische Angriffe zu reagieren, sagte Fajjad.
Es ist die erste Stellungnahme der Hisbollah auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Verlängerung der Feuerpause um drei Wochen.













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