Krieg im Iran: Iran lehnt Verhandlungen über Kriegsende mit den USA ab

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Die iranische Führung prüft laut Außenminister Abbas Araghtschi übermittelte Vorschläge aus den USA. An Gesprächen mit den Vereinigten Staaten sei man nicht interessiert.

26. März 2026, 0:09 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AP, dpa, Reuters, AFP,

 "Bislang gab es keine Verhandlungen mit dem Feind, und wir planen auch keine", sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi.
"Bislang gab es keine Verhandlungen mit dem Feind, und wir planen auch keine", sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi. © Cyril Zingaro/​AFP/​Getty Images

Die iranische Regierung hat Gespräche mit den USA zur Beendigung des Krieges zurückgewiesen. "Wir haben nicht die Absicht, zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden", sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi im Staatsfernsehen. Der Iran wolle den Krieg zu eigenen Bedingungen beenden und werde sich weiter gegen Angriffe aus den USA und Israel wehren. Gespräche über Verhandlungen setzte Araghtschi mit dem Eingeständnis einer Niederlage gleich.

Zwar prüfe die iranische Führung über Vermittler überreichte Vorschläge aus den USA. Dies seien jedoch keine Verhandlungen, sagte Araghtschi. Es werde kein Abkommen geben und man werde sich nicht mit der US-Regierung arrangieren, sagte der Sprecher des iranischen Präsidialamtes, Elias Hasrati. Entsprechende Berichte bezeichnete er als Lüge.

Zuvor hatte der iranische Staatssender Press TV berichtet, die iranische Regierung habe den US-Plan für eine Beendigung des Kriegs abgelehnt und seinerseits eigene Forderungen aufgestellt. Wie die Nachrichtenagenturen Reuters und AP unter Berufung auf anonyme Quellen berichten, soll der Iran ein Ende des Krieges offenbar an einen Stopp der israelischen ​Offensive gegen die Hisbollah-Miliz geknüpft haben.

US-Regierung will 15-Punkte-Plan nicht bestätigen

Vor einem Tag hatte die US-Regierung dem Iran laut übereinstimmenden Berichten einen 15-Punkte-Plan mit Bedingungen zur Beendigung des Krieges vorgelegt. Pakistan habe der iranischen Regierung einen entsprechenden Entwurf übergeben, berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Demnach verlangen die USA mutmaßlich ein Ende des Betriebs mehrerer iranischer Atomanlagen sowie freien Schiffsverkehr in der Straße von Hormus.

Später bestätigte Ägypten die Berichte. "Es gibt von den USA einen Entwurf für einen Plan, der der iranischen Seite übermittelt wurde und der nun geprüft wird", sagte Ägyptens Außenminister Badr Abdel-Atti. Über die darin enthaltenen Punkte könne er aber nicht sprechen. Auch aus pakistanischen Regierungskreisen war verlautet, ein US-Vorschlag für eine Waffenruhe sei dem Iran übergeben worden.

Die US-Regierung reagierte bedeckt. "Das Weiße Haus hat diesen vollständigen Plan nie bestätigt", sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt. Allerdings stimmten manche Aspekte, sagte sie ohne weitere Details zu nennen. Die diplomatischen Gespräche gingen weiter, ergänzte Leavitt und bezeichnete diese als produktiv.

Iran dementierte bisher Aussagen des US-Präsidenten

US-Präsident Donald Trump hat in den zurückliegenden Tagen mehrfach behauptet, zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten fänden bereits Gespräche über ein Ende des Kriegs statt. "Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen", sagte er etwa am Montag. Die iranische Führung hat entsprechende Behauptungen wiederholt dementiert.

Israel ist nach Angaben seines Botschafters bei den Vereinten Nationen, Danny Danon, nicht an Gesprächen mit dem Iran beteiligt. Die Nachrichtenagentur AP berichtete, israelische Vertreter seien von der Vorlage des Planes durch die US-Regierung überrascht worden.

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