An der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan gibt es nach erneuten Angriffen wieder Tote und Verletzte. UN-Experten fordern ein Ende der Kämpfe.
26. März 2026, 0:16 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AP, dpa, htg
Bei erneuten Kämpfen an der Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan sollen mindestens zwei Zivilisten getötet und acht verletzt worden sein. Das teilten afghanische Talibanvertreter mit. Zuvor war eine vorübergehende Waffenruhe zu Ende gegangen, die für das muslimische Fest des Fastenbrechens vereinbart worden war.
Pakistanische Streitkräfte hätten nach Ablauf der Waffenruhe Dutzende Artilleriegranaten auf die Bezirke Narai und Sarkano abgefeuert, sagte der Direktor der Informations- und Kulturabteilung der afghanischen Provinz Kunar, Siaur Rahman Speenghar. Afghanische Grenztruppen hätten daraufhin das Feuer erwidert. Dabei seien drei pakistanische Grenzposten zerstört und ein Mensch getötet worden. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.
Aus Pakistan gab es dafür keine Bestätigung. Ein pakistanischer Beamter im Nordwesten des Landes beschuldigte jedoch afghanische Streitkräfte, in mehreren Gebieten das Feuer eröffnet zu haben.
UN-Experten forderten eine anhaltende Waffenruhe zwischen den beiden Konfliktparteien. Die Ursachen des Konflikts müssten beseitigt werden, hieß es in einer Stellungnahme des UN-Büros für Menschenrechte. Verstöße gegen das Völkerrecht müssten geahndet werden, hieß es.
Seit Ende Februar kommt es immer wieder zu gegenseitigen Angriffen der beiden Länder. Pakistan wirft den islamistischen Taliban in Afghanistan vor, Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Anschläge verüben. Die Taliban bestreiten das. Mitte März sollen die pakistanischen Streitkräfte nach Darstellung Afghanistans eine Klinik in Kabul angegriffen und dabei mehr als 400 Menschen getötet haben. Diese Zahl konnte nicht unabhängig bestätigt werden. Pakistan hat bestritten, Zivilisten angegriffen zu haben, und erklärt, man habe es auf ein Munitionsdepot abgesehen gehabt.

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