Krieg gegen die Ukraine: US-Außenministerium genehmigt Waffenverkauf an die Ukraine

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Ein Verkauf von US-Waffen im Wert von fast einer Milliarde Dollar an die Ukraine ist in Planung. Drei Nato-Mitgliedsstaaten sollen die Finanzierung übernehmen.

29. August 2025, 1:50 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa,

 Nach diesem Prinzip soll die Ukraine neue Waffen erhalten.
Die USA liefern, andere Nato-Staaten bezahlen: Nach diesem Prinzip soll die Ukraine neue Waffen erhalten. © Ivan Antypenko/​REUTERS

Das US-Außenministerium hat mögliche Waffenlieferungen im Wert von fast einer Milliarde Dollar an die Ukraine bewilligt. Wie das Ministerium mitteilte, wurde der US-Kongress über ein geplantes Rüstungsgeschäft im Umfang von 825 Millionen Dollar (rund 706 Millionen Euro) informiert. Der Kongress muss der Transaktion noch zustimmen.

Konkret geht es demnach um die Lieferung von 3.350 Eram-Raketen, ebenso vielen GPS-Geräten, Ersatzteilen und weiterer Ausrüstung. Auch Schulungen und technischer Support sind Teil des Pakets. Die Finanzierung soll durch eine US-Kreditgarantie sowie Beiträge der Nato-Verbündeten Dänemark, Norwegen und Niederlande erfolgen.

"Dieser geplante Verkauf wird die außenpolitischen und nationalen Sicherheitsziele der Vereinigten Staaten unterstützen, indem er die Sicherheit eines Partnerlandes verbessert, das in Europa für politische Stabilität und wirtschaftlichen Fortschritt sorgt", heißt es in der Mitteilung des US-Außenministeriums. Aus der Mitteilung geht nicht hervor, ob ein Vertrag unterzeichnet wurde oder dass die Verhandlungen abgeschlossen sind.  

Die Käufe sollen im Rahmen eines im vergangenen Monat von US-Präsident Donald Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte vereinbarten Mechanismus erfolgen. Dabei bezahlen andere Länder für Verteidigungssysteme und Munition aus US-Lagern, die dann in die Ukraine geliefert werden.

Schwerer Luftangriff auf Kyjiw in der vergangenen Nacht

Am Donnerstag hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kyjiw erneut mit Drohnen und Raketen angegriffen. Mehr als 20 Menschen wurden dabei getötet. Es handelte sich um den ersten größeren Angriff dieser Art auf Kyjiw seit dem Treffen von Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin Anfang August in Alaska, bei dem über ein Ende des von Russland begonnenen Krieges beraten wurde.

Trump sei nicht glücklich über die Nachricht der jüngsten Angriffe, "aber auch nicht überrascht", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Der US-Präsident fordere "beide Seiten" dazu auf, den Krieg zu beenden.

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