Krieg gegen die Ukraine: Russland und Ukraine verkünden jeweils einseitige Feuerpausen

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Nachdem Russland eine einseitige Waffenruhe rund um den Tag des Sieges am 9. Mai angekündigt hat, legt die Ukraine nach. Sie will schon früher eine Feuerpause ausrufen.

Aktualisiert am 4. Mai 2026, 22:46 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AP, Reuters, AFP,

 Ein zerstörtes Wohnhaus nach russischen Angriffen im ukrainischen Odessa Anfang Mai.
Ein zerstörtes Wohnhaus nach russischen Angriffen im ukrainischen Odessa Anfang Mai. © Nina Liashonok/​Reuters

Russland und die Ukraine haben getrennt voneinander unterschiedliche Feuerpausen angekündigt. Russlands Staatschef Putin rief eine einseitige Waffenruhe für den Zeitraum der Feierlichkeiten des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland am 8. und 9. Mai aus. Russland hält am 9. Mai traditionell eine große Militärparade in Moskau ab.

Dieser Vorschlag wurde laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nicht mit der ukrainischen Regierung abgesprochen. Das russische Verteidigungsministerium kündigte an, dass Russland einen »massiven Raketenangriff auf das Zentrum von Kyjiw« ausführen werde, für den Fall, dass sich die Ukraine nicht an die Feuerpause halte.

Die Ukraine wiederum will schon Tage vorher eine Feuerpause ausrufen. »Wir verkünden eine Waffenruhe, beginnend ab 0.00 Uhr (23.00 Uhr MESZ) in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai«, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Einen festgelegten Zeitrahmen für die Waffenruhe nannte Selenskyj nicht. Ab dem genannten Zeitpunkt werde die Ukraine »symmetrisch handeln«.

Die Ukraine gehe diesen Schritt, weil »Menschenleben unvergleichlich wertvoller sind als die ⁠Feier eines Jahrestages«, schrieb Selenskyj beim Onlinedienst Telegram.

Viele Verstöße bei bisherigen Waffenruhen

Der Vorschlag für die russische Waffenruhe geht auf ein Telefonat des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit US-Präsident Donald Trump zurück, das beide Ende April führten. Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow sagte danach, dass der russische Präsident eine solche Feuerpause erwäge. Präsident Selenskyj forderte danach Informationen von den USA zu den Inhalten des Gesprächs.

Mehrfach wurden während des Krieges über hohe Feiertage kurzzeitige Waffenruhen ausgerufen. Zuletzt verzichteten die Kriegsparteien zum orthodoxen Osterfest Mitte April für etwa 30 Stunden auf Raketen- und Drohnenangriffe auf Ziele im Hinterland des Gegners. Entlang der Frontlinie kam es jedoch weiter zu Kampfhandlungen. Beide Seiten warfen sich tausende Verstöße vor.

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