- Alle Artikel zum Thema finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg gegen die Ukraine. Eine Übersichtskarte mit den aktuellen Entwicklungen aktualisieren wir täglich hier.
- Russische oder ukrainische Angaben zu Details einzelner Angriffe und zur Zahl Verletzter und Getöteter lassen sich derzeit nicht unabhängig verifizieren.
- Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters.
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Wie wir bei der ZEIT Nachrichten zum Ukrainekrieg machen, finden Sie hier.
Streit in Polen über mögliche Patriot-Lieferungen an Ukraine
In Polen ist ein innenpolitischer Streit über mutmaßliche Lieferungen von Patriot-Flugabwehrraketen an die Ukraine im kommenden Frühjahr entbrannt. Die nationalkonservative PiS und andere rechte Oppositionsparteien werfen der Regierung vor, diese Entscheidung sei an Parlament und Präsident vorbeigetroffen worden. Zudem wird kritisiert, dass Polen selbst auf die dringend benötigte Munition angewiesen sei.
Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz kündigte an, gemeinsam mit Ministerpräsident Donald Tusk sämtliche Militärhilfen für die Ukraine seit 2022 transparent zu machen. Nach Angaben der Regierung seien sowohl die Präsidenten als auch das Parlament über die Vorgänge informiert gewesen.
Hintergrund des Streits ist die knappe Verfügbarkeit von Patriot-Munition, die auch für die polnische Luftverteidigung als zentral gilt. Bereits zuvor hatte die Ukraine auf Engpässe hingewiesen, während westliche Staaten versuchten, zusätzliche Bestände zu organisieren.
Tote und Verletzte bei Angriffen in Russland und der Ukraine
Bei gegenseitigen Angriffen im Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine gab es laut Angaben beider Seiten erneut Tote und Verletzte. So wurde nach russischen Angaben bei einem ukrainischen Angriff auf die annektierte Halbinsel Krim ein Mensch getötet. Der ukrainische Generalstab teilte außerdem mit, dass in der Nacht der russische Militärflughafen Gwardejskoje auf der Krim angegriffen worden sei. Das Ausmaß möglicher Schäden ist zunächst unklar.
Im Osten der Ukraine sollen zwei Straßenbrücken im Donbass zerstört worden sein, die als wichtige Nachschubwege galten. Russische Streitkräfte griffen demnach wiederum Ziele in der Großstadt Charkiw an. Dabei wurde mindestens ein Mensch getötet, elf weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur der Region mitteilte. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben beider Seiten nicht.
»Kriege werden nicht allein durch technologische Innovationen entschieden«
Mit ihren Drohnenangriffen kann die Ukraine russische Infrastruktur derzeit empfindlich treffen. Am Ende komme es aber auch auf politischen Willen, gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit und wirtschaftliche Ressourcen an, sagt der Historiker Wladislaw Subok der ZEIT. Der Westen schätze Russland stets falsch ein – aber auch die russische Sichtweise sei paradox.
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Putins Berater berichtet von langem Telefonat mit Donald Trump
US-Präsident Donald Trump soll fast 90 Minuten mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert haben. In dem Gespräch habe er angeboten, bei der Suche nach einer Lösung für den Ukrainekrieg zu helfen, sagte Putins Berater Juri Uschakow. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner würden demnach ihre Bemühungen um eine Vermittlung einer Einigung fortsetzen und erneut nach Moskau reisen.
Zuvor hatte die ukrainische Regierung mitgeteilt, dass Präsident Wolodymyr Selenskyj mit Trump telefoniert habe.
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Selenskyj spricht bei Kostjantyniwka von »russischer Lüge«
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj weist die russischen Darstellungen zur angeblichen Eroberung der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka im Donbas zurück. Wladimir Putin habe »beschlossen, die Welt zu belügen«, schrieb Selenskyj in Onlinediensten und fügte hinzu: »Natürlich ist das nicht wahr. Es ist nur eine weitere russische Lüge.«
Der ukrainische Generalstab bezeichnete die militärische Lage in der umkämpften Stadt als »schwierig«.
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Merz telefoniert mit Selenskyj
Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Bei dem Telefonat ging es um die Folgen der russischen Angriffe auf Kyjiw und andere Teile der Ukraine in den vergangenen Tagen, teilte der Sprecher der Bundesregierung mit. In dem Zuge bedankte sich Selenskyj für die Unterstützung Deutschlands, vor allem im Bereich der Luftverteidigung.
Bundeskanzler Merz bekräftigte in dem Gespräch die fortgesetzte deutsche Unterstützung für die Ukraine. Ein Teil dieser Unterstützung ist die Nato-Militärhilfe an die Ukraine in Höhe von je 70 Milliarden Euro in diesem und nächsten Jahr, auf die sich die Mitgliedsstaaten gestern geeinigt hatten. Offiziell beschlossen wird das Hilfspaket an die Ukraine beim Nato-Gipfel in Ankara nächste Woche, bei dem Merz und Selenskyj persönlich aufeinandertreffen werden.
Gasförderanlage in der Ukraine gestoppt
Ein russischer Drohnenangriff auf eine Gasförderanlage hat nach ukrainischen Angaben ein Feuer ausgelöst. Der Betrieb der Anlage in der zentralukrainischen Region Poltawa sei eingestellt worden, teilt der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogaz mit. »Der Feind nimmt systematisch Gasförderanlagen ins Visier, um die heimische Produktion der Ukraine zu drosseln und die Vorbereitungen auf die Heizperiode zu erschweren«, heißt es in der Mitteilung weiter.
Ukraine attackiert offenbar erneut Ölanlagen bei St. Petersburg
Die Ukraine hat erneut russische Ölanlagen an der Ostsee bei St. Petersburg mit Drohnen angegriffen. Gouverneur Alexander Beglow bestätigte einen »groß angelegten« Drohnenangriff, das Ölterminal der Stadt sei getroffen worden. Verletzte habe es nicht gegeben, die Folgen des Angriffs seien beseitigt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angriffe. Die ukrainischen Streitkräfte hätten die Ölinfrastruktur eines Hafens getroffen, die Einnahmen für Russlands Krieg erwirtschafte, schrieb er auf Telegram. Zudem sei Kronstadt getroffen worden, ein wichtiges militärisches Ziel mehr als 850 Kilometer von der ukrainischen Staatsgrenze entfernt.
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Russland meldet Einnahme der Stadt Kostjantyniwka in der Ostukraine
Russland hat die Besetzung der ostukrainischen Stadt Kostjantyniwka gemeldet. »Die Stadt steht nun vollständig unter unserer Kontrolle«, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow vor Journalisten. Die Angaben Russlands können nicht unabhängig überprüft werden. Die Ukraine hat die Einnahme derzeit nicht bestätigt.
Kostjantyniwka ist seit einiger Zeit von russischen Soldaten infiltriert und damit Teil einer Grauzone, die von keiner der beiden Kriegsparteien komplett kontrolliert wird. Russland hat das umkämpfte Gebiet schon öfter für die Herstellung von Propagandavideos genutzt, die einen vermeintlichen Vormarsch suggerieren.
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Krim nach ukrainischen Angriffen teilweise ohne Strom
Nach ukrainischen Drohnenangriffen ist es auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim in größeren Gebieten zu Stromausfällen gekommen. »Derzeit sind mehr als zehn Bezirke ganz oder teilweise ohne Strom«, wurde der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow von der staatlichen russischen Agentur Tass zitiert. Die Ukraine greife das Stromnetz der Halbinsel täglich mit Drohnen an. Er machte keine Angaben darüber, wie viele Menschen von den Stromabschaltungen betroffen seien.
Bisher haben die russischen Streitkräfte mit Attacken immer wieder für Stromausfälle in der Ukraine gesorgt. Aktuell richten sich ukrainische Angriffe vermehrt gegen militärische Ziele und die Energieinfrastruktur auf der Krim.

Selenskyj bittet nach Großangriff auf Kyjiw um mehr Abfangraketen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach einem russischen Großangriff auf Kyjiw mit mindestens 30 Todesopfern Verbündete des Landes um zusätzliche Abfangraketen gebeten. »Tag und Nacht« greife Russland in der Ukraine zivile Infrastruktur an. »Terror ist das einzige Argument, das sie für die Fortsetzung des Krieges noch haben«, sagte er.
Russland hatte bei dem elfstündigen Angriff, der bis Donnerstagmorgen andauerte, ein weiteres Mal Wohngebiete attackiert und anschließend behauptet, es seien militärische Ziele angegriffen worden. Die Mehrheit der ukrainischen Angriffe in Russland gilt Ölanlagen, Rüstungsfabriken und anderen Zielen mit militärischer Bedeutung.

Ukraine meldet Zerstörung von Brücke auf der Krim
Die ukrainischen Streitkräfte haben auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim eine Reihe von Zielen angegriffen und nach eigenen Angaben schwer getroffen. Wichtigstes Ziel sei eine Brücke im Gebiet Krasnogwardejsk im Zentrum der Krim gewesen, die nach Angaben des Generalstabs in Kyjiw vollständig zerstört worden ist. Damit sei die Versorgung der Fronten im Osten der Ukraine mit Nachschub deutlich erschwert worden. Daneben seien Radaranlagen sowie eine Anlage zur elektronischen Aufklärung bei Sewastopol von Drohnen angegriffen worden. Eine Bestätigung von unabhängiger Seite war nicht möglich.

Viertgrößte russische Ölraffinerie unterbricht wegen Drohnenangriff weitere Verarbeitung
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff hat die viertgrößte russische Ölraffinerie Norsi die Rohölverarbeitung gestoppt. Eine Drohne traf die Hauptraffinerieanlage, die 53 Prozent der Gesamtkapazität von Norsi ausmacht, berichteten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Der Eigentümer Lukoil nahm zunächst nicht Stellung. Norsi ist der zweitgrößte Benzinproduzent Russlands.
Der örtliche Gouverneur, Gleb Nikitin, bestätigte zuletzt die Beschädigung einer Industrieanlage. Bei der Attacke in der Region Nischni Nowgorod wurde außerdem ein Mensch getötet.

Mindestens ein Toter nach russischem Angriff auf Saporischschja
Bei einem russischen Gleitbombenangriff ist in der frontnahen südostukrainischen Großstadt Saporischschja mindestens ein Zivilist getötet worden. Weitere fünf seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des gleichnamigen Gebiets, Iwan Fedorow, auf Telegram mit. Durch die Bombe sei das Gebäude eines Industrieunternehmens beschädigt worden. Die Frontlinie zwischen russischen und ukrainischen Truppen verläuft etwa 20 Kilometer südlich der Industriestadt.

Ukraine soll bei Nato-Gipfel Milliardenversprechen erhalten
Die Ukraine soll beim Nato-Gipfel in Ankara ein neues Versprechen für milliardenschwere Militärhilfen bekommen. Darauf verständigten sich Vertreter der 32 Bündnisstaaten in den abschließenden Beratungen über die geplante Gipfelerklärung. Demnach soll die Finanzhilfe auf dem Nato-Gipfel in Ankara kommende Woche offiziell verkündet werden.Konkret sieht die geplante Zusage vor, über zwei Jahre hinweg eine Mindestfinanzierung in Höhe von 70 Milliarden Euro pro Jahr für militärische Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung bereitzustellen – also insgesamt 140 Milliarden Euro.
Ein EU-Hilfspaket wird den Angaben nach bereits mitgerechnet. Über dieses soll die Ukraine bis Ende 2027 rund 60 Milliarden Euro als Darlehen für verteidigungsrelevante Ausgaben bekommen. Damit bleiben noch rund 80 Milliarden Euro, die die Nato-Staaten aus ihren nationalen Haushalten finanzieren müssten.
Für 2026 wurde ein großer Teil des Geldes bereits von den Mitgliedstaaten zugesagt. Weil die USA unter US-Präsident Donald Trump die Finanzierung von Ukraine-Hilfen weitestgehend gestoppt haben, wird Deutschland aller Voraussicht nach von der Summe den größten Anteil übernehmen. Für dieses Jahr hat die Bundesregierung bereits jetzt 11,5 Milliarden Euro für Artillerie, Drohnen, gepanzerte Fahrzeuge und andere Ausrüstung eingeplant.

vor 1 Stunde
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