Der FC Bayern muss beim Augsburger Bollwerk ran. Vor dem Bundesligaspiel beschäftigte sich Trainer Vincent Kompany aber auch schon mit der Königsklasse.

Austausch im Training: Harry Kane und Coach Vincent Kompany. IMAGO/Sven Simon
Hinter Vincent Kompany liegt eine kurze Nacht. Den Mittwochabend verbrachte der Coach der FC Bayern noch in Mailand, schaute sich dort das Halbfinal-Hinspiel der Coppa Italia zwischen Milan und dem kommenden Champions-League-Gegner Inter (1:1) an. "Meine Nächte sind immer kurz", erklärte Kompany am Donnerstagmorgen grinsend.
Die Gelegenheit war günstig, "einen Schritt vorauszudenken" und "ein relevantes Spiel zu sehen", wie es der Trainer sagte und doch zugleich klargestellt haben wollte, dass er sich "den ganzen Tag davor" und "den ganzen Morgen heute" natürlich nur mit dem kommenden Gegner Augsburg beschäftigt habe. "Fußball beschäftigt halt sehr viel. Fußball macht mir immer Spaß."
Man muss ihnen nicht erzählen, wie gut es der Gegner macht.
Vincent Kompany über den Gegner Augsburg
Seiner Mannschaft hoffentlich auch, wenn sie es am Freitagabend (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker und auf DAZN) mit der besten Defensive des Kalenderjahres (in Europa!) zu tun bekommt. "Das ist traditionell kein einfaches Spiel für den FC Bayern", weiß Kompany, schließlich hatten die Münchner vor dem 3:2-Sieg in der Vorsaison gleich zweimal in Folge in Augsburg verloren. Und nun ist die Brust des FCA nach elf ungeschlagenen Spielen in Folge breiter denn je.
Für Kompany "eine gute Sache", weil "der Fokus der Mannschaft sofort da ist. Man muss ihnen nicht erzählen, wie gut es der Gegner macht." Seine "Jungs" werden es schließlich selbst bemerkt haben, wenn sie es sich ab und zu mal erlauben und sehen, wie die Augsburger als drittbestes Rückrundenteam von Platz zwölf auf acht geklettert sind.
Augsburg gegen Bayern: Beste Defensive gegen beste Offensive
Wie das Bollwerk (der FCA kassierte in der Rückrunde erst drei Gegentore) geknackt werden kann? "Wir haben gute Offensivspieler", findet Kompany. Harry Kane ist erneut auf Kanonen-Kurs, führt die Torschützenliste mit 22 Treffern vor Patrik Schick (17) an. Hinzu kommt Michael Olise mit bemerkenswerten 21 Scorerpunkten (acht Tore, 13 Vorlagen) und ein Leroy Sané, der drauf und dran ist, zum ersten Mal in seiner Bundesliga-Laufbahn zweistellig zu treffen. Und Jamal Musiala gibt’s ja auch noch.
Der FC Bayern stellt nicht von ungefähr die beste Offensive der Liga. "Wir bekommen immer wieder unsere Möglichkeiten", weiß der Bayern-Coach. "Das heißt nicht, dass es einfach ist; dass die andere Mannschaft nichts dagegen bringen kann." Aber: "Wir können immer mit vollem Vertrauen in unsere Spiele gehen. Wir bekommen immer unsere Möglichkeiten."
Mario Krischel