Nordkoreas Machthaber will die Marine mit Atomwaffen ausstatten lassen. Aus der Ferne nahm Kim Jong Un an erneuten Waffentests teil.
Quelle: DIE ZEIT, AFP, pip Aktualisiert am 5. Juli 2026, 8:58 Uhr
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat erneut mehrere Waffentests beaufsichtigt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA nahm Kim bereits am Freitag an Tests zum Abfeuern von Marschflugkörpern sowie zum Einsatz von »Mitteln der elektronischen Kriegsführung« von Bord des Marinezerstörer Kang Kon teil.
Auf Bildern der Nachrichtenagentur KCNA ist Kim zu sehen ist, wie er die Tests von einem Beobachtungspunkt an der Küste aus umgeben von Funktionären verfolgt. Nach dem Waffentest vom Freitag ordnete Kim laut KCNA an, die Probephase des Zerstörers abzuschließen und das Schiff binnen zwei Monaten in den Dienst der Marine zu stellen.
Waffentests sorgten für weltweite Besorgnis
Die Kang Kon war bei ihrem feierlichen Stapellauf im Mai vergangenen Jahres vor Kims Augen ins Wasser gekippt und teilweise gekentert. Kim machte damals »absolute Nachlässigkeit« und »Verantwortungslosigkeit« für den Unfall verantwortlich und ordnete an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Erst vor zwei Wochen teilte Kim anlässlich einer Zeremonie zur Einweihung eines anderen Kriegsschiffs mit, er wolle Nordkoreas Marine mit Atomwaffen ausstatten und neue 10.000-Tonnen-Kriegsschiffe bauen lassen.
Trotz internationaler Sanktionen treibt Nordkorea sein Atomwaffen- und Raketenprogramm weiter voran. 2023 verankerte Nordkorea seinen Status als Atommacht auch in seiner Verfassung. In den vergangenen Monaten hat Nordkorea mit neuen Waffentests weltweit Besorgnis ausgelöst. Es absolviert seit Anfang 2022 immer wieder Raktentests im Seegrenzgebiet zu Südkorea. Nordkorea wird seit 2011 von Kim Jong Un regiert. Nordkorea gilt als sehr restriktives und isoliertes politisches System.
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