Katar: Die Verknetung von Gut und Böse

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Offenbar wird Katar zum neuen Premiumpartner von Deutschland. Trotz moralischer Bedenken und wertegeleiteter Außenpolitik. Der Bundeskanzler war nun auch dort.

7. Februar 2026, 11:55 Uhr

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Bundeskanzler Friedrich Merz im Gespräch in Katar © Andreas Rinke/​Reuters

Katar ist einer dieser Kipppunkte, die uns gegenwärtig zu schaffen machen. Wir sind's, die Bürger der gut geheizten Gesellschaften, die kippen. Oder wippen. Oder schaukeln. Je nachdem. Katar, Wüstenstaat in der Golfregion, futuristisches Emirat, Eigentümer auch des Fußballgiganten Paris Saint-Germain, Förderer der schönen Künste, ist seit einer Weile überall in der Berichterstattung. Immerzu schillernd, durchweg irritierend. Nun ist es bald vier Jahre her, März 2022, dass der damalige Vize-Kanzler Robert Habeck jene Verbeugung vor dem Chef-Katari andeutete, die den Deutschen zu bleibend warmen Wohnzimmern verhelfen sollte, und die moralische Fragwürdigkeit von Habecks Reise nach Katar – um der Energie willen – blieb manchem im Halse stecken, der gerade noch genau gewusst hatte: Geht gar nicht, Katar, Scharia, Menschenrechte

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